Christiane Habermalz, die Königin von Liliput, in ihrem 6-Quadratmeter-Garten 
Foto:  Benjamin Pritzkuleit

Berlin - Wer eine Hundehütte baut, stellt einen Fressnapf davor. Im Vogelhäuschen liegen Körner aus. Nur Insekten sollen in Hotels ziehen, in denen es nichts zu essen gibt. Hotel garnix. Diese Insektenunterkünfte sind gerade schwer in Mode. Wer demonstrieren will, wie naturverbunden er ist, hängt irgendwo ein Stückchen Holz mit Löchern drin auf. Doch was gibt es zu fressen, wenn die Hotelgäste morgens aufwachen? Giftige Thujahecken aus China, tödlichen Kirschlorbeer aus dem Baumarkt, blühende Forsythien – leider ohne Pollen und Nektar gezüchtet, genauso wie unser Flieder, die meisten Rosen und die Hortensien. Für Insekten sind unsere Gärten so künstlich, als würden wir einem Hund einen Knochen aus Plastik servieren.

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