Berlin - Am diesjährigen „Tag der Arbeit“ wird es für politische Aktivisten viel zu tun geben – und auch für die Polizei. Denn im Gegensatz zum vergangenen 1. Mai, als fast alle Demonstrationen verboten waren, wird es am Freitagabend und am Sonnabend mehrere große Aufzüge mit Tausenden Teilnehmern geben.

Auch in diesem Jahr geht die Polizei nicht davon aus, dass es friedlich bleibt. Denn die Stimmung in der linksradikalen Szene ist aufgeheizt. In den vergangenen Monaten gab es unter anderem die Räumung der linken Szenekneipe „Meuterei“ in Kreuzberg, begleitet von teils gewalttätigen Demonstrationen. Und am Berliner Landgericht läuft eine Räumungsklage gegen die illegale Kneipe „Kadterschmiede“ im Erdgeschoss des teilbesetzten Hauses Rigaer Straße 94 in Friedrichshain. Ein für diesen Montag angesetzter Verhandlungstermin wurde am Freitag wegen eines Befangenheitsantrags gegen die Richter aufgehoben. Zudem steht voraussichtlich im Juni eine Begehung durch einen Brandschutzsachverständigen in der „Rigaer 94“ an. Von Räumung bedroht ist auch der Köpi-Wagenplatz in Mitte und das selbstverwaltete Jugendzentrum „Potse“ in Schöneberg.

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