Johannesburg - Die Vergleiche fallen schwer. Südafrikas Zeitungen nennen es „das Ereignis des Jahrhunderts“. Etwas Ähnliches habe die Welt seit dem Tod Mahatma Gandhis nicht mehr gesehen. Die zehntägigen, dem Tod Nelson Mandelas folgenden Trauerfeierlichkeiten schlagen tatsächlich alle Rekorde. Zur Hauptgedenkveranstaltung im Johannesburger Soccer City Stadium am Dienstag haben sich mehr als 90 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt, außerdem zahlreiche Popstars, Konzernmogule und Top-Diplomaten wie UN-Generalsekretär Ban Ki Moon angemeldet.

Alleine vier Präsidenten aus den USA sind angereist, um persönlich Abschied zu nehmen. Außer Barack Obama kommen auch Mandela-Freund Bill Clinton und dessen Nachfolger George W. Bush sowie der greise Afrikafreund Jimmy Carter. Aus Deutschland nimmt Präsident Joachim Gauck teil, Bundeskanzlerin Angela Merkel bleibt zu Hause. Aufschlussreich, wer sich außerdem nicht blicken lässt. Der Dalai Lama, dem bereits in der Vergangenheit einmal ein Visum für Südafrika verweigert wurde. Auch Benjamin Netanjahu fehlt: Die Reise sei zu teuer, heißt es in Tel Aviv. Doch in Wirklichkeit sind wohl eher die frostigen Beziehungen zwischen Jerusalem und dem Palästinenser freundlichen Pretoria verantwortlich zu machen. Als Redner bei der Trauerfeier sind bislang UN-Generalsekretär Ban, US-Präsident Obama und der kubanische Präsident Raúl Castro vorgesehen.

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