Foto: So unspektakulär ist selten ein prominenter Mensch beerdigt worden. Drei Gestecke liegen da, Rosen, Gerbera und Sonnenblumen, und auf den Schleifen steht nicht einmal, wer sie niedergelegt hat: In aller Stille ist gestern Vicco von Bülow, den die meisten Menschen nur als Loriot kannten, auf dem Waldfriedhof an der Charlottenburger Heerstraße beigesetzt worden. Die Familie wollte es so, teilte der Diogenes Verlag mit. Loriot war am 22.August im Alter von 87 Jahren in Ammerland am Starnberger See gestorben. In Charlottenburg hatte er einen Zweitwohnsitz. Und so sind nun weder seine Geburtsstadt Brandenburg noch die Gemeinde Münsing am Starnberger See der Ort seiner letzten Ruhe geworden, obwohl deren Bürgermeister sich das gewünscht hatten. Loriot ruht stattdessen auf einem der schönsten und größten Friedhöfe der Hauptstadt. Auf der terrassenförmig um einen See gestalteten Anlage mit ihren alten Bäumen sind bereits viele Prominente, vor allem Künstler, beerdigt worden: die Schauspieler Horst Buchholz, Wolfgang Gruner und Grethe Weiser zum Beispiel. Direkt neben Loriot ruht der Kunsthistoriker Max Friedländer.