Hinter dem Shell-Haus an der Stauffenbergstraße, soll ein Konferenzhotel entstehen. Die Pläne des Architekten Jan Kleihues sind fertig. Die Grundstückseigentümerin Viterra, der auch das Shell-Haus gehört, hat vor kurzem im Bezirksamt Mitte einen Bauantrag für das 300-Millionen-Mark-Projekt eingereicht. Bei einem positiven Bescheid sollen die Bauarbeiten im April beginnen."Die Vorgespräche mit dem Bezirksamt und der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung sind gut gelaufen. Wir gehen davon aus, dass der Bau wie geplant genehmigt wird", sagt Peter Schmidt-Breitung, Sprecher der Geschäftsführung der Viterra Gewerbeimmobilien GmbH. Das Hotel soll 500 Zimmer, zwei große Säle und diverse Konferenzbereiche haben. Ein "Wellnesszentrum", Restaurant und Bistro sollen ebenfalls dort einziehen. Das Gebäude wird sechs Obergeschosse haben und einen Turmbau mit zehn Stockwerken. Anfang 2003 soll alles fertig sein.Nutzen soll den Neubau die Maritim-Hotelkette. Sie hat bisher allerdings nur eine Absichtserklärung unterzeichnet. An den endgültigen Verträgen arbeiten noch die Rechtsanwälte der beiden Unternehmen. "Bis Ende März werden alle Verträge unterzeichnet sein", sagt Schmidt-Breitung. Konkretes ist aus dem Hause Maritim bisher nicht zu erfahren. Nur dass nach den Worten einer Sprecherin ein starkes Interesse an dem Standort in der Nähe von Regierungssitz, Diplomatenviertel und Potsdamer Platz bestehe. Das Maritim soll nach Auskunft von Viterra den Innenausbau des Hauses selbst übernehmen. "Jede Hotelkette legt Wert auf einen eigenen Stil, so auch das Maritim", sagt Schmidt-Breitung. Ein vergleichbares Haus sei das Flughafen-Hotel der Gesellschaft in Hannover. Die Maritim-Kette besitzt 39 Hotels im In- und Ausland.Mit der Vorbereitung für die Bauarbeiten hat die Firma Viterra bereits begonnen. Die ehemaligen Bewag-Bauten von Paul Baumgarten aus den 60er-Jahren hinter dem Shell-Haus wurden bereits abgerissen. Die Bauten, die Baumgarten als Erweiterung des Shell-Hauses entworfen hatte, standen nicht unter Denkmalschutz - anders als das im Stil des Art déco errichtete bekannte Shell-Haus.Das Shell-Gebäude am Reichpietschufer war in den vergangenen Jahren aufwändig saniert worden. Ursprünglich hatte es der Architekt Emil Fahrenkamp 1929 für die Ölgesellschaft Rhenania-Ossag entworfen. 1932, als das Gebäude fertig war, hatte die niederländische Royal Dutch Shell Company das Unternehmen jedoch bereits übernommen. 1952 verkaufte Shell an die Bewag. Doch es blieb beim Namen Shell-Haus. Seit dem vergangenen Jahr residiert dort die Gasag, allerdings nur als Mieter der Viterra."Bis Ende März werden alle Verträge unterzeichnet sein. " Ein Viterra-Sprecher VITERRA Modell des zukünftigen Baus des Architekten Jan Kleihues.