Berlin - Georg Senoner sitzt auf einer Holzbank auf dem Washingtonplatz. Auf der Terrasse seines Pizza-Restaurants Allermunde ist an diesem trüben Tag nicht viel los. Es ist zu kalt, die Leute sitzen lieber drinnen, um Mittag zu essen. Georg Senoner kennt die Gegend am Hauptbahnhof – der Glaspalast wird heute zehn Jahre alt – wohl am besten von den Anrainern. Drei Jahre nach der Eröffnung des Bahnhofs hat er 2009 in dem Pavillon auf dem Platz ein Café eröffnet, 2012 das Restaurant. „Wir haben die Sandwüste miterlebt. Hier gab es nichts.“

Die Sandwüste hatte zumindest einen Vorteil: Es gab an jeder Ecke Strandbars wie den Bundespressestrand, dort konnten Partys gefeiert werden, ohne dass sich jemand beschwerte, man konnte die Füße in echten Sand graben. Vor allem das machte die Gegend am Hauptbahnhof besuchenswert. Senoner blickt die Spree entlang, am einstigen Bundespressestrand steht jetzt ein Bundesministerium. Auch an die Bars am Humboldthafen erinnert nichts mehr, außer Brachflächen, auf denen irgendwann gebaut werden soll. „Ich bin hier als einziger übriggeblieben“, sagt Senoner, und klingt fast sentimental.

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