Die Schulleitung will die Testergebnisse abwarten, um zu klären, wann der Unterricht fortgesetzt werden kann. 
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BerlinDie Emanuel-Lasker-Schule in Friedrichshain bleibt nach Auskunft der Schul-Homepage noch bis einschließlich Freitag geschlossen. Mitreisende der Klassenfahrt, an der der mit dem Coronavirus infizierte Lehrer teilgenommen hatte, seien in den Räumen der Schule getestet worden, heißt es dort. Eine „entsprechende Reinigung“ danach sei mit dem Schulamt verabredet. Nach Vorliegen der Testergebnisse soll entschieden werden, wann die Schule wieder öffnet.

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In der Corinth-Filiale der Modersohn-Grundschule, die auf dem gleichen Grundstück liegt, soll am Donnerstag wieder unterrichtet werden. Die Berlin Metropolitan School hingegen bleibt noch geschlossen. Weitere Schulschließungen gab es am Mittwoch nicht.

Südtirol-Heimkehrer müssen zwei Tage zu Hause bleiben

Schüler, Lehrer und Begleitpersonen der Skifahrt nach Meransen in Südtirol, die zwei Tempelhofer Grundschulen gemeinsam organisiert hatten, sollen am Montag und Dienstag in der kommenden Woche vorsorglich zu Hause bleiben. Das entschied das Gesundheitsamt Tempelhof-Schöneberg am Mittwoch. Die Reisegruppe kehrt am Freitag aus Italien zurück.

In einem Schreiben an die Betroffenen heißt es, die zwei Tage dienten der Abklärung des Gesundheitszustandes und der „Risikoeingrenzung für das Auftreten einer übertragbaren Erkrankung“. Sollten keine Krankheitssymptome auftreten, dürften Schüler und Lehrer am Mittwoch wieder in die Schule und die Begleitpersonen wieder zur Arbeit gehen.

Scheeres: Absprache mit Gesundheitsamt entscheidend

Schulsenatorin Sandra Scheeres (SPD) geht derzeit nicht davon aus, dass wegen des Coronavirus die Prüfungen zum Mittleren Schulabschluss verschoben werden müssen. Momentan liefen die Vorbereitungen wie geplant. Diskussionen über die Abiturprüfungen gebe es noch nicht. Dies werde sicher auch ein Thema für die Kultusministerkonferenz sein, erklärte die Senatorin. „Aber ich habe noch von keinem Kollegen gehört, dass Abiturprüfungen verschoben werden.“ Ein Sprecher der Senatsverwaltung hatte allerdings schon angekündigt, dass für die Fächer, in denen zentral geprüft wird, zusätzliche Aufgaben erstellt würden.

Von drastischen Maßnahmen wie in Italien, wo am Mittwoch alle Schulen und Universitäten bis Mitte März geschlossen wurden, ist man in Deutschland also weit entfernt. Scheeres wies am Mittwoch erneut darauf hin, dass weder Schulleitung noch ihre eigene Verwaltung die Schließung einer Schule aus Sorge vor einem erhöhten Risiko für Infektionen veranlassen könne. Entsprechende Befürchtungen müssten immer mit dem zuständigen Gesundheitsamt abgesprochen werden.