Wenn der Arbeitsweg zu kurz ist, um sich innerlich umzustellen,  performt man seine Professionalität aus schwindender Erinnerung. 
Wenn der Arbeitsweg zu kurz ist, um sich innerlich umzustellen,  performt man seine Professionalität aus schwindender Erinnerung. 
Foto: Joe Giddens/PA Wire

Berlin - Nach sechs Wochen beruflicher Online-only-Kommunikation liegen die Nerven blank. Jede Kleinigkeit, die sonst auf Zuruf erledigt wird, bedarf jetzt der ausformulierten Regelung. Und auf dem Weg von einem Homeoffice ins andere geht so mancher kleine Spaß verloren und kommt als Nachlässigkeit an, als bewusste Unverständlichkeit, Frechheit recht eigentlich. Tretminen überall. Wie es ja auch stets jemanden gibt, der bei einer Mail nicht im Cc war oder aus Versehen zur Telefonkonferenz (Telko!) nicht eingeladen wurde. In der sich übrigens auch in der sechsten Woche noch immer allerlei Unsicherheiten („Könnt ihr mich hören?“), Ungeduld („Wer hier nebenbei frühstückt, schalte doch bitte sein Mikro aus!!“) und Emotionalität („So schön, eure Stimmen zu hören!“) formulieren. 

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