Berlin - Der Mann auf der Anklagebank sieht viel jünger aus als seine 42 Jahre. Bekim H. trägt einen schwarzen Kapuzenpullover und graue Jeans. Den Kopf hat er auf die rechte Hand gestützt, sodass sein Gesicht vom Publikum nicht zu sehen ist. Die beiden Frauen, die ihm gegenübersitzen, lassen ihn an diesem Donnerstag nicht aus den Augen. Sie sind die Mutter und die ältere Schwester von Noelle C., der 15-jährigen Gymnasiastin, die Bekim H. in der Nacht zum 5. August des vorigen Jahres an der Rummelsburger Bucht nach einer versuchten Vergewaltigung ermordet haben soll.

In jener Nacht war Noelle mit anderen jungen Leuten bei einer Geburtstagsfeier, so sagt es Oberstaatsanwalt Ralph Knispel. Mit einer Freundin verließ die Jugendliche die Party. Irgendwann trennten sich die beiden Mädchen. Auf dem Heimweg traf die alkoholisierte Schülerin am Bahnhof Ostkreuz gegen 2 Uhr offenbar auf Bekim H. Aufnahmen aus Überwachungskameras sollen das belegen. Sie soll ihn zunächst freiwillig begleitet haben. An der Rummelsburger Bucht kletterten sie über einen Zaun. 

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