Althüttendorf/Strausberg - Binnen eines Tages hat es in Brandenburg gleich zwei Drogen-Razzien gegeben. Das Landeskriminalamt Brandenburg durchsuchte 17 Objekte im Osten und Norden des Landes wegen Drogenhandelverdachts, wie das Polizeipräsidium Brandenburg am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Es kam zu fünf Festnahmen. Der Einsatz lief demnach bereits am späten Mittwochnachmittag an.

Davon unabhängig durchsuchten bei einer weiteren Razzia 150 Einsatzkräfte von Zollfahndung, Landeskriminalamt Berlin und Bundespolizei am Donnerstag Wohnungen und Lagerorte, vor allem in der Gemeinde Althüttendorf (Barnim) und vereinzelt auch in Berlin. Nach Angaben des Zollfahndungsamts Berlin-Brandenburg kam es dabei zu mindestens zwei Festnahmen. Die genaue Zahl stand zunächst noch nicht fest.

Hintergrund dieses Einsatzes ist der Verdacht gegen eine deutsche Tätergruppe, die Rauschgift - darunter Kokain - in großen Mengen aus dem Ausland eingeführt sowie selbst hergestellt und vertrieben haben soll, wie es vom Zollfahndungsamt weiter hieß. Zuvor hatte die „Märkische Allgemeine Zeitung“ online über diese Razzia berichtet.

7 Festnahmen

In welchen Berliner Stadtteilen die Fahnder unterwegs waren, blieb zunächst unklar. Die Gemeinde Althüttendorf mit zwei Ortsteilen liegt nördlich von Eberswalde. Die Autobahn 11 durchquert das Gemeindegebiet. Nach Angaben des Amts Joachimsthal lebten Ende 2017 in der Gemeinde mehr als 600 Einwohner.

Bei der anderen Drogen-Razzia wurden nach Angaben des Polizeipräsidiums Brandenburg zwei Beschuldigte in Strausberg (Märkisch-Oderland) sowie drei weitere in Bernau (Barnim), Fürstenwalde (Oder-Spree) und Oranienburg (Oberhavel) vorläufig festgenommen. Bei dem Einsatz seien auch Spezialeinsatzkräfte und Bereitschaftspolizei beteiligt gewesen. Insgesamt seien 100 Polizeibeamte aus Brandenburg angefordert worden, darunter allein 45 Ermittler des Landeskriminalamtes.

Die Ermittler stellten elf Kilo Cannabis, 3,5 Kilo Amphetamine, Bargeld und Fahrzeuge als Beweismittel sicher, wie es weiter hieß. Zu den Durchsuchungsorten zählten demnach auch Städte wie Neuruppin, Hennigsdorf, Bad Freienwalde und Kyritz. (dpa)