Sonne und Erde.
Foto: imago images/blickwinkel

Berlin - Cosmic Distancing – und das scheint auf den großen Skalen des Universums auch angebracht. Denn wenn am 20. Juni astronomisch präzise um 23.43 Uhr der Sommer beginnt, trennen uns 152.030.900 Kilometer von unserem Tagesgestirn. Wären es weniger, würden wir auf unserem Planeten mächtig ins Schwitzen kommen. Die Planeten Merkur und Venus mit ihren lebensfeindlichen Oberflächen sind die abschreckenden Beispiele für zu viel Nähe zur Millionen Grad heißen Korona unserer Sonne. Zum Sommeranfang geht unser Stern in Berlin um 4.43 Uhr auf, erreicht um 13.08 Uhr den höchsten Punkt auf ihrem Tagesbogen und geht um 21.33 Uhr unter. 16 Stunden und 50 Minuten pralle, pure Sonne. Dank der Schräglage unserer Erdachse erleben wir den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Der Lauf der Erde um die Sonne – andersherum wäre es fatal – gibt uns auch in den auf Erden unsteten Zeiten verlässliche kosmische Zyklen. Seit Anbeginn der Menschheit vermuteten wir im Himmel Götter und Sagengestalten, haben aber bis in die Neuzeit die Skalen des Kosmos und unseren menschlichen Platz darin verkannt. Fakten und wissenschaftliche Erkenntnisse sind der Grundstein unseres Wissens um die Welt und sollten Grundpfeiler auch des modernen Diskurses bleiben.

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