Berlin - Das Bezirksamt Lichtenberg wehrt sich gegen Vermutungen, es habe als Aufsichtsbehörde bei der Affäre um ein Pflegeheim im Bezirk versagt. Man habe sach- und fachgerecht entschieden und eingegriffen, als die Ausmaße des Missstandes offenbar wurden, hieß es am Mittwoch vom Bezirksamt. Dagegen habe die Heimaufsicht der Senatsverwaltung für Pflege gebremst. Mittlerweile sind nach Angaben des Heimbetreibers 15 Bewohner des Heimes an der Gensinger Straße im Ortsteil Friedrichsfelde an Covid-19 gestorben. Der Fall ist längst zu einem Politikum geworden.

Es waren spitze Töne, die Gesundheits- und Pflegesenatorin Dilek Kalayci am Dienstag anschlug. Die SPD-Politikerin sprach in der Pressekonferenz im Anschluss an die Senatssitzung davon, man warte voller Ungeduld auf einen Bericht des bezirklichen Gesundheitsamtes zu dem Fall. Zu klären sei, ob die Behörde ausreichende Vorgaben gemacht habe und diese dann auch eingehalten wurden. Prinzipiell seien Regeln, Vorschriften und Hygienemaßnahmen streng und gut, sie müssten nur eingehalten werden. Und das müsse kontrolliert werden. Für Kalayci ist jedenfalls ganz klar: „Das Einzige, was zu einem Ausbruch führen kann, ist menschliches Versagen.“

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