Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sieht Schwächen im System des Rundfunkbeitrags. „Eine ist die, dass Menschen, die nur ein Radio besitzen, nun die einheitliche komplette Gebühr zahlen“, sagte Dreyer der Süddeutschen Zeitung. „Mir haben sehr viele ältere Hörerinnen und Hörer geschrieben, die keine Grundsicherungsempfänger sind, aber nur von einer kleinen Rente leben.“ Sie sollten über Härtefallregelungen informiert werden. Dreyer leitet die Rundfunkkommission der Länder. Die SPD-Politikerin zeigte sich kritisch, was eine mögliche Erhöhung des Beitrags nach 2014 angeht. „Danach wird man sehr sorgsam mit der Frage umgehen müssen, ob man Gebühren weiter erhöht.“ Seit diesem Jahr zahlt ein Rundfunkteilnehmer nicht mehr für Geräte, sondern pro Haushalt. Bis vorerst Ende 2014 ist der Beitrag stabil. (dpa)