Die so genannte Putzgruppe war ein Zusammenschluss von zwei Dutzend junger Männer aus der linksradikalen Szene in Frankfurt am Main, die in den 70er-Jahren aktiv war. Für den Namen gibt es mehrere Erklärungsansätze - beispielsweise dass "Putz" für Randale steht oder dass es eine Abkürzung für die "Proletarische Union für Terror und Zerstörung" ist. Die Gruppe lieferte sich Straßenschlachten mit der Polizei, verteidigte besetzte Häuser und trainierte in den Taunus-Wäldern den Nahkampf. Zur Gruppe gehörte damals der spätere Außenminister Joschka Fischer, der deshalb gestern als Zeuge vor Gericht aussagte. Weitere Mitglieder sollen der frühere Chef des Planungsstabs im Auswärtigen Amt, Georg Dick, und der heutige Leiter der Afghanistan-Mission der Vereinten Nationen, Tom Koenigs, gewesen sein. Seite 3