Berlin - Der Schock für die Eltern war so groß, dass sie auch am Freitag noch psychologisch betreut werden mussten. Die Weißenseer hatten am Abend zuvor von der Polizei erfahren, dass ihr 15 Jahre alter Sohn gestorben ist – durch einen Stromschlag aus einer elektrischen Fahrleitung der Bahn, den er auf dem Güterbahnhof Greifswalder Straße in Prenzlauer Berg erlitten hatte. „Die Eltern können es noch immer nicht fassen, sie sind völlig fertig“, sagte ein Ermittler. Inzwischen ist es der Polizei gelungen, den tödlichen Unfall weitgehend zu rekonstruieren – ein Unglück, wie es 2013 in dieser Region vier Mal passiert ist.

Es geschah am Donnerstag, dem zweiten Weihnachtsfeiertag. Die Dunkelheit hatte schon eingesetzt, als sich gegenüber vom S-Bahnhof Greifswalder Straße drei junge Menschen auf die Gütergleise schlichen. Das war einfach. Zwar gibt es eine Videoüberwachung auf dem Güterbahnhofsgelände, die Securitas schickt Streifen vorbei, und ein stabiler Metallzaun soll Unbefugte abwehren. Aber er schützt das Grundstück Greifswalder Straße 80a nur auf drei Seiten. Von den Ringbahngleisen her ist es leicht zugänglich.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.