Berlin - So geht das nicht weiter. Alle erleben andauernd die abenteuerlichsten Sachen, und man selbst liest nur davon. Joshua Jackson zum Beispiel war gerade in Chile. Er hat in einer Jurte übernachtet und ist auf einen Vulkan geklettert. Und als wäre das noch nicht aufregend genug, war Joshua Jackson zusammen mit Diane Kruger in Chile und auf dem Vulkan. Und in der Jurte auch, denn Joshua Jackson ist, Leser bunter Blätter und der Panorama-Seite wissen das, erstens Schauspieler und zweitens der Freund der Schauspielerin Diane Kruger.

Und ja, drittens mag der eigene Unmut über das spannende Leben der anderen auch darin begründet sein, dass man viertens kein Schauspieler ist und fünftens nicht ganz so aussieht wie Joshua Jackson. Obwohl, sagen wir: viereinhalbtens. Und natürlich ist das eigene Weib Vulkan genug. Da macht es auch nichts, wenn der nächste Urlaub nicht ganz bis in die Atacama-Wüste reicht, sondern an einem alpenländischen Bergsee endet. Mit Halbpension, versteht sich.

Ansonsten klingt so manches vertraut, was Frau Kruger in dem bunten Blatt preisgibt. Worauf sie sich im Alltag mit ihrem Joshua am meisten freue, lautet eine Frage, die Antwort könnte auch aus der Jurte in Pankow kommen: Gern ruft sie ihm ein fröhliches „Du gehst mir auf den Keks!“ zu, das macht der Diane richtig Spaß. Nicht nur ihr.

Aber man muss gar nicht mit einer blonden Schauspielerin bis ins wüste Südamerika, um solch aufregende Sachen zu erleben. Manchmal tut es auch eine Bar am Rosa-Luxemburg-Platz, von der die Kollegin gestern an dieser Stelle zu berichten wusste und die sie von einer weißen Schürze, Donauwellen und Eierlikör träumen ließ. Das sind mal Träume! Man selbst fällt ja nach mehr oder weniger vollbrachtem Tagwerk in einen ebenso schweren wie traumlosen Schlaf.

Was auch Vorteile birgt, denn sollte sich eines Morgens der Vulkan nach den möglichen Träumen des neben ihm ruhenden Ascheberges erkundigen, dann würde die Auskunft, weiße Schürzen und Donauwellen hätten eine wesentliche Rolle gespielt, gewiss für einiges Befremden sorgen.

Aber es fragt ja keiner. Stattdessen kommt der Keksspruch.