An den 11. November 1989 kann sich der frühere Hofer Bürgermeister Dieter Döhla noch gut erinnern. Mitten in der Nacht hatte ihn ein besorgter Bürger angerufen. „Ich müsse sofort kommen, vor dem Rathaus stünden schon mehrere hundert DDR-Bürger und warteten. Und es war eiskalt in dieser Nacht“, erinnert sich der 70-Jährige. Worauf die Menschen warteten? Auf die Öffnung des Rathauses - und die Auszahlung des Begrüßungsgeldes von 100 D-Mark.

Nach dem Fall der Mauer am 9. November hatten sich zahllose DDR-Bürger spontan auf den Weg in den Westen gemacht. Um Freunde und Verwandte zu treffen, aber auch zum Schauen, Bummeln, Einkaufen. Dazu holten sich viele als erstes das Begrüßungsgeld ab, das die Bundesrepublik seit 1970 jedem DDR-Bürger bei der Einreise in den Westen zahlte - anfangs bis zu zweimal im Jahr 30 Mark, seit 1988 dann 100 Mark, die allerdings nur noch einmal im Jahr gezahlt wurden.

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