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Was tun im Verdachtsfall? Bitte das zuständige Gesundheitsamt (www.service.berlin.de) oder den Hausarzt telefonisch benachrichtigen. Ein Anruf bei der Corona-Hotline des Senats (Tel. 9028 2828, von 8-20 Uhr) hat wegen Überlastung meist wenig Erfolg. Lange Wartezeiten gibt es auch bei der KV-Hotline (Tel. 116117).

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+++ 5. Juli +++

17 neue Corona-Infektionen in Berlin

In Berlin sind 17 neue Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit stieg die Gesamtzahl der registrierten Fälle seit März auf 8450, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Sonntagabend mitteilte. Behandelt werden im Krankenhaus derzeit noch 118 Personen, davon liegen 30 auf der Intensivstation. Das ist eine Person weniger als einen Tag zuvor. 215 Corona-Patienten sind seit März gestorben. Damit kam kein weiterer Todesfall hinzu.

Die Corona-Ampel steht weiterhin bei allen drei Indikatoren auf Grün. Die Reproduktionszahl stieg auf 1,09 (Vortag: 0,82). Das heißt, ein Infizierter steckt etwas mehr als einen Menschen an. Die Zahl gibt die Dynamik des Infektionsgeschehens an und sollte möglichst unter 1,1 liegen.

Würde der Wert dreimal in Folge diese Schwelle überschreiten, würde die Ampel auf Gelb springen; läge er ebenfalls dreimal hintereinander über 1,2, würde die Ampel Rot zeigen.

Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen dann Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen. (dpa)

Zahl der Neuinfektionen sinkt im Kreis Gütersloh weiter

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner im Kreis Gütersloh weiter gesunken. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntag liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz mittlerweile bei 56,0. Am Vortag lag dieser Wert noch bei 66,5 und am Freitag bei 76,6, berichtet dpa. Zum Höhepunkt des Corona-Ausbruchs bei Tönnies vor knapp zwei Wochen lag der Wert bei 270,2. Als Grenzwert für das Ende der regional wiedereingeführten Beschränkungen im Kreis gilt der Wert 50.

Norddeutsche Bundesländer vor dem Ende der Maskenpflicht im Handel?

Mecklenburg-Vorpommern will angesichts niedriger Corona-Infektionszahlen die Maskenpflicht im Handel abschaffen. „Wenn das Infektionsgeschehen so gering bleibt, sehe ich keinen Grund, länger an der Maskenpflicht im Handel festzuhalten“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) der Welt am Sonntag. Er geht davon aus, dass das Kabinett in Schwerin in seiner Sitzung am 4. August das Ende der Maskenpflicht im Einzelhandel beschließen wird.

„Ich kann die Ungeduld des Handels sehr gut nachvollziehen, die Maskenpflicht abzuschaffen“, sagte der Wirtschaftsminister. Die Abstandsregel zum Schutz vor dem neuartigen Coronavirus werde aber grundsätzlich fortbestehen. Glawe kündigte auch Gespräche mit seinen Kollegen in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein an. „Wir versuchen, für alle norddeutschen Bundesländer eine einheitliche Regelung hinzubekommen“, sagte der CDU-Politiker. „Noch lieber wäre mir ein bundesweites Ende der Maskenpflicht im Handel.“

+++ 4. Juli +++

Mehr als 10.000 Tote in Corona-Krise in Russland

In Russland sind in der Corona-Krise insgesamt mehr als 10 000 Menschen im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 gestorben. 168 Todesfälle seien zuletzt gemeldet worden, teilten die russischen Behörden am Samstag in Moskau mit. Damit gibt es mehr Tote in Russland als in Deutschland, wo rund 9000 Tote registriert wurden. Die meisten Todesopfer in der Pandemie verzeichnen die USA mit knapp 130.000 Fällen.

In Russland, dem größten Land der Erde, haben sich bislang rund 675.000 Menschen mit dem hochansteckenden Coronavirus infiziert. Jeden Tag kommen landesweit noch immer knapp 7000 neue Fälle hinzu. Für viele Wochen gab es vor allem in der Hauptstadt Moskau strenge Ausgangsbeschränkungen, was die Infektionszahlen etwas drückte. Auch weiterhin wird im öffentlichen Raum das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes vorgeschrieben, was jedoch nicht überall eingehalten wird.

Immer wieder gab es Berichte über geschönte Corona-Statistiken in Russland. Behördenvertreter wiesen dies jedoch vehement zurück. Zuletzt wurde ein Demograf des russischen Statistikamtes entlassen. Der Mann hatte zuvor die offiziellen Zahlen angezweifelt, wie das Portal Meduza berichtete. (dpa)

41 neu registrierte Corona-Infektionen in Berlin

In Berlin sind 41 neue Fälle von Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit stieg die Gesamtzahl der registrierten Fälle seit März auf 8433, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Samstag mitteilte. 7646 dieser Menschen gelten demnach wieder als genesen. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 122 Menschen. 31 von ihnen liegen auf der Intensivstation. Das sind 9 mehr als einen Tag zuvor. Damit hat sich diese Zahl um rund 40 Prozent erhöht. 215 Corona-Patienten sind seit März gestorben. Damit kam ein weiterer Todesfall hinzu.

Die Corona-Ampel steht weiterhin bei allen drei Indikatoren auf Grün. Die Reproduktionszahl liegt bei 0,82. Das heißt, ein Infizierter steckt weniger als einen Menschen an. (dpa)

Mehr als 22.000 Infektionen an einem Tag in Indien

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Indien hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie aus Daten des nationalen Gesundheitsministeriums hervorgeht, wurden binnen 24 Stunden bis Samstagmorgen 22.771 neue Fälle registriert. Im gleichen Zeitraum starben 442 Menschen mit oder an dem Erreger Sars-CoV-2. Indien ist auf Platz vier der am stärksten von Corona betroffenen Länder der Welt - nach Russland, Brasilien und den USA.

In dem südasiatischen Land mit rund 1,3 Milliarden Einwohnern ist der Erreger Sars-CoV-2 bislang bei rund 648.000 Menschen nachgewiesen worden. Mehr als 18.000 starben im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Spanien stellt eine Großstadt unter Quarantäne

Erstmals seit der Lockerung der Coronamaßnahmen in Spanien ist wieder eine Großstadt wegen steigender Infektionszahlen unter Quarantäne gestellt worden. Das teilte der katalanische Regionalpräsident Quim Torra am Samstag mit. In der katalanischen Region Segrià mit der Großstadt Lleida seien insgesamt 200.000 Menschen betroffen, berichtete die Zeitung La Vanguardia laut dpa. 

Die Quarantäne gelte ab Samstag 12 Uhr. Danach dürfe niemand mehr in die Stadt und umliegende Gemeinden im Westen der Provinz reisen oder sie verlassen, außer um zur Arbeit zu gelangen. Bewohner der Quarantäneregion dürften jedoch einmalig noch bis 16 Uhr an ihren Wohnort in der Zone zurückkehren. Die Polizei errichtet Kontrollposten an den Zufahrtsstraßen.

Ein Lockdown innerhalb der Quarantänezone sei bisher noch nicht nötig, zitierte die Zeitung die katalanische Gesundheitsministerin Alba Vergés. Geschäfte und Restaurants müssten deshalb nicht wieder schließen, die Menschen dürften ihre Wohnungen jederzeit verlassen. Vergés rief die Bevölkerung jedoch auf, Versammlungen zu meiden und familiäre Feiern stark zu begrenzen oder zu verschieben.
Nach Angaben der Gesundheitsbehörden waren am Freitag 4030 Infektionsfälle in der Region registriert. Das seien 60 mehr als am Donnerstag gewesen, als ein Anstieg um 128 Fälle im Vergleich zum Mittwoch festgestellt worden war.

Im Laufe der Woche seien es insgesamt 365 Fälle gewesen. In Krankenhäusern der Stadt würden 28 an Covid-19 erkrankte Menschen behandelt, davon sechs auf Intensivstationen. Die meisten Infektionen stünden mit Agrarbetrieben, Seniorenheimen und einem Wohnviertel in Zusammenhang, berichtete die Zeitung Las Provincias.

Freundin von Donald Trump Jr. positiv auf Corona getestet

Die Freundin des ältesten Sohnes von US-Präsident Donald Trump ist positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die 51-jährige Kimberly Guilfoyle, die mit Donald Trump Jr. liiert ist, wurde sofort unter Quarantäne gestellt, wie die New York Times am Freitag berichtete. Die ehemalige Journalistin des TV-Senders Fox News war nach South Dakota gereist, um der Rede von Trump zum Unabhängigkeitstag beizuwohnen. Bei einem Routinetest sei die Infektion festgestellt worden, berichtet AFP

Einem solchen Test mussten sich alle Menschen unterziehen, von denen erwartet wurde, dass sie sich im engeren Umfeld des Präsidenten aufhalten. Donald Trump Jr. sei negativ getestet worden, habe sich aber auch in Selbstisolation begeben, erklärte der Stabschef des Finanzkommitees von Trumps Wahlkampfteam in der New York Times. Guilfoyle gehe es gut, sie zeige keine Symptome, sagte er weiter.

Guilfoyle ist der dritte dem US-Präsidenten nahe stehende Mensch, der bislang positiv auf das Virus getestet wurde, wie US-Medien berichteten.

Die USA sind das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land weltweit. Bislang wurden insgesamt 2,79 Millionen Ansteckungen in dem Land nachgewiesen. Mehr als 129.400 Menschen starben.

+++ 3. Juli +++

48 neu erfasste Corona-Infektionen in Berlin - kein neuer Todesfall

In Berlin sind 48 neue Fälle von Corona-Infektionen gemeldet worden. Damit stieg die Gesamtzahl der registrierten Fälle seit März auf 8392, wie die Senatsgesundheitsverwaltung am Freitag mitteilte. 7612 dieser Menschen gelten demnach mittlerweile als genesen. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 111 Menschen. 22 davon liegen auf der Intensivstation.

214 Corona-Patienten sind seit März gestorben, die Zahl hat sich seit Dienstag nicht verändert. Die verstorbenen Patienten staffeln sich nach Altersgruppen wie folgt: drei der Verstorbenen waren 40 bis 49 Jahre alt, zwölf 50 bis 59 Jahre alt, 23 verstorbene Patienten waren 60 bis 69 Jahre alt, 59 der Verstorbenen waren 70 bis 79 Jahre alt, 81 waren 80 bis 89 Jahre alt und 36 verstorbene Patienten waren 90 Jahre und älter. Der Altersmedian der Verstorbenen liegt bei 81 Jahren.

Die Berliner Corona-Ampel leuchtet weiter grün, der Senat muss deshalb nicht über neue Maßnahmen beraten. Die Reproduktionszahl – der sogenannte R-Wert – stieg im Vergleich zum Vortag von 0,54 auf 0,64. Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche im Verhältnis zur Einwohnerzahl blieb unverändert bei 8,32 pro 100.000 Einwohner, der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden, sank von 2 (Wert von Donnerstag) auf 1,7 Prozent. (dpa)

Nach Corona-Fall: Sommerbad Wilmersdorf öffnet wieder

Nach der vorsorglichen Schließung wegen eines Corona-Falls öffnet das Sommerbad Wilmersdorf am Samstag wieder. Das zuständige Gesundheitsamt habe keine besonderen Maßnahmen veranlasst, teilten die Berliner Bäderbetriebe am Freitag mit. Dennoch sei das Bad desinfiziert worden.

Am Donnerstag hatte das Bad in der Forckenbeckstraße kurzfristig den Betrieb eingestellt, nachdem eine Schwimmaufsicht positiv auf das Coronavirus getestet worden war. Die Bäderbetriebe und das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf hatten das Risiko für die Badegäste als gering eingeschätzt. Nach Angaben des Gesundheitsstadtrats Detlef Wagner (CDU) hatte die Mitarbeiterin keinen direkten Kontakt zu Gästen. Zudem sei sie zu Hause geblieben, als sie erste Symptome hatte.

Das Amt nahm Abstriche bei den Kollegen, die in der Schicht der Frau gearbeitet hatten. Die Ergebnisse wurden für Freitag erwartet. Das Bezirksamt war am Nachmittag nicht erreichbar.

Die Bäderbetriebe erinnerten Besucher am Freitag daran, weiter den Mindestabstand von 1,50 Metern einzuhalten. (dpa)

Pubs und Restaurants in England öffnen wieder

Nach mehr als drei Monaten Schließung wegen der Corona-Epidemie öffnen ab Samstag Hotels, Bars, Restaurants und vor allem die beliebten Pubs in England wieder. Damit Restaurants und Kneipen die nach wie vor geltenden Abstandsregeln und andere Corona-Auflagen erfüllen können, hatte die britische Regierung im Vorfeld die Lizenzerteilung für den Verkauf von Getränken und Essen im Freien vereinfacht. So dürfen Kunden unter anderem auch auf den Parkplätzen bedient werden.

Die Lockerungen gelten nur für England; Schottland, Wales und Nordirland erlassen ihre eigenen Corona-Bestimmungen. Mit dem Schritt will die Regierung in London die durch die Epidemie eingebrochene Wirtschaft weiter ankurbeln. Mit rund 44.000 Corona-Toten ist Großbritannien das am stärksten von der Pandemie betroffene Land in Europa. Die Infektionsraten gingen zuletzt jedoch zurück. (afp)

Spahn: 300 bisher über Corona-Warn-App gemeldete Infektionen

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn geht davon aus, dass bislang rund 300 Covid-19-Infektionen über die deutsche Corona-Warn-App gemeldet wurden. Das sagte der CDU-Politiker in der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Spahn bezieht sich dabei auf „die Zahl der Verschlüsselungscodes“, die von der zugehörigen Telefon-Hotline ausgegeben wurden. „Mehr wissen wir aus Datenschutzgründen nicht“, sagte Spahn.

Die App wurde nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Freitag inzwischen 14,6 Millionen Mal auf Smartphones geladen. Das sei häufiger als ähnliche Apps in allen anderen EU-Ländern zusammen, sagte Spahn. Allerdings warnte der Minister davor, die neue Anwendung zu überschätzen. „Die App ist ein Werkzeug von vielen, um neue Ausbrüche einzudämmen. Sie ist kein Allheilmittel. Wir müssen trotzdem weiter aufeinander achtgeben, Abstand halten, Alltagsmaske tragen, Hygieneregeln einhalten.“

Die App kann inzwischen nicht nur von Menschen in Deutschland installiert werden, sondern ist auch in den Stores von Google und Apple in allen 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union sowie in Großbritannien und Norwegen erhältlich. Dieses Angebot richtet sich an Touristen und Geschäftsreisende, die Deutschland besuchen, aber auch an Ausländer, die ständig oder befristet in Deutschland leben.

Trinken statt Parken - Kneipentische auf Autoparkplätzen in Kreuzberg

Immer mehr Kneipen und Restaurants in Friedrichshain-Kreuzberg stellen ihre Tische und Stühle auf Gehwegen und Parkplätzen an den Straßen auf. Für mehr als 100 Kneipen habe es bereits eine Genehmigung zur Nutzung von Parkstreifen am Wochenende gegeben, teilte das Bezirksamt am Freitag mit. Damit solle die Corona-Ansteckungsgefahr, die im Freien geringer ist, reduziert werden.

Auf den Parkplätzen vor den entsprechenden Kneipen dürfen Tische und Stühle nun offiziell von Freitag bis Sonntag von 11 bis 22 Uhr stehen. Genutzt würden diese Möglichkeiten besonders am Boxhagener Platz und in der Samariterstraße in Friedrichshain sowie am Paul-Lincke-Ufer, am Chamissoplatz und in der Dresdener Straße in Kreuzberg. Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann (Grüne) sprach von einer „Neuverteilung des öffentlichen Raumes“. (dpa)

Arznei Remdesivir erhält europäische Zulassung für Covid-19

Der Wirkstoff Remdesivir wird in Europa unter Auflagen zur Behandlung schwerer Fälle von Covid-19 zugelassen. Die Entscheidung gab die EU-Kommission am Freitag bekannt. (dpa)

Niedersachsen hebt Teilnehmergrenze für Veranstaltungen an

Die erlaubte Teilnehmerzahl für Veranstaltungen in Niedersachsen wird zum 6. Juli von 250 auf 500 angehoben. Das teilte die Landesregierung am Freitag in Hannover mit. Andere Bundesländer hätten schon jetzt eine höhere Obergrenze, ohne dass es zu größeren Corona-Ausbrüchen gekommen sei, sagte Regierungssprecherin Anke Pörksen. „Deshalb wird auch Niedersachsen jetzt etwas mutiger.“ Das Land wolle aber vorsichtig und umsichtig vorgehen.

Voraussetzung für die Veranstaltungen ist weiterhin, dass die Zuschauer mindestens eineinhalb Meter Abstand zu anderen Gästen einhalten, wenn sie nicht zu einer gemeinsamen Gruppe von maximal zehn Personen gehören. Außerdem müssen die Gäste drinnen einen Mund-Nase-Schutz tragen und Sitzplätze einnehmen. Neu ist, dass sie den Mundschutz am Sitzplatz ablegen dürfen. Das sei vor allem für Kinos wichtig, für die der Verkauf von Popcorn, Cola und Eis wirtschaftlich besonders relevant sei, sagte der Referatsleiter für Recht und Verfassung der Staatskanzlei, Jens-Martin Weißer. (dpa)

81 Prozent der Deutschen wechseln oder waschen ihre Maske mindestens wöchentlich

Über Dreiviertel der Deutschen wechseln oder waschen ihre Mund-Nasen-Masken einmal pro Woche oder öfter. Das geht aus einer am Freitag veröffentlichten repräsentativen Umfrage für das Magazin "Focus" hervor. Demnach tauschen 81 Prozent die Masken mindestens wöchentlich aus.

17 Prozent der Befragten tun dies nach jedem Gebrauch, 32 Prozent täglich und weitere 32 Prozent zumindest wöchentlich. Acht Prozent erklärten, ihre Maske selten zu reinigen, sechs Prozent tun dies nach eigenen Angaben nie. Das Institut Kantar befragte in der vergangenen Woche rund 1000 Menschen. (AFP)

Neun neue Corona-Infektionen in Brandenburg

Die Zahl der Corona-Infektionen steigt in Brandenburg weiter leicht. Neun neue nachgewiesene Infektionen meldete das Gesundheitsministerium am Freitag (Stand 8.00 Uhr). Zuvor waren elf neue Infektionen hinzugekommen. Seit Anfang März wurden insgesamt 3479 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 registriert, 172 Corona-Patienten starben. 3200 Menschen gelten als genesen, das sind 20 mehr als am Vortag. Die Zahl aktiv Erkrankter sank von 120 auf 110 Menschen. Diese rechnerische Größe wird ermittelt, indem von den bestätigten Infektionsfällen die geschätzte Zahl der Genesenen und die Sterbefälle abgezogen werden. (dpa)

Serbiens Regierung verhängt Corona-Maßnahmen für Belgrad

Nach einem starken Anstieg der Infektionszahlen hat die serbische Regierung am Freitag für die Hauptstadt Belgrad Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus verhängt. So gilt nunmehr Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Ämtern. Zuwiderhandelnde können mit Geldstrafen bis 5000 Dinar (42 Euro) belegt werden. Gaststätten, Cafés und Clubs müssen spätestens um 23 Uhr schließen. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind nur mehr noch mit bis zu 100 Teilnehmern, im Freien mit bis zu 500 Teilnehmern erlaubt. Ein Sicherheitsabstand von 1,5 Metern ist einzuhalten.

Serbien hatte am Vortag 359 neue Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 verzeichnet, das die Krankheit Covid-19 auslösen kann. Vier Fünftel der Fälle ereigneten sich im Großraum Belgrad, wo 2,5 Millionen der knapp 7 Millionen Serben leben. Bis zum Donnerstag nachmittag waren nachweislich 15 195 Menschen mit Coronavirus infiziert. 1996 Fälle galten als aktiv, 287 Patienten starben mit dem Virus. (dpa)

Ryanair verspricht Ticketerstattungen bis Ende Juli

Europas größter Billigflieger Ryanair will die ausstehenden Erstattungen für in der Corona-Krise abgesagte Flüge schneller bearbeiten. Mehr als 90 Prozent der zwischen März und Juni betroffenen Kunden sollen ihr Geld bis Ende Juli erhalten, versprach Manager Eddie Wilson laut einer Mitteilung des irischen Unternehmens vom Freitag. Man habe zusätzliche Mitarbeiter geschult, um den Stau zu beseitigen.

Nach EU-Recht sind Fluggesellschaften bei von ihnen stornierten Flügen verpflichtet, den Ticketpreis innerhalb von sieben Tagen zu erstatten. In der Corona-Krise hatte dies auch bei anderen Gesellschaften nicht geklappt. So hat der Lufthansa-Konzern vor einer Woche angekündigt, den Stau innerhalb von sechs Wochen zu beseitigen. Es standen noch rund eine Milliarde Euro an Erstattungen aus.

Ryanair nannte weder Zahl noch Summe der Erstattungen. Stand Ende Juni seien alle Anträge aus dem März und die Hälfte der April-Anträge bearbeitet gewesen. Das Unternehmen beschuldigte erneut Online-Reisebüros, bei ihren Buchungen gefälschte E-Mail-Adressen und virtuelle Kreditkarten zu verwenden, die nicht zu einzelnen Verbrauchern zurückverfolgt werden könnten. Die Büros müssten die Daten ihrer Kunden offenlegen, damit an diese Erstattungen fließen könnten. (dpa)

Deutsche müssen bei Reisen nach England nicht mehr in Quarantäne

Deutsche müssen sich bei einer Reise nach England künftig dort nicht mehr in eine 14-tägige Quarantäne begeben. Die britische Regierung gab in der Nacht zum Freitag eine entsprechende Lockerung der wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen bekannt. Der Wegfall der Quarantäne-Pflicht gilt ab dem 10. Juli. Auch Einreisende aus Frankreich, Italien und Spanien müssen sich dann nicht mehr in Isolation begeben.

In anderen Teilen des Vereinigten Königreichs wird allerdings weiterhin die Quarantäne-Vorschrift gelten. Wer aus Deutschland also nach Schottland, Wales oder Nordirland reist, muss sich dort weiterhin für zwei Wochen in Isolation begeben.

Wegen der Quarantäne-Pflicht warnt das Auswärtige Amt in Berlin bislang vor Reisen nach ganz Großbritannien. Die britische Regierung äußerte jedoch die Erwartung, dass die jetzige teilweise Aufhebung der Vorschrift zu entsprechenden Lockerungen bei den davon profitierenden Staaten führen werde. (AFP)

Verwirrung und Staus an griechischen Grenzen wegen Corona-Tests

An den griechischen Einreisestellen kommt es seit Tagen zu Staus und Missverständnissen wegen Corona-Tests. An der Grenze Griechenlands zu Bulgarien hatte sich bereits am Freitagmorgen abermals ein mehr als zehn Kilometer langer Stau gebildet. Der Grund für das lange Warten von bis zu sechs Stunden in sengender Hitze sei der Personalmangel auf griechischer Seite sowie die Coronatests, die alle Urlauber aus Nicht-EU-Staaten machen müssen, wie das Staatsfernsehen (ERT) berichtete.

Frust auch im Tourismusministerium: Am Donnerstagabend landete während einer Live-Übertragung eines privaten TV-Senders ein Flieger aus Stockholm auf dem Flughafen von Rhodos. Reporter fragten, wieso ein Flug aus Schweden ankommt, obwohl Direktflüge aus diesem Land bis 15. Juli nicht erlaubt seien. Das Ministerium für Tourismus in Athen gab an, es sei ein Sonderflug, in dem Journalisten und wichtige Funktionäre eines großen Reiseunternehmens saßen. Reporter wollen zugleich festgestellt haben, dass auch normale Urlauber darunter gewesen sein sollen. (dpa)

Makabere Corona-Partys in Alabama? - Universität geht Gerüchten nach

Die Universität von Alabama geht Gerüchten nach, wonach sich ihre Studenten in der US-Stadt Tuscaloosa gezielt zu Partys mit Corona-Infizierten verabredet haben sollen. Die Berichte seien schon länger bekannt, man habe aber bislang keine Teilnehmer solcher Aktivitäten identifizieren können, teilte die Universität am Donnerstag (Ortszeit) mit. Der Feuerwehrchef der Stadt, Randy Smith, bestätigte bei einer Stadtratssitzung am Dienstag, dass junge Leute Partys veranstaltet und positiv Getestete eingeladen hätten.

Mehrere US-Medien berichteten unter Berufung auf eine Stadträtin, dass es bei den Feiern darum gegangen sein soll, sich möglichst schnell mit Sars-CoV-2 anzustecken. Die Studenten hätten vorher Geld in einen Topf geworfen, das dann an die erste positiv getestete Person ausgezahlt werden sollte. Ob sich dabei tatsächlich jemand infiziert hat, ist nach Medienberichten nicht bekannt.

Im US-Bundesstaat Alabama mit seinen knapp fünf Millionen Einwohnern haben sich nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität bislang über 40.000 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. Fast 1000 sind an oder mit dem Virus gestorben. (dpa)

Neuer Rekord bei Coronavirus-Infektionen in den USA

Das Coronavirus breitet sich weiterhin rasant in den USA aus. Am Donnerstag erreichte die Zahl der verzeichneten Neuinfektionen mit 53.069 Fällen binnen 24 Stunden abermals einen neuen Höchststand, wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore mitteilte. Damit wurde ein erst am Vortag erreichter Höchststand von 52.898 Neuinfektionen übertroffen.

Insgesamt wuchs die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA auf 2,735 Millionen an. Zuletzt wurden zudem der Universität zufolge weitere 649 Todesfälle verzeichnet, womit die Gesamtzahl der registrierten Corona-Toten auf 128.677 stieg. Die Vereinigten Staaten sind sowohl hinsichtlich der Ansteckungs- als auch der Totenzahlen das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt.

Die Rate der Infektionen hatte in den USA in den vergangenen Wochen wieder deutlich zugenommen. Kritiker bezeichneten deswegen die Lockerungen der Corona-Beschränkungen als voreilig. In mehreren Regionen des Landes wurden diese Restriktionen inzwischen teilweise wieder rückgängig gemacht oder neue Arten von Beschränkungen verhängt.

Besonders betroffen vom zuletzt starken Anstieg der Infektionszahlen sind Bundesstaaten im Süden wie Texas und Florida, aber auch der Westküstenstaat Kalifornien. In Texas ordnete der als enger Verbündeter von Präsident Donald Trump geltende republikanische Gouverneur Greg Abbott eine Maskenpflicht für alle Bezirke an, in denen mindestens 20 Corona-Infektionen nachgewiesen wurden. Auch verhängte Abbott ein Verbot von Versammlungen mit mehr als zehn Teilnehmern. Zudem gelten nun Abstandsregeln. (AFP)

+++ 2. Juli +++

Coronavirus: Derzeit 8344 bestätigte Fälle in Berlin

In Berlin gibt es derzeit 8344 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus. Das teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Abend mit. Die Kontaktpersonen werden im Rahmen der Containment-Strategie ermittelt, kontaktiert und isoliert.

4089 Personen sind männlich, 4250 weiblich. Bei fünf Personen wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 121 Covid-19-Erkrankte, davon werden 26 intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen sind häuslich isoliert.

214 an dem neuartigen Coronavirus erkrankte Patienten sind bislang verstorben. Die verstorbenen Patienten staffeln sich nach Altersgruppen wie folgt: drei der Verstorbenen waren 40 bis 49 Jahre alt, zwölf 50 bis 59 Jahre alt, 23 verstorbene Patienten waren 60 bis 69 Jahre alt, 59 der Verstorbenen waren 70 bis 79 Jahre alt, 81 waren 80 bis 89 Jahre alt und 36 verstorbene Patienten waren 90 Jahre und älter. Der Altersmedian der Verstorbenen liegt bei 81 Jahren.

Alle drei Indikatoren der Berliner Corona-Ampel sind weiter im grünen Bereich. Die Reproduktionszahl – der sogenannte R-Wert – sank im Vergleich zum Vortag leicht von 0,58 auf 0,54. Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche im Verhältnis zur Einwohnerzahl blieb unverändert bei 8,3 pro 100.000 Einwohner, der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden, liegt nun bei 2 Prozent (Mittwoch: 2,7 Prozent). (BLZ/dpa)

Sommerbad Wilmersdorf nach Corona-Fall in Belegschaft geschlossen

Freizeitsportler schwimmen im Sommerbad Wilmersdorf. Ein Corona-Fall in der Belegschaft hat am Donnerstag zur Schließung des Sommerbads Wilmersdorf geführt.
Foto: Kay Nietfeld/dpa

Ein positiver Corona-Test bei einer Schwimmaufsicht hat am Donnerstag zur Schließung des Sommerbads Wilmersdorf geführt. Das Bad in der Forckenbeckstraße sollte auch am Freitag geschlossen bleiben, wie die Berliner Bäderbetriebe mitteilten. Gebuchte Eintrittskarten sollten demnach storniert werden. Kunden sollten ihr Geld zurückerhalten. Wann das Bad wieder öffnet, hänge von den Absprachen mit dem Bezirksamt ab, hieß es.

Die Bäderbetriebe und das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf schätzten das Risiko für die Badegäste als gering ein. Nach Angaben des Gesundheitsstadtrats Detlef Wagner (CDU) hatte die Mitarbeiterin keinen direkten Kontakt zu Gästen. Zudem sei sie zu Hause geblieben, als sie erste Symptome hatte. Das Amt nahm Abstriche bei den Kollegen, die in ihrer Schicht gearbeitet hatten. Die Ergebnisse wurden für Freitag erwartet. Nach Angaben der Bäderbetriebe war die Frau in den vergangenen Wochen nur in dem Bad im Einsatz gewesen.

Wegen der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie sind die Freibäder tagsüber nicht durchgehend geöffnet. Wer eine Abkühlung sucht, muss sich vorab für bestimmte Zeitfenster anmelden. Dazwischen werden die Bäder geschlossen und die Anlagen zum Teil desinfiziert. Viele Duschen und Umkleiden sowie Spielplätze, Rutschen und Sprungtürme sind nicht geöffnet. Wegen der begrenzten Besucherkontingente waren zuletzt viele mögliche Badetermine schnell ausgebucht. (dpa)

Biden: Trumps Corona-Politik für Krise am Arbeitsmarkt verantwortlich

„Wir sind immer noch in einer tiefen, tiefen Arbeitsmarktkrise, weil Donald Trump den Kampf gegen das Coronavirus so sehr verpatzt hat – und jetzt im Grunde völlig aufgegeben hat. Millionen Amerikaner hätten ihre Jobs noch, wenn Donald Trump seinen Job gemacht hätte.“ Das sagte der designierte Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, am Donnerstag nach der Bekanntgabe der im Monat Juni auf 11,1 Prozent gesunkenen Arbeitslosenquote zur Politik des US-Präsidenten.

Trump dagegen spielte die Bedeutung der Zuspitzung der Coronavirus-Pandemie herunter. Es gebe vereinzelte Brandherde, diese würden aber schnell bekämpft. „Wir löschen die Feuer“, sagte Trump. Die Demokraten werfen dem Republikaner wegen seiner Zurückhaltung in der Corona-Krise vor, den Kampf gegen das Virus aufgegeben zu haben. Die USA hatten die Pandemie nie annähernd unter Kontrolle gebracht: Die Zahl der täglichen Neuinfektionen fiel nie wirklich unter 20.000. (dpa)

Schausteller demonstrieren gegen Corona-Einschränkungen

Mit einer Kundgebung und einem Fahrzeugkorso haben Schausteller aus ganz Deutschland in Berlin für die Aufhebung von Corona-Beschränkungen demonstriert. Zur Kundgebung am Brandenburger Tor kamen laut Polizei 1600 Teilnehmer, die auch um die 1000 Fahrzeuge dabei hatten. Zuvor fuhren viele von ihnen in einem Korso durch die Innenstadt. Vor dem Wahrzeichen stellten Demonstranten Autoscooter-Fahrzeuge auf, an einem Kran schwebte die Gondel eines Riesenrades.

Das Verbot von Großveranstaltungen bis mindestens Ende Oktober komme faktisch einem Berufsverbot gleich, argumentierten die Schausteller und beklagten eine Ungleichbehandlung bei den Lockerungen. Wenn Restaurants wieder offen seien und Fußgängerzonen voll, müsse auch das Kirmesgeschäft an der frischen Luft wieder erlaubt werden. (dpa)

Kita in Neuruppin nach Corona-Fall geschlossen

Nach einem Corona-Fall bleibt eine Kindertagesstätte in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) bis auf weiteres geschlossen. Eine Mitarbeiterin sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Büro des Landrats am Donnerstag mit. Die 41 betroffenen Kinder und acht Beschäftigten der Kita seien bereits getestet worden, mit den ersten Ergebnissen werde am Freitag gerechnet. Das Gesundheitsamt habe für sie ebenso wie für ihre Eltern und die Haushaltsangehörigen der Mitarbeiter vorläufig häusliche Isolation angeordnet. Am Freitag sollen weitere Kontaktpersonen getestet werden. (dpa/bb)

Thüringer Krankenhaus bestätigt Infektion von 69 Mitarbeitern

Das Greizer Kreiskrankenhaus in Thüringen hat bestätigt, dass zwischen dem 19. März und dem 18. Mai 69 Mitarbeiter des Hauses positiv auf das Coronavirus getestet worden sind. Seither seien keine neuen Corona-Fälle innerhalb der Klinikbelegschaft nachgewiesen worden, teilte das Krankenhaus am Donnerstag in Greiz mit. Unklar sei, ob die Mitarbeiter sich im beruflichen oder privaten Umfeld infiziert hatten.

Der Kreis Greiz mit rund 98.000 Einwohnern war lange der größte Hotspot der Corona-Pandemie in Thüringen und sorgte mit hohen Infektionsraten auch bundesweit für Aufsehen. Nach Zahlen des Sozialministeriums sind bisher in dem Landkreis 669 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, 48 sind an oder mit einer solchen Infektion gestorben. (dpa)

Corona: Reiseveranstalter dürfen Gutscheine statt Geld anbieten

Reiseveranstalter, die ihren Kunden wegen einer coronabedingt geplatzten Pauschalreise Geld zurückzahlen müssen, dürfen diesen als Alternative einen Gutschein anbieten. Einem entsprechenden Gesetzentwurf der Bundesregierung hat der Bundestag am Donnerstag zugestimmt. Die Kunden können sich für eine Rückzahlung des gezahlten Geldes oder für den Gutschein entscheiden.

Dem Entwurf zufolge sollen Pauschalreisende ihr Geld zurückverlangen können, wenn der Urlaub wegen der Coronavirus-Pandemie ausfällt. Eine ursprünglich geplante Gutscheinpflicht, die helfen sollte, Insolvenzen in der Reisebranche zu vermeiden, soll es nicht geben. Sie scheiterte am Widerstand der Brüsseler EU-Kommission. Verbraucher, die ihre Pauschalreise vor dem 8. März gebucht haben, können aber freiwillig einen Gutschein wählen, dessen Wert auch dann staatlich abgesichert ist, wenn Anbieter pleitegehen. (dpa)

Jeder zweite Deutsche hat Sorge vor zweiter Corona-Infektionswelle

Die Furcht vor einer zweiten Corona-Infektionswelle ist in der Bevölkerung nach wie vor verbreitet. Die Hälfte der befragten Deutschen sorgt sich laut dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-„Deutschlandtrend“ davor, dass die Zahl der Infektionen in den kommenden Wochen wieder deutlich ansteigt. Bei 13 Prozent der Menschen ist diese Sorge demnach sehr groß, bei 37 Prozent groß.

Auf der anderen Seite sind viele Menschen deutlich gelassener. Bei 32 Prozent der Befragten ist die Sorge vor einer zweiten Infektionswelle laut der Umfrage weniger groß, bei 17 Prozent sogar klein. (AFP)

Gabriel war Berater für Fleischkonzern Tönnies

Der frühere Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) war für den Fleischkonzern Tönnies als Berater tätig. „Es gab ein dreimonatiges Beratungsverhältnis mit Tönnies“, sagte Gabriel am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Vom März bis Mai 2020 habe er für das Unternehmen handelsrechtliche Fragen klären sollen, sagte Gabriel.

Im Stammwerk des Tönnies-Fleischkonzerns im westfälischen Kreis Gütersloh hatten sich im Juni weit mehr als 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. Deshalb gab es heftige Kritik an den Arbeitsbedingungen im Unternehmen. Die Anfrage des Konzerns habe er bereits im Februar erhalten, sagte Gabriel der dpa. Inhaltlich sei es dabei um ein drohendes Exportproblem im Zusammenhang mit der Afrikanischen Schweinepest gegangen. Dem Spiegel erklärte er, dass er seine Tätigkeit nicht als Lobbyarbeit begriffen habe. 

Die aktuelle SPD-Spitze reagierte mit Befremden auf das Engagement Gabriels. Mit deutlicher Kritik reagierte die Linke-Spitze auf den Beratervertrag. „Das rundet das Gesamtbild von Sigmar Gabriel ab. Er hat keine Skrupel, als Sozialdemokrat für einen der größten Ausbeuter zu arbeiten“, sagte der Parteivorsitzende Bernd Riexinger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). (dpa)

Serbien verzeichnet starken Anstieg von Corona-Infektionen

Das Balkanland Serbien verzeichnet einen starken Anstieg von Infektionen mit dem Coronavirus. In den letzten 24 Stunden seien 359 neue Fälle von Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 festgestellt worden, teilten die Gesundheitsbehörden am Donnerstag in der Hauptstadt Belgrad mit. Schon an den fünf Tagen zuvor waren täglich jeweils zwischen 193 und 276 neue Infektionen registriert worden.

Bis zum Donnerstag waren nachweislich 15.195 Menschen mit dem Virus infiziert, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 1996 Fälle galten als aktiv, 287 Patienten starben mit dem Virus, sechs von ihnen in den letzten 24 Stunden.

Mit zweistelligen täglichen Zuwachszahlen Ende Mai und Anfang Juni schien Serbien die schlimmste Phase der Corona-Pandemie überstanden zu haben. Die jüngste Entwicklung markiere jedoch einen gegenteiligen Trend, sagen Gesundheitsexperten. Möglicherweise haben ihn abrupte Lockerungen nach Aufhebung des Ausnahmezustands am 6. Mai begünstigt. (dpa)

Trotz Corona: French Open mit bis zu 20.000 Zuschauern am Tag

Die Veranstalter der French Open wollen trotz der grassierenden Corona-Pandemie bis zu 20.000 Zuschauer pro Tag für das Grand-Slam-Turnier zulassen. Dies teilte der französische Tennisverband (FFT) am Donnerstag mit. Bei den Finals sollen bis zu 10.000 Zuschauer anwesend sein können. Die diesjährige Ausgabe wurde auf den Zeitraum vom 27. September bis 11. Oktober verlegt.

„Die Anzahl der im Stadion erlaubten Zuschauer wird 50 bis 60 Prozent der gewohnten Kapazität betragen, was uns erlaubt, die geltenden Abstandsregeln zu befolgen“, hieß es in einem Statement der FFT. Tickets sollen am 9. Juli in den Verkauf gehen. Die Besucherzahl könnte noch erhöht werden, sofern es die Corona-Situation in Frankreich erlaubt. Allerdings wies der Verband darauf hin, dass die Zuschauerzahlen auch noch reduziert werden könnten, sofern es die Lage erfordert. 

Israel vor neuer Corona-Welle

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 966 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert stammt mit 819 vom 3. April. Im Vergleich dazu haben die Gesundheitsämter in Deutschland am Mittwoch 503 neue Corona-Infektionen gemeldet. Israel hat also fast doppelt so viele Neuinfektionen – wobei Deutschland etwa neunmal mehr Einwohner hat als Israel.

Nach Angaben des Gesundheitsministeriums ist der Erreger Sars-CoV-2 bisher bei 26.452 Menschen in Israel nachgewiesen worden, 324 Infizierte sind gestorben. In den Palästinensergebieten gibt es bisher 2758 bekannte Infektionsfälle mit dem Coronavirus, acht Menschen starben.

Die Infektionsexpertin Galia Barkai vom angesehenen Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv sprach am Donnerstag von einem „Trend zur Verschlechterung“. Es gebe eindeutig eine neue Corona-Welle. „Wir sehen auch mehr schwere Fälle, wenn auch weniger als während der ersten Welle.“ Grund für den neuen Anstieg seien eine zu rasche Öffnung des Marktes und mangelndes Vertrauen der Bevölkerung in die Maßnahmen der Regierung. „Wir brauchen jetzt mehr punktuelle Sperren, einen großen Lockdown kann die Wirtschaft nicht aushalten", sagte die Ärztin. Besonders wichtig seien nun raschere epidemiologische Untersuchungen und der konsequente Schutz der älteren Bevölkerung. (dpa/AFX)

503 registrierte Neuinfektionen in Deutschland – Lage bleibt stabil

Nach den großen lokalen Corona-Ausbrüchen vor gut zwei Wochen, sind die Infektionszahlen inzwischen weiterhin stabil auf niedrigem Niveau. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge 503 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 195.228 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 2.7., 0 Uhr).

In der vergangenen Woche wurden so viele Tests durchgeführt, wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Insgesamt 456.041 Menschen wurden zwischen dem 22. und 28. Juni auf Corona getestet. Die Quote der positiven Tests ist mit 0,8 Prozent vergleichsweise niedrig. Anfang April waren noch 9 Prozent der durchgeführten Tests positiv.

8994 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland – das bedeutet ein Plus von 9 im Vergleich zum Vortag. Etwa 180.300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 500 mehr als noch einen Tag zuvor. (dpa/AFX)

Cavusoglu wirft Brüssel „politische Motive“ bei EU-Einreisesperre vor

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu hat der EU vorgeworfen, Reisebeschränkungen für die Türkei aus „politischen Motiven“ aufrechtzuerhalten. Einige Länder, die Brüssel auf die Liste der Staaten aufgenommen habe, aus denen Menschen wieder in die EU einreisen dürften, stünden schlechter da als die Türkei, sagte Cavusoglu am Donnerstag nach Gesprächen mit Bundesaußenminister Heiko Maas in Berlin. „Da sehen wir, dass mit politischen Motiven entschieden wurde.“ Die EU-Liste müsse im Rahmen von „objektiven Kriterien“ bewertet werden.

Die EU-Staaten hatten am Dienstag beschlossen, dass wegen der Corona-Krise eingeführte Einreisebeschränkungen in die EU für zahlreiche Länder, darunter die Türkei, über den 1. Juli hinaus aufrechterhalten werden. Lediglich Menschen aus 14 Ländern dürfen wieder einreisen. Diese Liste soll alle zwei Wochen überarbeitet werden. Für die Türkei gilt zudem noch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes, nach jetzigem Stand zunächst noch bis zum 31. August. (dpa)

Erster Prozess wegen Betrugs bei Corona-Soforthilfen in Berlin

In Berlin beginnt am Freitag (12 Uhr) der erste Prozess wegen Subventionsbetrugs bei Corona-Soforthilfen. Vor dem Amtsgericht Tiergarten muss sich ein 31-Jähriger verantworten, der zwischen dem 31. März und 8. April bei der Investitionsbank rund 35.000 Euro zu Unrecht kassiert haben soll, wie das Gericht am Donnerstag mitteilte.

Der Angeklagte sitzt demnach seit dem 24. April in Untersuchungshaft. Er soll die finanzielle Unterstützung aus Programmen des Berliner Senats sowie des Bundes mit zwei mutmaßlichen Mittätern online beantragt und dabei wahrheitswidrig angegeben haben, dass fünf Gesellschaften sowie sein eigenes Einzelunternehmen die Gelder für die Sicherung der betrieblichen Existenz in der Corona-Krise bräuchten. Insgesamt sollen 82.510 Euro beantragt worden sein.

Laut Anklage gab es fünf Firmen gar nicht, die sechste habe ihre Geschäfte fortführen können, sodass kein Bedarf für eine Förderung bestanden habe. Von den beantragten Förderung seien genau 35.010 Euro tatsächlich ausgezahlt worden. (dpa)

Iran: Präsident Ruhani trotz Neuinfektionen weiter gegen Lockdown

Trotz eines dramatischen Anstiegs der täglichen Corona-Neuinfektionen im Iran ist Präsident Hassan Ruhani weiterhin gegen einen Lockdown im Land. „Ein Lockdown steht wie eine komplette Aufhebung der Lockerungen bis auf weiteres nicht auf der Agenda“, sagte Ruhani am Donnerstag. Vielmehr sollten die Bürger ihren Lebensstil dem Coronavirus anpassen, betonte der Präsident nach Angaben seiner Webseite.

Binnen 24 Stunden starben erneut fast 150 Corona-Patienten. Damit liegt die Zahl der Toten aktuell bei 11.106 und die der Infizierten bei 232.863, wie Ministeriumssprecherin Sima Lari am Donnerstag im Staatsfernsehen sagte. Experten und das Gesundheitsministerium fordern daher strengere Maßnahmen, um einen weiterem Anstieg der Fallzahlen zu verhindern.

Seit Ende Mai haben fast alle Branchen im Iran die Arbeit wieder aufgenommen. Die von Ruhani durchgesetzten Lockerungen haben aber auch dazu geführt, dass die Corona-Vorschriften in der Bevölkerung nicht mehr ernstgenommen wurden. Seitdem stirbt nach Angaben des Gesundheitsministeriums alle 13 Minuten ein Corona-Patient im Iran, alle 33 Sekunden kommt es zu einer Neuinfektion.

Ruhani will aber trotz Kritik an seiner Lockerungspolitik festhalten. Er sei der Auffassung, dass die Corona-Krise noch länger andauere und eine längerfristige Einschränkung der Wirtschaftsaktivitäten nicht machbar sei. Die Iraner sollten nach den Worten Ruhanis lieber lernen, „mit dem Virus zu leben“. (dpa)

Mindestens sieben Corona-Infektionen bei Familienfeier in Kiel

Bei einer Familienfeier in Kiel haben sich mindestens sieben Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Dies sei am vergangenen Wochenende geschehen, sagte ein Sprecher der Stadt am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatten die Kieler Nachrichten berichtet. Den Angaben zufolge arbeiten drei Infizierte in Einrichtungen der Altenhilfe. Ein infiziertes Kind besuche eine Kita, die laut Kieler Nachrichten am Mittwoch geschlossen wurde. Die Feier fand der Stadt Kiel zufolge im Freien statt. Sie sei im Rahmen der geltenden Corona-Regeln erlaubt gewesen. (dpa)

Lehrstellenangebot geht in Corona-Krise zurück

Die Corona-Krise zieht den Ausbildungsmarkt in Mitleidenschaft: Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) am Donnerstag mitteilte, liegt das betriebliche Lehrstellenangebot im Branchendurchschnitt aktuell um gut sieben Prozent unter dem Vorjahresniveau. Allerdings besteht demnach noch Hoffnung auf Nachholeffekte im Herbst.

„Viele Betriebe sind derzeit gezwungen, auf Sicht zu fahren“, erklärte DIHK-Hauptgeschäftsführer Achim Dercks. „Sie überdenken daher auch ihre Ausbildungsentscheidungen gründlich und verschieben bei Bedarf.“ Zur Lage auf dem Ausbildungsmarkt hatte der DIHK rund 15.000 Unternehmen befragt. Viele dieser Unternehmen hätten noch nicht abschließend über die Zahl ihrer Ausbildungsplätze entschieden, betonte Dercks. Dies zeige, dass die derzeitigen Vermittlungsanstrengungen, aber auch Anreize durch finanzielle Unterstützung sinnvoll seien.

So hatte die Bundesregierung in der vergangenen Woche neue Hilfen zur Sicherung von Ausbildungsplätzen auf den Weg gebracht. Kleine und mittlere Unternehmen sollen künftig Prämien bekommen, wenn sie ihr Ausbildungsniveau nicht zurückschrauben oder Azubis von pandemiebedingt insolventen Unternehmen übernehmen.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack forderte, dieses rund 500 Millionen Euro schwere Programm müsse nun „endlich“ umgesetzt werden. „Das Bildungsministerium muss dafür schnellstens die Förderrichtlinie veröffentlichen“, erklärte sie. Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt bleibe kritisch, mahnte Hannack. „Doch noch besteht die Chance, den Corona-Crash auf dem Ausbildungsmarkt abzumildern. Die Uhr tickt, in vier Wochen beginnt das neue Ausbildungsjahr.“ (AFP)

Bericht: Hunderttausende mangelhafte Schutzmasken an Ärzte geliefert

An niedergelassene Ärzte wurden nach Informationen des Bayerischen Rundfunks Hunderttausende mangelhafte Schutzmasken geliefert. Mindestens 800.000 der im Frühjahr verteilten Masken wiesen Mängel auf oder entsprachen nicht den Anforderungen, wie eine BR-Anfrage an alle Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) laut einem Bericht vom Donnerstag ergab. Ein Teil der Masken sei vom Bundesgesundheitsministerium geliefert worden.

Nach Aussage der Kassenärztlichen Vereinigung Bayerns war die Qualität der vom Bund gelieferten Waren demnach „teilweise sehr schwankend“. In Niedersachsen waren nach Angaben der zuständigen KV rund 400 Arztpraxen betroffen. (AFP)

CSU-Generalsekretär Blume warnt eindringlich vor zweiter Corona-Welle

Die CSU hat angesichts international weiter steigender Infektionszahlen eindringlich vor einer zweiten Corona-Welle auch in Deutschland gewarnt. Diese werde voraussichtlich noch gefährlicher und unkontrollierbarer, auch für jene Unternehmen, die sich gerade wieder aufgerappelt hätten, sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume am Donnerstag in Berlin.

Deshalb dürfe nicht fahrlässig gehandelt werden, sondern man müsse weiter mit Vorsicht und Umsicht vorgehen. Weltweit rolle die zweite Pandemiewelle schon. Er verwies etwa auf wieder steigende Infektionszahlen in Israel und einen Höchststand von erstmals mehr als 50.000 Neuinfektionen an einem Tag in den USA. (dpa)

53.000 Ansteckungen: Corona-Infektionsrate in den USA auf neuem Rekordhoch

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in den USA ist auf eine neue Rekordhöhe gestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 52.898 neue Ansteckungsfälle verzeichnet, wie die Johns-Hopkins-Universität im Bundesstaat Maryland am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte. Dies ist die höchste Zahl seit Ausbreitung des neuartigen Virus in die Vereinigten Staaten.

Die USA sind das mit Abstand am härtesten von der Pandemie heimgesuchte Land der Welt. Die Gesamtzahl der Infektionsfälle liegt nach Angaben der Universität inzwischen bei 2,682 Millionen. Die Zahl der verzeichneten Todesopfer stieg zuletzt binnen 24 Stunden um weitere 706 und lag damit bei insgesamt 128.028. (AFP)

Corona-Neuinfektionen in Israel klettern auf Rekordwert

Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Israel hat einen neuen Höchstwert erreicht. Wie das Gesundheitsministerium am Donnerstag mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 966 neue Fälle registriert. Das ist der höchste Ein-Tages-Wert, der in Israel seit dem Ausbruch der Pandemie registriert wurde. Der bisherige Höchstwert stammt mit 819 vom 3. April.

Im Vergleich dazu haben die Gesundheitsämter in Deutschland am Mittwoch 503 neue Corona-Infektionen gemeldet. Israel hat also fast doppelt so viele Neuinfektionen – wobei Deutschland etwa neunmal mehr Einwohner hat als Israel. (dpa)

+++ 1. Juli +++

Coronavirus: Derzeit 8301 bestätigte Fälle in Berlin

In Berlin gibt es derzeit 8301 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus. Das teilte die die Senatsverwaltung für Gesundheit am Abend mit. Die Kontaktpersonen werden im Rahmen der Containmentstrategie ermittelt, kontaktiert und isoliert.

4066 Erkrankte sind männlich, 4231 weiblich. Bei vier Personen wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 129 Covid-19-Patienten, davon werden 35 intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen sind häuslich isoliert.

214 an dem neuartigen Coronavirus erkrankte Patienten sind bislang verstorben. Die verstorbenen Patienten staffeln sich nach Altersgruppen wie folgt: drei der Verstorbenen waren 40 bis 49 Jahre alt, zwölf 50 bis 59 Jahre alt, 23 verstorbene Patienten waren 60 bis 69 Jahre alt, 59 der Verstorbenen waren 70 bis 79 Jahre alt, 81 waren 80 bis 89 Jahre alt und 36 verstorbene Patienten waren 90 Jahre und älter. Der Altersmedian der Verstorbenen liegt bei 81 Jahren.

Alle drei Indikatoren der Berliner Corona-Ampel sind weiter im grünen Bereich. Die Reproduktionszahl - der sogenannte R-Wert - sank im Vergleich zum Vortag leicht von 0,62 auf 0,58. Die Zahl der Neuinfektionen pro Woche im Verhältnis zur Einwohnerzahl blieb unverändert bei 8,32 pro 100.000 Einwohner, der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden, liegt nun bei 2,7 Prozent (Dienstag: 2,5 Prozent). (BLZ/dpa)

Ägypten öffnet Pyramiden von Gizeh wieder für Touristen

Nach dreimonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie hat Ägypten am Mittwoch die berühmten Pyramiden von Gizeh wieder für Besucher geöffnet. „Es gibt viele Schutzvorkehrungen, bevor die Pyramiden betreten werden können“, sagte die Reiseführerin Fatma Bayoumy in Kairo der Nachrichtenagentur AFP. Alles werde desinfiziert - „auch die Besucher und ihre Taschen“, fügte sie hinzu. Auch das Ägyptische Museum in Kairo hat wieder geöffnet.

Bereits kurz nach der Öffnung durchstreiften dutzende ausländische Touristen die Pyramidenanlage. „Die Energie ist wirklich besonders“, sagte die australische Touristin Ashiana Love der Nachrichtenagentur AFP.

Ägypten hofft, mit der Öffnung der Touristenstätten den angeschlagenen Tourismussektor ankurbeln zu können. Am Dienstag hatte die Regierung bereits die Reiserestriktionen gelockert und den Flugverkehr für internationale Flüge freigegeben.

Das bei internationalen Touristen populärste arabische Land hatte seinen ersten bestätigten Coronavirus-Fall am 14. Februar. Wegen der Pandemie wurden Museen, archäologische Sehenswürdigkeiten, Geschäfte, Cafés und Restaurants im Land geschlossen. Ägypten registrierte bisher mehr als 68.000 Coronavirus-Infektionen und knapp 3000 Tote.

Ein Fünftel des ägyptischen Bruttoinlandsprodukts stammt aus der Tourismusbranche, in der rund drei Millionen Menschen beschäftigt sind. In den vergangenen Jahren musste Ägyptens Tourismusindustrie viele Umbrüche wegstecken. Viele Touristen hatte die politische Instabilität nach dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak 2011 abgeschreckt. Dennoch verzeichnete das Land im vergangenen Jahr mit 13,6 Millionen Touristen einen neuen Besucherrekord. (afp)

Aus für türkisches VW-Werk: Corona vereitelt Milliardeninvestition 

Corona-Einbruch überwiegt politische Zweifel: Die wackligen Pläne für ein neues VW-Werk in der Türkei sind endgültig vom Tisch. Lange hatte sich der größte Autokonzern der Welt Zeit gelassen mit seiner mehrfach aufgeschobenen „finalen“ Entscheidung. Jetzt gab allerdings nicht Kritik an der Regierung Erdogan den Ausschlag, sondern die Absatzflaute in der Viruskrise.

„Der Aufbau zusätzlicher Kapazitäten ist aus heutiger Sicht nicht notwendig“, teilte Volkswagen am Mittwoch lapidar zur Begründung mit. Die globale Autonachfrage sei derzeit zu schwach, als dass sich die Milliardeninvestition in Manisa bei Izmir offenbar noch lohnen würde.

Eigentlich war das Projekt so gut wie beschlossen - nach einem langen Standortwettbewerb, bei dem anfangs auch Bulgarien und Rumänien mitspielten. VW wollte von der Westtürkei aus die Märkte Osteuropas und des Nahen Ostens beliefern, die zunächst noch „sehr positive gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen“ aufgewiesen hätten. Nun ist das Bild ganz anders: Der Nachfragerückgang der Branche in der Pandemie ist immens, es gibt Überkapazitäten, rote Zahlen drohen. (dpa)

UN-Sicherheitsrat stimmt geschlossen für umstrittene Covid-Resolution

Nach mehr als drei Monaten hat sich der UN-Sicherheitsrat einstimmig für die Annahme der schwer umstrittenen Corona-Resolution ausgesprochen. Alle 15 Mitglieder hätten dem Text schon vor Ablauf der Entscheidungsfrist am Mittwoch zugestimmt, erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus Diplomatenkreisen.

Offiziell angenommen wird der französisch-tunesische Entwurf demnach später am Tag. Der Text unterstützt vor allem die Forderung von UN-Generalsekretär António Guterres nach einer globalen Waffenruhe während der Pandemie.

Zuvor hatte ein monatelanger Machtkampf zwischen den USA und China zu einer Blockade geführt, die der deutsche Außenminister Heiko Maas angesichts der weltweiten Bedrohung durch das Coronavirus ein „Armutszeugnis“ nannte. Ein Streitpunkt zwischen Peking und Washington war die Nennung der Weltgesundheitsorganisation WHO. US-Präsident Donald Trump wirft der Organisation vor, im Sinne Chinas zu handeln, und will sie nicht in dem Text erwähnt sehen - Peking dagegen bestand bis zuletzt darauf.

Im neuen Entwurf ist die WHO nicht direkt genannt - es wird nur von „allen relevanten Teilen des UN-Systems“ geredet sowie auf eine Resolution der Vollversammlung verwiesen, die die WHO erwähnt. Die Zerstrittenheit des mächtigsten UN-Gremiums angesichts der größten Gesundheitsbedrohung der Gegenwart war in den vergangenen Wochen von Ratsmitgliedern bereits als „Schande“, die Diskussion über das Wort „WHO“ als „verrückt“ bezeichnet worden. (dpa)

466 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 466 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 194.725 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete (Datenstand 1.7., 0.00 Uhr).

8985 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 12 im Vergleich zum Vortag. Etwa 179.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 700 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 30.6., 0.00 Uhr, bei 0,83 (Vortag: 0,74). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 30.6., 0.00 Uhr, bei 0,67 (Vortag: 0,63). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (dpa)

Deutschland hebt Einreisebeschränkungen für elf Nicht-EU-Staaten auf

Deutschland gewährt Menschen aus elf Staaten außerhalb der Europäischen Union wieder die unbeschränkte Einreise. Das gilt nach einem Kabinettsbeschluss vom Mittwoch für Reisende aus Australien, Georgien, Kanada, Montenegro, Neuseeland, Thailand, Tunesien und Uruguay. Für Japan, Südkorea und China gelten die Lockerungen der Mitte März in der Corona-Krise verhängten Beschränkungen unter Vorbehalt, wenn diese Länder auch Menschen aus Deutschland wieder die Einreise erlauben. Die Erleichterungen treten am Donnerstag in Kraft, wie das Bundesinnenministerium mitteilte.

Damit orientiert sich die Bundesregierung weitgehend an einem Beschluss der EU-Staaten vom Vortag. Demnach solle Menschen aus 14 Ländern wieder einreisen dürfen. Die Liste soll alle zwei Wochen überarbeitet werden. Hinzu kommen erweiterte Einreisemöglichkeiten für Menschen aus allen Staaten außerhalb der Europäischen Union, die einen wichtigen Reisegrund haben. Das können Deutsche oder Menschen mit Aufenthaltsrecht hierzulande sein, Saisonarbeiter in der Landwirtschaft, Seeleute oder Passagiere im Transitverkehr.

Entscheidend für die Lockerung der Einreisebeschränkungen ist künftig vor allem die Zahl der Covid-19-Neuinfektionen der vergangenen 14 Tage. Zudem sollen unter anderem der Trend im gleichen Zeitraum sowie der Umgang des jeweiligen Staates mit der Pandemie eine Rolle spielen. Für Reisende aus Risikogebieten gilt weiterhin eine 14-tägige Quarantänepflicht, falls sie kein negatives Testergebnis für das Coronavirus vorweisen können. (dpa)

Drei Berliner Corona-Teststellen werden geschlossen

In Berlin sind drei Corona-Teststellen seit Mittwoch geschlossen. Betroffen sind die Einrichtungen am ehemaligen Vivantes-Standort Prenzlauer Berg, am Vivantes Wenckebach-Klinikums in Tempelhof-Schöneberg sowie am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge in Lichtenberg.

„In den vergangenen Wochen sind immer weniger Menschen in die Abklärungsstellen gekommen, um sich testen zu lassen, sodass wir den Nutzen hinterfragen mussten“, sagte Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) am Mittwoch in Berlin. Die KV, die bisher die Ärzte für die Einrichtungen stelle, habe daher die Kooperation mit den Kliniken beendet.

Vivantes-Sprecherin Mischa Moriceau betonte, dass es sich um eine vorübergehende Schließung handele. Es sei geplant, die Abklärungsstellen im Rahmen der Berliner Teststrategie in Kürze wiederzueröffnen. Welche Personengruppen hier künftig getestet werden sollen, werde derzeit abgestimmt. Mittlerweile sei die ambulante Versorgung in Berlin sehr gut gerüstet, um bei Bedarf selbst testen zu können, konstatierte die KV. (dpa)

Regierung rechnet nicht mit Engpass bei Corona-Mittel Remdesivir 

Die Bundesregierung rechnet auch nach dem Groß-Einkauf der USA nicht mit einem Engpass beim Corona-Mittel Remdesivir. Man habe sich das Medikament frühzeitig für die Therapie von Corona-Patienten gesichert, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Mittwoch. Derzeit gebe es genügend Reserven. Mit der erwarteten Zulassung des Mittels für den europäischen Markt sei zudem die Verpflichtung für den Hersteller verbunden, „in angemessenem Umfang zu liefern“. Man gehe davon aus, dass die Firma dieser Verpflichtung nachkommen werde.

Die US-Regierung hat sich einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge von Remdesivir gesichert. Laut US-Gesundheitsministerium wurde der Kauf von Wirkstoff-Dosen für mehr als 500 000 Behandlungen vereinbart. Das entspreche 100 Prozent der geplanten Produktionsmenge für Juli sowie jeweils 90 Prozent für August und September. Remdesivir gilt als eines der aussichtsreichsten Medikamente bei schweren Corona-Symptomen. (dpa)

Acht neue Corona-Fälle in Brandenburg 

Die Zahl der bestätigten neuen Fälle von Corona-Infektionen in Brandenburg ist leicht gestiegen. Von Dienstag zu Mittwoch wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums (Stand 8.00 Uhr) acht neue Infektionen gemeldet. Von Montag zu Dienstag waren es drei nachgewiesene Neuinfektionen. Damit sind insgesamt 3459 bestätigte Covid-19-Fälle im Land registriert.

Aktuell werden zwölf Menschen im Krankenhaus behandelt, davon drei intensivmedizinisch beatmet. 3170 Menschen gelten als genesen, das sind zehn mehr im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Erkrankten liegt bei etwa 120. Seit März starben in Brandenburg 171 Patienten im Zusammenhang mit dem Erreger Sars-CoV-2.

Von den neuen Corona-Infektionen kam ein neuer Fall in der Landeshauptstadt Potsdam hinzu, die jetzt insgesamt 648 bestätigte Infektionen zählt und damit weiter ein «Hotspot» ist. Der Landkreis Potsdam Mittelmark meldete vier neue Infektionen und kommt nun auf insgesamt nachgewiesene 581 Fälle. Jeweils ein Fall wurde aus den Kreisen Havelland, Oberspreewald-Lausitz und Märkisch-Oderland bekannt. (dpa)

Anstieg der Coronazahlen in Österreich und Schweiz 

Fast zeitgleich mit neuen Lockerungsschritten kommt es in Österreich wegen eines Corona-Clusters zu regionalen Einschränkungen. Im Raum Linz in Oberösterreich würden von Freitag an für eine Woche die Schulen, Kindergärten und Horte wieder für eine Woche geschlossen, sagte Ministerpräsident Thomas Stelzer (ÖVP) am Mittwoch in Linz. Außerdem werde eindringlich an alle Bürger in der Region appelliert, in geschlossenen Räumen wieder Masken zu tragen und Veranstaltungen möglichst zu meiden.

Das Bundesland reagiert damit auf einen deutlichen Anstieg der Coronainfektionen. Der Cluster sei nach bisherigen Erkenntnissen auf das Umfeld einer Freikirche zurückzuführen, so Stelzer. Einige Großfamilien mit mehreren Kindern hätten das Coronavirus verbreitet. Sie seien in Quarantäne. Die Polizei werde bei der Suche nach Kontaktpersonen helfen, hieß es.

Auch in der Schweiz ist die Zahl der nachgewiesenen Infektionen markant gestiegen. Es waren 137 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden, wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilte. Am Dienstag waren es 62, am Montag 35 gewesen. Nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen steigen die Zahlen seit Mitte Juni. Die Kantone diskutieren inzwischen über eine Maskenpflicht in Geschäften und öffentlichem Verkehr. Bislang wird nur empfohlen, dort, wo keine Abstände eingehalten werden können, Mund- und Nasenschutz zu tragen.

Die Einschränkungen in Oberösterreich treten in dem Moment in Kraft, in dem in Österreich weitere Öffnungsschritte erfolgen. Seit Mittwoch ist unter anderem wieder jeder Mannschafts- und Kontaktsport erlaubt. Außerdem ist die Maskenpflicht für das Personal im Gastgewerbe gefallen. Auch die Prostitution ist wieder erlaubt. (dpa)

US-Regierung kauft große Teile der Remdesivir-Produktion auf

Die US-Regierung hat sich einen Großteil der bis September anvisierten Produktionsmenge des Corona-Mittels Remdesivir gesichert. Ein entsprechende Vereinbarung mit dem Biotech-Unternehmen Gilead Sciences sieht laut US-Gesundheitsministerium den Erwerb von Wirkstoff-Dosen für mehr als 500.000 Behandlungen vor. Das entspreche 100 Prozent der geplanten Produktionsmenge für Juli sowie jeweils 90 Prozent für August und September. Remdesivir gilt als eines der aussichtsreichsten Medikamente bei schweren Corona-Symptomen. Es kann Studien zufolge den Krankenhausaufenthalt bei Covid-19 verkürzen.

Zu der Frage, ob durch die Vereinbarung die Versorgung mit dem Wirkstoff in Europa gefährdet sei, wollte sich ein Gilead-Sprecher auf Anfrage nicht äußern. Pharma-Experte Andrew Hill von der britischen Universität Liverpool sagte laut „Guardian“: „Sie (die USA) haben Zugriff auf einen Großteil des Medikaments, also bleibt nichts für Europa.“

Gilead vereinbarte nach eigenen Angaben mit der US-Regierung, dass nicht zugeteilte Teile der Produktion „für andere Verwendungszwecke, auch für Länder außerhalb der Vereinigten Staaten, bereitgestellt werden können“. Dazu werde man die Bedarfsmeldungen der Krankenhäuser engmaschig beobachten und alle zwei Wochen evaluieren, hieß es weiter. (dpa)

Türkei kritisiert Aufrechterhaltung von EU-Einreisebeschränkungen

Ankara hat die Aufrechterhaltung der Einreisebeschränkungen aus der Türkei in die Europäische Union kritisiert. Man sei "enttäuscht" darüber, dass die EU die Türkei nicht in die Liste der Länder aufgenommen habe, aus denen Menschen ab diesen Mittwoch wieder einreisen dürften, teilte der Sprecher des Außenministerium in Ankara, Hami Aksoy, am Mittwoch mit. Die Türkei erwarte, dass dieser „Irrtum“ sobald wie möglich aufgehoben wird.

Für die Türkei gilt wegen der Corona-Krise zudem noch eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes. Ankara dringt auf deren Aufhebung und wirbt sei langem um deutsche Touristen. Außenminister Mevlüt Cavusoglu und Tourismusminister Mehmet Nuri Ersoy reisen am Donnerstag nach Berlin. Nach Angaben türkischer Medien wollen die beiden Minister mit der Bundesregierung über das Thema Reisewarnung sprechen. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige in der Türkei. (dpa)

Verband: In Brandenburg wieder Fußball möglich - In Berlin nicht

In Brandenburg darf wieder Fußball gespielt werden. „Mannschafts- und andere Kontaktsportarten unter freiem Himmel sind nun auch für Erwachsene ohne Abstand möglich“, erklärte das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport auf eine Anfrage des Fußball-Landesverband Brandenburg (FLB). Zuvor war schon der Jugendfußball freigegeben worden.

Damit sind nach der Corona-Pause Training und Wettkampf, also auch Freundschaftsspiele und Turniere, ab sofort in allen Ligen und im Freizeitbereich wieder möglich. In Duschen, Waschräumen und Umkleideräumen sei jedoch strikt das Abstandsgebot einzuhalten, heißt es auf der Facebook-Seite des FLB. Auch auf der Trainerbank und außerhalb des Spielfeldes muss Abstand gehalten werden. Nur die reine Sportausübung ist vom Abstandsgebot befreit.

Dagegen wartet der Amateur- und Jugendfußball in Berlin weiter auf den Re-Start. Auch in der neuen Infektionsschutzverordnung des Berliner Senats wird weiterhin ausnahmslos nur kontaktloser Sport erlaubt. „Die BFV-Geschäftsführung befindet sich in intensiven Gesprächen mit den höchsten Stellen der Berliner Landespolitik“, teilte der Berliner Fußball-Verband (BFV) mit, „um eine möglichst zeitnahe Wiederaufnahme des regulären Trainings- und auch Wettkampfbetriebs umsetzen zu können“.

Jugendarbeitslosigkeit: EU-Kommission will in der Krise gegensteuern

In der Corona-Krise will die EU-Kommission 22 Milliarden Euro gegen einen befürchteten Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit mobilisieren. Dazu präsentierte die Brüsseler Behörde am Mittwoch Vorschläge an die EU-Staaten. Die Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union war unter großen Mühen seit 2013 von 24,4 auf 14,9 Prozent gedrückt worden, lag damit aber immer noch doppelt so hoch wie die von Erwachsenen. Nach Beginn der Pandemie stieg die Quote im April bereits auf 15,4 Prozent. Befürchtet wird ein starker Anstieg in den nächsten Monaten.

Gegensteuern will die EU-Kommission mit der Ausweitung der sogenannten Jugendgarantie. Diese gilt seit 2013 und verspricht Jugendlichen binnen vier Monaten ein Angebot - sei es ein Job, ein Ausbildungsplatz oder ein Praktikum. 24 Millionen jungen Leuten sei schon geholfen worden, erklärt die Kommission. Nun soll die Altersgruppe erweitert werden auf 15- bis 29-Jährige - bisher lag die Altersgrenze bei 25 - und auf besonders hilfsbedürfte Personengruppen, etwa junge Leute mit Behinderungen oder Angehörige von Minderheiten. Darüber hinaus will die Kommission die Ausbildung in Berufsschulen und in Lehrberufen stärken.

Die Vorschläge sind allerdings alle als Vorschläge an die 27 Mitgliedsstaaten formuliert, die sie zunächst als gemeinsame Linie akzeptieren und dann umsetzen müssten. Die genannten 22 Milliarden Euro sollen aus dem nächsten siebenjährigen EU-Finanzrahmen sowie dem Corona-Wiederaufbauprogramm fließen. Beides ist jedoch noch nicht beschlossen und vorerst heftig umstritten. (dpa)

Flugpersonal fühlt sich bei Corona-Hilfen vernachlässigt

Die Beschäftigten zahlreicher deutscher Luftverkehrsunternehmen fühlen sich bei den Staatshilfen für die Airline-Branche vernachlässigt. Trotz der Milliarden-Rettungspakete für Lufthansa und TUI in der Corona-Krise müssten die Beschäftigten um ihre Zukunft bangen, heißt es in einem Aufruf der Gewerkschaften Vereinigung Cockpit und Ufo zu einer Demonstration an diesem Donnerstag (2. Juli) in Berlin. Betroffen von Schließungsplänen sind zunächst die Beschäftigten der Lufthansa-Beteiligungen Germanwings und Sunexpress Deutschland, der LGW und der Tuifly. Der Protest steht unter dem Motto „Ihr fliegt in den Urlaub - Wir fliegen raus“. (dpa)

Druckereien kämpfen trotz Corona-Lockerungen mit Auftragsrückgängen

Viele Druckereien für Werbeerzeugnisse in Deutschland verzeichnen trotz Corona-Lockerungen weiterhin viele Auftragsrückgänge. In einer Befragung von knapp 500 Unternehmen der Druck- und Medienbranche gaben 95 Prozent im Juni an, von Rückgängen und Stornierungen betroffen zu sein, wie der Bundesverband Druck und Medien (bvdm) in Berlin am Mittwoch mitteilte.

Am stärksten betroffen seien Druckereien, die sich auf den Markt der Werbebranche konzentrieren. Das sind zum Beispiel Produkte wie Ausstellungskataloge über Flyer bis hin zu Konzertkarten. Der Verband repräsentiert auch Verlagsdruckereien für Medienerzeugnisse. Dort seien die Einbrüche deutlich geringer, hieß es. (dpa)

Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh sinkt weiter

Im vom Coronavirus besonders betroffenen Kreis Gütersloh ist die wichtige Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner erneut gesunken. Nach den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) beträgt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz derzeit 78,0. Am Vortag lag dieser Wert bei 86,0, am Dienstag vergangener Woche noch bei 270,2.

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück hatte es den ersten regionalen Lockdown in den Kreisen Gütersloh und Warendorf gegeben. Der Lockdown im Kreis Gütersloh gilt noch bis zum 7. Juli. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) des Landes Nordrhein-Westfalen hatte am Montag die entsprechenden Einschränkungen für den gesamten Kreis zwar bestätigt, die Landesregierung aber ermahnt, die Gültigkeit auch vor Ablauf ständig zu überprüfen.

Im Kreis Warendorf, in dem ebenfalls viele Tönnies-Mitarbeiter wohnen, war die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage schon am Freitag unter den Grenzwert von 50 gefallen. Der regionale Lockdown wurde daraufhin beendet. Am Mittwoch sank der Wert auf 12,9. (dpa)

Peking hebt Corona-Ausgangssperre für mehrere Viertel auf

Peking hat die zur Eindämmung eines erneuten Corona-Ausbruchs verhängten Ausgangssperren in einigen Wohnvierteln wieder aufgehoben. In fünf Wohnanlagen der chinesischen Hauptstadt sei die Sperre beendet worden, berichtete das staatliche Medienportal „China News“. Am Mittwoch seien nur drei neue Corona-Infektionen in Peking registriert worden.

Um einen neuen Ausbruch des Coronavirus einzudämmen, hatte die Pekinger Stadtverwaltung Mitte Juni Ausgangssperren über dutzende Wohnviertel verhängt. Nachdem in fünf Wohnanlagen des stark betroffenen Bezirks Fengtai keine Neuinfektionen verzeichnet wurden, lockerte die Stadt die Maßnahmen für diese Gebiete nun, berichtete das Staatsmedium. In sieben weiteren Gegenden in Peking war die Ausgangssperre bereits am Freitag aufgehoben worden.

Die Mehrheit der neuen Corona-Fälle in Peking wurde mit dem Xinfadi-Markt in Verbindung gebracht. Er liefert rund 80 Prozent von Pekings frischen Produkten und Fleisch. Seine Schließung wegen des Corona-Ausbruchs löste Besorgnis über die Lebensmittelsicherheit der chinesischen Haupstadt aus. (AFP)

Airbus will Tausende Jobs in Deutschland streichen - Sorge in Hamburg

Der Flugzeugbauer Airbus streicht Tausende Stellen in Deutschland - offen ist dabei, wie stark der Standort Hamburg betroffen ist. Das sei noch Gegenstand von Diskussionen mit den Sozialpartnern, sagte ein Airbus-Sprecher am Mittwoch in Hamburg der Deutschen Presse-Agentur. Nach Informationen von NDR 90,3 steht im Werk Finkenwerder mehr als jeder sechste Job auf der Kippe.

Insgesamt sollen in Deutschland 5100 Stellen wegfallen. Der Konzern hat betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Weltweit will Airbus wegen der Corona-Krise 15.000 Stellen streichen. Arbeitnehmervertreter schlagen Alarm - sie befürchten einen Kahlschlag. Airbus-Chef Guillaume Faury betonte, man habe derartige Maßnahmen vermeiden wollen, müsse nun aber der Realität ins Auge sehen. Die Pläne sollen bis Sommer 2021 umgesetzt werden.

Airbus beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben rund 46 000 Mitarbeiter an fast 30 Standorten - etwa in Hamburg-Finkenwerder, Stade oder Bremen. In der Verkehrsflugzeugsparte arbeiten demnach mehr als 28.000 Menschen. (dpa)

Scholz mahnt Unternehmen zur Weitergabe der Mehrwertsteuersenkung an Kunden

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat die Unternehmen gemahnt, die am Mittwoch in Kraft getretene Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weiterzugeben. Preissenkungen seien nun eine „moralische Verpflichtung“, sagte Scholz am Mittwoch der „Bild“-Zeitung. Sollten die Steuersenkungen nicht flächendeckend zu Preissenkungen führen, würden sich dies auch die Kunden „nicht gefallen lassen“.

Es seien immerhin 20 Milliarden Euro, „die wir als Steuerzahler dafür in die Hand nehmen, damit das mit der Wirtschaft insgesamt gut funktioniert“, sagte der Minister. Wenn alle darauf warteten, was die anderen machten, belebe sich die Wirtschaft nicht - dann könne die wirtschaftliche Lage auf lange Zeit schlecht bleiben. „Das wollen wir durchbrechen, und darum muss auch jeder mitmachen“, forderte Scholz.

Das Konjunkturpaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Corona-Folgen sieht vor, dass der Mehrwertsteuersteuersatz für ein halbes Jahr von 19 auf 16 Prozent sinkt. Der ermäßigte Steuersatz verringert sich von sieben auf fünf Prozent. Finanzminister Scholz zeigte sich überzeugt, dass die Mehrwertsteuer Anfang kommenden Jahres wieder angehoben wird: „Ich bin ganz sicher, dass es genau so erfolgen wird“. (AFP)

Stimmung in Japans Industrie wegen Corona-Pandemie tief im Keller

In der japanischen Großindustrie hat sich die Stimmung wegen der globalen Corona-Pandemie noch deutlicher verschlechtert als erwartet. Wie aus einer am Mittwoch veröffentlichten Quartalsumfrage ("Tankan") der Notenbank unter rund 10 000 Unternehmen des Landes hervorgeht, sank der darin ermittelte Stimmungsindex für die großen Produktionsunternehmen im zweiten Quartal auf minus 34, nach minus 8 im ersten Quartal. Das ist der tiefste Stand seit Juni 2009. Ein negativer Index bedeutet, dass die Pessimisten in der Mehrheit sind. Die Verschlechterung der Stimmung fiel dabei noch deutlicher aus als von Ökonomen erwartet. Im Vorquartal war der Index erstmals seit Jahren ins Negative gerutscht.

Wegen der globalen Pandemie war die Industrieproduktion der Nummer drei der Weltwirtschaft eingebrochen, so auch in der wichtigen Automobilindustrie. Bei den führenden Autobauern des Landes schrumpfte der Ausstoß im Inland im Mai in Folge vorübergehender Stilllegung der Bänder und der schwachen Nachfrage um 61,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und damit so stark wie nie zuvor. Unter dem Einbruch hatten auch die Zulieferfirmen der Autobauer zu leiden.

Der von der Bank of Japan alle drei Monate erstellte Bericht ist eine Mischung aus Konjunkturanalyse und Stimmungsbericht. Japan rutschte im ersten Quartal in eine Rezession, für das zweite Quartal wurde mit einem noch deutlicheren Konjunktureinbruch gerechnet. Erst in der zweiten Hälfte des Jahres rechnen Ökonomen damit, dass es mit Japan wieder etwas aufwärts geht.

Doch erwarten die Unternehmen keinen rasanten Aufschwung, die Grundstimmung bleibt vorerst pessimistisch. So dürfte der Stimmungsindex der Großindustrie nur leicht auf minus 27 steigen, wie die Bank of Japan bekanntgab. Viele Konzerne blieben vorsichtig angesichts Sorgen vor einer möglichen zweiten Corona-Infektionswelle. (AFP)

Krisen-Hilfe: Bulgarien halbiert Mehrwertsteuer für Gastronomie

Für Bulgariens Gastronomie gilt seit 1. Juli ein halbierter Mehrwertsteuersatz von neun Prozent. Die Neuregelung ist als eine Unterstützung der wegen Corona angeschlagenen Branche gedacht. Die Hauptsteuerbehörde in Sofia geht davon aus, dass die Herabsetzung des bisherigen Satzes von 20 Prozent die Kundenpreise kaum verringern werde, wie ein Sprecher im Staatsradio am Mittwoch erläuterte. Auch für Babynahrung und -windeln sowie für Bücher gilt ab Mittwoch ein ebenso auf neun Prozent gesenkter Satz. Supermärkte kündigten bereits niedrigere Preise für diese Waren an.

Die Krisen-Maßnahme soll bis Ende 2021 in Kraft bleiben. Für Speisen und Getränke zum Mitnehmen und für Lieferservice gibt es aber keinen niedrigeren Steuersatz. Auch für Spirituosen, Bier und Wein, die in Restaurants serviert werden, soll der Satz unverändert bei 20 Prozent bleiben.

+++ 30. Juni +++

Coronavirus: Derzeit 8242 bestätigte Fälle in Berlin

In Berlin gibt es derzeit 8242 bestätigte Fälle des neuartigen Coronavirus, wie die Senatsverwaltung für Gesundheit am Abend mitteilte. Die Kontaktpersonen werden weiterhin im Rahmen der Containmentstrategie ermittelt, kontaktiert und isoliert.

4036 Personen davon sind männlich, 4201 weiblich. Bei fünf Personen wurde das Geschlecht nicht übermittelt. Im Krankenhaus isoliert und behandelt werden 106 Personen, davon werden 33 intensivmedizinisch behandelt. Alle anderen Personen sind häuslich isoliert.

214 an dem neuartigen Coronavirus erkrankte Patienten sind bislang verstorben. Die verstorbenen Patienten staffeln sich nach Altersgruppen wie folgt: drei der Verstorbenen waren 40 bis 49 Jahre alt, zwölf 50 bis 59 Jahre alt, 23 verstorbene Patienten waren 60 bis 69 Jahre alt, 59 der Verstorbenen waren 70 bis 79 Jahre alt, 81 waren 80 bis 89 Jahre alt und 36 verstorbene Patienten waren 90 Jahre und älter. Der Altersmedian der Verstorbenen liegt bei 81 Jahren. (BLZ)

498 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 498 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 194.259 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Dienstagmorgen meldete (Datenstand 30.06., 0.00 Uhr).

8973 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 12 im Vergleich zum Vortag. Etwa 179.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 1000 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 29.6., 0.00 Uhr, bei 0,74 (Vortag: 0,71). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen sank dieser Wert mit Datenstand 29.6., 0.00 Uhr, auf 0,63 (Vortag: 0,71). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (dpa)

Drei neue Corona-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg sind nach Angaben des Gesundheitsministeriums drei Corona-Neuinfektionen nachgewiesen worden. Von Montag zu Dienstag sei der Stand von 3451 infizierten Menschen gleich geblieben, da drei Fälle als Korrektur im Kreis Märkisch-Oderland abgezogen wurden, teilte das Ministerium mit Stand 8.00 Uhr mit. Von Sonntag zu Montag war kein neuer bestätigter Fall hinzugekommen. Derzeit sind demnach rund 120 Menschen an Covid-19 erkrankt, zwölf Menschen werden deshalb im Krankenhaus behandelt, zwei davon intensivmedizinisch beatmet. Etwa 3160 Menschen gelten als genesen von der Coronavirus-Krankheit. Das sind zehn mehr im Vergleich zum Vortag. Seit März kamen in Brandenburg 171 Corona-Patienten ums Leben. (dpa)

UN: Pandemie erhöht Risiko der Genitalverstümmelung für Millionen

Die Coronavirus-Pandemie macht einem Bericht der Vereinten Nationen zufolge Fortschritte beim Kampf gegen Kinderehen und Genitalverstümmelungen zunichte. Wenn die dagegen ankämpfenden Projekte noch weitere Monate brach lägen, könnten im kommenden Jahrzehnt rund 13 Millionen Mädchen zusätzlich zwangsverheiratet werden und 2 Millionen Mädchen zusätzlich zur Genitalverstümmelung gezwungen werden, hieß es in einem am Dienstag vom Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA) in New York veröffentlichten Bericht.

Bereits in diesem Jahr würden wohl rund 4,1 Millionen Mädchen weltweit zur Genitalverstümmelung und rund 33 000 Mädchen unter 18 in die Ehe gezwungen, hieß es weiter. „Die schädliche Behandlung von Mädchen bringt tiefgreifende und anhaltende Traumatisierung mit sich und raubt ihnen das Recht, ihr volles Potenzial zu erreichen“, sagte UNFPA-Chefin Natalia Kanem. „Wir müssen das Problem an der Wurzel angehen, vor allem geschlechterdiskriminierende Regeln.“ (dpa)

Biden verzichtet wegen Corona-Pandemie auf Wahlkampfauftritte

Der designierte US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden will wegen der Corona-Pandemie auf Wahlkampfauftritte vor großem Publikum verzichteten. Er werde dem Rat der Ärzte folgen und keine solchen Veranstaltungen abhalten, sagte der US-Demokrat am Dienstag vor Journalisten in Wilmington im Bundesstaat Delaware. Der frühere Vizepräsident grenzt sich damit von Amtsinhaber Donald Trump ab, der nach dreimonatiger Coronavirus-Pause kürzlich trotz aller Warnungen seine Wahlkampfveranstaltungen wieder aufgenommen hatte.

„Dies ist wohl der ungewöhnlichste Wahlkampf in der jüngeren US-Geschichte“, sagte Biden. Er selbst habe sich noch nicht auf das neuartige Coronavirus testen lassen, fügte der 77-Jährige hinzu.

In den USA wurden bereits mehr als 2,6 Millionen Coronavirus-Infektionen und mehr als 126.000 Todesfälle bestätigt. Das sind die mit Abstand höchsten Zahlen der Welt. (AFP)

VW beendet Corona-Kurzarbeit in deutschen Werken

Volkswagen will ab Mittwoch die coronabedingte Kurzarbeit in seinen deutschen Werken vorerst beenden. Dies gelte für die Standorte in Braunschweig, Chemnitz, Emden, Hannover, Kassel, Osnabrück, Salzgitter und Wolfsburg, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. In Dresden und Zwickau war bereits vor längerer Zeit die Kurzarbeit beendet worden. Durch die Öffnung der Autohäuser und die Angebote zur Verkaufsförderung habe sich die Auftragslage zuletzt positiv entwickelt, begründete der Konzern die Entscheidung.

"Da eine Einschätzung der weiteren Entwicklung der Situation jedoch schwierig bleibt, beobachten wir diese weiterhin sehr genau, um bedarfsgerecht reagieren zu können", erklärte der VW-Manager Arne Meiswinkel. Die Auslastung der deutschen Werke der Marke Volkswagen liegt nach Konzernangaben derzeit zwischen 75 und 95 Prozent verglichen mit dem Produktionsniveau vor der Corona-Pandemie.

Auch beim Autobauer BMW sank der Anteil der Beschäftigten in Kurzarbeit. Während im April und Mai über 30.000 Mitarbeiter in Kurzarbeit waren, seien dies im Juni insgesamt nur noch etwa 4000 Beschäftigte. (AFP)

Verbraucherschützer fordern Verlängerung für Corona-Mieterschutz

Die Verbraucherzentralen fordern, dass Mieter länger vor den wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise geschützt werden. Viele Verbraucher seien auch weiterhin stark belastet, sagte der Chef des Verbraucherzentrale-Bundesverbands, Klaus Müller, dem „Handelsblatt“. Es sei wichtig, für existenzielle Krisen „Überbrückungsmöglichkeiten“ zu bieten. „Nötig ist daher eine zeitnahe Verlängerung der Moratorien für Kredite, Miet- und Energiezahlungen“, forderte Müller. Diese Moratorien sollten am Dienstag auslaufen.

Der Bundestag hatte zur Abmilderung der Pandemie-Folgen beschlossen, dass Mietern vom 1. April bis zum 30. Juni nicht gekündigt werden darf, wenn sie wegen der Corona-Krise die Miete nicht zahlen können. Auch bei privaten Krediten und Rechnungen für Strom oder Gas ist für diesen Zeitraum ein Zahlungsaufschub möglich.

Zuletzt hatten Union und SPD über eine Verlängerung gestritten. Justizministerin Christine Lambrecht (SPD) wollte die Erleichterungen bis Ende September ausdehnen, die Union stemmte sich dagegen. Bis Dienstagnachmittag war kein Kompromiss gefunden. Am Donnerstag soll im Bundestag über das Thema debattiert werden. (dpa)

Umfrage: Mehr Konflikte und mehr Belastung in häuslicher Pflege

Menschen, die Angehörige häuslich pflegen, sind durch die Corona-Krise stark belastet. Rund jeder Vierte (23 Prozent) hat laut einer Umfrage Sorge, die häusliche Pflege wegen dieser Situation nicht mehr zu schaffen.

Ähnlich viele (24 Prozent) gaben an, dass sie mehr emotional belastende Konflikte mit der pflegebedürftigen Person haben als vorher. Schöne Momente hätten dagegen abgenommen, gaben 23 Prozent an. Immerhin 12 Prozent berichteten aber auch das Gegenteil, für knapp zwei Drittel (64 Prozent) hat sich in dem Punkt nichts verändert.

Das Zentrum für Qualität in der Pflege (ZQP) und die Charité-Universitätsmedizin Berlin haben die Befragung zwischen Ende April und Anfang Mai durchgeführt - zu einem Zeitpunkt also, als etwa die Kontaktbeschränkungen strenger waren als im Moment.

Umfrage: Medienkonsum in der Corona-Krise in Deutschland deutlich gestiegen 

Die Mediennutzung in Deutschland ist in der Corona-Krise einer Umfrage für den Bundesverband der Digitalpublisher und Zeitungsverleger (BDZV) zufolge „stark gestiegen“. 65 Prozent oder zwei Drittel der Menschen über 16 Jahren informierten sich dabei mindestens einmal täglich über Nachrichten von landesweiter Bedeutung, teilte der BDZV am Dienstag in Berlin mit. Vergleichswerte oder die Höhe des Anstiegs wurden nicht genannt.

Eine „vertrauenswürdige Quelle“ sei den Menschen beim Konsum von Nachrichten am wichtigsten, erklärte der Branchenverband weiter. Die Umfrage erfolgte durch das Datenanalyse-Unternehmen Nielsen Ende April und Anfang Mai. Befragt wurden 1000 Menschen im Alter von 16 bis 69 Jahre. Die Ergebnisse seien repräsentativ, hieß es. (AFP)

Bürgermeister Müller erwartet auch für Berlin kostenlose Corona-Tests für alle

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) geht davon aus, dass es in Berlin kostenlose Coronavirus-Tests für alle geben wird. „Ich glaube, wir werden auch sehr bald diesen bayerischen Weg einschlagen“, sagte er am Montagabend im Fernsehsender ntv. Wenn ein Bundesland so anfange und viele andere „schon eine Teststrategie haben, dann wird das eine Welle“, sagte der SPD-Politiker weiter.

Dann würden die Tests günstiger, sagte Müller. Bald werde es für „viele Menschen ganz unproblematisch sein, sich testen lassen zu können“. Berlin mache die Tests bislang schrittweise. Symptom- und anlasslos testen lassen können sich bislang einige Mitarbeiter in Kitas und Schulen, wobei das im Sommer auf alle dort Beschäftigten und andere Bereiche ausgeweitet werden soll.

Bayern hatte am Wochenende angekündigt, dass sich zeitnah jeder Bürger auch ohne Symptome auf das Coronavirus testen lassen kann. Kritik an dem Vorstoß kam von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der ein systematisches Vorgehen anmahnte. (AFP)

Sachsen-Anhalt schafft Kontaktverbot ab - größere Feiern ab August

Das Kontaktverbot in Sachsen-Anhalt läuft zum Donnerstag nach mehr als drei Monaten aus und wird durch eine Empfehlung ersetzt. In der siebten Landesverordnung zur Eindämmung des neuartigen Coronavirus, die das Landeskabinett am Dienstag in Magdeburg beschloss, wird empfohlen, sich mit nicht mehr als zehn Personen aufzuhalten, wie Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Dienstag sagte. Außerdem empfiehlt die Landesregierung, den Personenkreis, zu dem ein physisch-sozialer Kontakt besteht, möglichst konstant zu halten.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) betonte allerdings, dass es sich um eine dringende Empfehlung handele. Vom 1. zum 2. Juli, wenn die neue Verordnung in Kraft tritt, ändere sich ja nichts an der Ansteckungsgefahr. Der Wechsel vom Verbot zur Empfehlung sei auch ein Vertrauensvorschuss an die Bevölkerung. In einem Monat will die Regierung die neue Verordnung, die bis zum 16. September gelten soll, bewerten und gegebenenfalls nachschärfen.

Mit der neuen Verordnung setzt die Landesregierung mehrere Lockerungen um, Verbote werden immer mehr zur Ausnahme. So bleiben etwa Diskotheken und Bordelle geschlossen. Großveranstaltungen sollen weiterhin bis mindestens 31. Oktober untersagt bleiben. Grundsätzlich verboten sind außerdem Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen. (dpa)

Corona-Gnadenerlass: Berlin erlässt einen Teil von Strafen

Mit einem Corona-Gnadenerlass wird in Berlin jetzt Menschen die Haft erspart, die eigentlich eine Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen müssten. Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) sagte am Dienstag, „über den dicken Daumen gerechnet“, könnten etwa 1000 Verurteilte davon profitieren. Ausgenommen seien aber Verurteilte wegen Sexual- und Gewaltstraftaten sowie Hassverbrecher.

Bereits Mitte März war wegen der Corona-Ansteckungsgefahr der Haftantritt für Täter ausgesetzt worden, die wegen nicht gezahlter Geldstrafen hinter Gitter müssten. Zunächst sollte der Aufschub für vier Monate bis Mitte Juli gelten, nun wird die Strafe erlassen. Dies gelte etwa für Betroffene mit Geldstrafen bis zu 40 Tagessätzen oder für Verurteilte, die älter als 60 Jahre alt sind sowie Menschen, die von 90 Tagessätzen bereits die Hälfte abgegolten haben.

So genannte Ersatzfreiheitsstrafen werden vom Gericht verhängt, wenn etwa notorische Schwarzfahrer oder Ladendiebe zu einer Geldstrafe verurteilt wurden, diese aber nicht zahlen wollen oder können. „Ersatzfreiheitsstrafer“ bleiben laut Justiz sonst im Schnitt 30 Tage im Gefängnis. Senator Behrendt sagte, der Strafvollzug sei „bisher durchaus erfolgreich“ durch die Corona-Krise gekommen. Im geschlossenen Strafvollzug haben es keinen einzigen Infizierten gegeben, im offenen Vollzug zwei Fälle. (dpa)

Hamburg lässt wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern zu

In Hamburg sind ab Mittwoch unter Auflagen wieder Veranstaltungen mit bis zu 1000 Teilnehmern im Freien und 650 Teilnehmern in geschlossenen Räumen zulässig. Das sieht eine am Dienstag vom Senat beschlossene neue Corona-Eindämmungsverordnung vor. Voraussetzung seien entsprechende Schutzkonzepte etwa für das Rein- und Rauskommen, feste Sitzplätze und die Möglichkeit der Kontaktverfolgung. Ohne feste Platzvergabe sind im Freien maximal 200 und in Räumen 100 Personen zulässig. Wird Alkohol ausgeschenkt, muss die Teilnehmerzahl jeweils halbiert werden. Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern bleiben demnach weiter untersagt.

Im privaten Rahmen könnten künftig wieder bis zu 25 Personen zu Feiern zusammenkommen, egal aus wie vielen Haushalten, sagte Gesundheitsstaatsrätin Melanie Schlotzhauer. Treffen in der Öffentlichkeit seien auf zehn Personen aus beliebig vielen Haushalten begrenzt. Bislang galt eine Beschränkung auf zwei Haushalte.

Musikclubs, Diskotheken, Bordelle, Saunas und andere Betriebe, in denen es zu besonderer körperlicher Nähe komme, müssten auch weiterhin geschlossen bleiben. Die Masken-Pflicht im öffentlichen Nahverkehr und im Einzelhandel bleibt bestehen. (dpa)

Corona-Ausgangssperre in Teilen von Melbourne bis Ende Juli verhängt

Wegen einer Reihe von Corona-Neuinfektionen ist für hunderttausende Einwohner von Melbourne eine Ausgangssperre verhängt worden. Die Bewohner von mehr als 30 Wohnvierteln der australischen Metropole sollten ab Mitternacht bis zum 29. Juli ihre Häuser möglichst nicht verlassen, sagte der Regierungschef des südlichen Bundesstaates Victoria, Daniel Andrews, am Dienstag. Betroffen von den Ausgangsbeschränungen sind demnach mehr als 300.000 der rund fünf Millionen Einwohner von Melbourne. Die zweitgrößte Stadt Australiens hat mit einem Anstieg der Corona-Infektionen zu kämpfen. Der Bundesstaat Victoria registrierte seit Donnerstag 233 Neuinfektionen, die meisten davon in Melbourne.

Auch viele Geschäfte müssen nun nur wenige Wochen nach dem Ende des Corona-Lockdown wieder schließen. Darüber hinaus hat Andrews nach eigenen Angaben den australischen Premierminister Scott Morrison darum gebeten, internationale Flüge mit dem Ziel Melbourne auf andere Flughäfen zu verteilen. Schließlich habe sich gezeigt, dass "eine beträchtliche Anzahl" der neuen Fälle im Zusammenhang mit Personal von Hotels stehe, in denen aus dem Ausland kommende Australier untergebracht sind, sagte Victorias Regierungschef.

Bislang verzeichnete Australien rund 7.800 Corona-Infektionen, 104 Infizierte starben. In einigen Regionen des Landes gibt es Schätzungen zufolge zur Zeit gar keine Infizierten mehr. (AFP)

Ifo: Zahl der Kurzarbeiter sinkt - Entspannung im Gastgewerbe

In Deutschland ist die Zahl der Kurzarbeiter nach Berechnungen des Ifo-Instituts im Juni gesunken. Nach 7,3 Millionen Kurzarbeitern im Mai seien es im Juni noch 6,7 Millionen gewesen, hieß es in einer am Dienstag veröffentlichten Mitteilung. Der Anteil an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten sei damit von zuvor 22 Prozent auf nur noch 20 Prozent geschrumpft. Die Berechnung basiert auf den Ergebnissen von Unternehmensbefragungen des Münchener Forschungsinstituts.

„Der Rückgang ist recht zögerlich, und in einigen Branchen nimmt die Kurzarbeit sogar noch zu“, sagt Ifo-Arbeitsmarkt-Experte Sebastian Link. Nach der Ifo-Schätzung erhöhte sich die Zahl der Kurzarbeiter in der Industrie von 2,2 Millionen auf 2,3 Millionen Menschen und damit von 31 auf 33 Prozent der Beschäftigten in den Industriebetrieben.

In der Autobranche stieg die Zahl der Kurzarbeiter laut Ifo-Berechnungen leicht von 513.000 auf 516.000, der Anteil blieb bei 46 Prozent. Im Maschinenbau nahm die Zahl von 316.000 auf 354.000 zu, der Anteil wuchs von 29 auf 33 Prozent. Eine Verbesserung der Lage zeigte sich hingegen im Gastgewerbe. Hier sank die Zahl der Kurzarbeiter laut Ifo-Berechnungen von 796.000 auf 672.000. Allerdings liegt der Anteil der Kurzarbeiter im Gastgewerbe immer noch bei 61 Prozent sind nach 72 Prozent im Mai. (dpa)

Laschet bestätigt angebliche Landesbürgschaft für Schalke nicht

Die nordrhein-westfälische Landesregierung hat laut Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) keine Entscheidung über eine Bürgschaft für den FC Schalke 04 getroffen. Er könne Berichte über öffentliche Hilfen für den finanziell angeschlagenen Fußball-Bundesligisten in Höhe von 40 Millionen Euro nicht bestätigen, sagte Laschet am Dienstag in Düsseldorf.

Generell habe es seit 1995 allerdings unter jeder Landesregierung Bürgschaften für Fußball- und Sportvereine gegeben. Allerdings seien solche Anträge grundsätzlich strikt vertraulich zu behandeln und zu prüfen. Öffentliche Spekulationen verböten sich. „Es wird mit Sicherheit keine Lex Schalke geben“, sagte Laschet.

Der Bundesliga-Zwölfte hatte für das Geschäftsjahr 2019 Verbindlichkeiten in Höhe von 197 Millionen Euro vermeldet. Die durch die Coronakrise verursachten Einnahmenverluste bereiteten zusätzliche finanzielle Probleme. Zudem verpasste der Club nach zuletzt 16 Spielen ohne Sieg die Qualifikation für einen lukrativen europäischen Wettbewerb. (dpa)

Mehrere US-Bundesstaaten führen Corona-Beschränkungen wieder ein

Angesichts eines raschen Anstiegs von Corona-Neuinfektionen treten mehrere US-Bundesstaaten bei den Lockerungen der Corona-Auflagen auf die Bremse. So müssen etwa in Arizona Bars, Fitnesszentren und Kinos wieder schließen. Der Gouverneur des südwestlichen US-Bundesstaates, Douglas Ducey, erklärte am Montag (Ortszeit), auch Veranstaltungen mit über 50 Teilnehmern seien nun wieder verboten - und das nur eine Woche nach einem großen Auftritt von US-Präsident Donald Trump in Arizona.

Duceys Anordnung gilt zunächst bis Ende Juli. „Wir gehen davon aus, dass sich unsere Zahlen verschlechtern werden“, sagte der Gouverneur laut US-Medien bei einer Pressekonferenz. In dem Bundesstaat mit gut sieben Millionen Einwohnern gibt es bislang rund 75.000 bestätigte Coronavirus-Infektionen. Zuletzt war die Zahl der Neuinfektionen schnell angestiegen - genauso wie in den südlichen Bundesstaaten Kalifornien, Texas und Florida.

Am kommenden Feiertagswochenende bleiben in Südkalifornien daher im Bezirk Los Angeles die Strände geschlossen. Auch Fahrradwege, Parkplätze und Piers sind von Freitag bis Montag nicht zugänglich, teilte der Bezirk am Montagabend mit. Ebenso wurde das traditionelle Feuerwerk zum Nationalfeiertag (4. Juli) abgesagt.

Auch in Teilen Floridas sollten die Strände geschlossen bleiben. In der Stadt Jacksonville, wo die US-Republikaner im August ihren Parteitag abhalten wollen, sollen nun in öffentlichen Gebäuden, in denen Abstandsvorgaben nicht eingehalten werden können, Masken getragen werden. Trumps Republikaner hatten ihren Parteitag wegen zu strenger Corona-Auflagen in North Carolina zum Teil nach Florida verlegt.

Der Bundesstaat Nevada verschob die nächste Stufe seiner Lockerungen am Montag bis Ende Juli. Gouverneur Steve Sisolak appellierte an die Bürger, in der Öffentlichkeit weiter eine Maske zu tragen und sich an den empfohlenen Sicherheitsabstand zu halten. Der Bundesstaat New Jersey verschob die für Donnerstag geplante Erlaubnis für Restaurants, Gäste wieder in geschlossenen Räumen bewirten zu dürfen. In Texas wurde zuletzt eine Schließung von Bars angeordnet. Auch andere Bundesstaaten kündigten an, Lockerungen bei den Corona-Auflagen wieder rückgängig zu machen. (dpa)

+++ 29. Juni +++

Berliner Corona-Ampel bleibt grün: 8219 bestätigte Infektionen

Zu Wochenbeginn ist die Zahl bestätigter Corona-Infektionen in Berlin um 44 auf 8219 angewachsen - am Vortag hatte die Zunahme 8 Fälle betragen. In den Krankenhäusern würden gegenwärtig 123 Patienten isoliert behandelt, davon 31 auf der Intensivstation, teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Montagabend mit.

Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben bisher 214 Menschen, einer mehr als an den vergangenen Tagen seit Freitag. Dabei stellen die über 80-Jährigen mit 117 Toten die bei weitem größte Altersgruppe. 7272 Erkrankte gelten inzwischen als genesen.

Die von der Gesundheitsverwaltung als Gradmesser für die Pandemie gebrauchte Ampel mit ihren drei Indikatoren blieb am Montag durchgehend grün. Die Reproduktionszahl (R-Wert) stieg allerdings mit 0,61 im Vergleich zu den Vortagen weiter an (Sonntag: 0,57). Sie gibt die Dynamik des Infektionsgeschehens an und sollte möglichst unter 1,1 liegen.

Ebenfalls klar im grünen Bereich blieb die Zahl der Neuinfektionen pro Woche im Verhältnis zur Einwohnerzahl (8,91) und der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden (2,4 Prozent). Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen dann Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen. Unter den zwölf Bezirken liegt weiter Mitte mit 1188 bestätigten Fällen an der Spitze, gefolgt von Neukölln (1011) und Charlottenburg-Wilmersdorf (842). (dpa)

Corona-Pandemie: Hersteller setzt Preis für Remdesivir

In der Coronavirus-Pandemie hat das US-Biotech-Unternehmen Gilead Sciences den Preis für den Wirkstoff Remdesivir für den US-Markt festgelegt. Eine fünftägige Behandlung mit Remdesivir werde bei Bestellung durch die US-Regierung 2340 Dollar (etwa 2000 Euro) pro Patient kosten, schrieb Gilead-Chef Daniel O'Day am Montag in einem offenen Brief. Für private Krankenversicherungen sei der Preis etwa ein Drittel höher. Bei diesem Preis hätten seiner Einschätzung nach alle Menschen Zugang zu dem Wirkstoff, schrieb O'Day. Für bedürftigere Länder werde es generische Versionen des Medikaments mit geringerem Preis geben.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Europäische Arzneimittel-Agentur EMA eine Zulassung für das Mittel mit dem Handelsnamen Veklury unter Auflagen auch in Europa empfohlen. Eine internationale Studie mit über 1000 Teilnehmern hatte Ende April gezeigt, dass Remdesivir bei Covid-19-Patienten die Zeit bis zu einer Genesung im Schnitt um vier Tage verkürzen kann - von 15 auf 11 Tage. Die Sterblichkeit ging in der Untersuchung geringfügig zurück, was statistisch jedoch nicht signifikant war.

Die USA hatten bereits Anfang Mai eine Ausnahmegenehmigung für den begrenzten Einsatz des Wirkstoffes in Krankenhäusern erteilt. Auch in Deutschland war das Mittel bislang schon innerhalb eines Arzneimittel-Härtefallprogrammes zugänglich und wird in klinischen Studien getestet. Remdesivir wurde ursprünglich zur Behandlung von Ebola entwickelt, zeigte aber eine zu geringe Wirkung. Es ist bislang in keinem Land der Welt uneingeschränkt als Medikament zugelassen. Bislang gibt es keine Impfung gegen das neuartige Coronavirus und auch keine zuverlässige zugelassene medikamentöse Therapie. (dpa)

Kalayci: Mehr jüngere Menschen infizieren sich mit Corona

Unter den Corona-Neuinfizierten in Berlin steigt der Anteil jüngerer Menschen. Das gab Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses bekannt. „Bei den Neuinfizierten beobachten wir, dass im Durchschnitt weniger Ältere betroffen sind, stärker im Bereich Altersgruppe Kinder und deren Eltern, aber auch Jugendliche“, sagte die SPD-Politikerin. Der Altersdurchschnitt der Neuinfizierten liegt nach ihren Angaben aktuell bei etwa 40 Jahren, dieser Wert sinke bereits seit einiger Zeit. Im Bundesdurschnitt sind Menschen, die sich mit dem Coronavirus anstecken, laut Kalayci 49 Jahre alt.

Kalayci machte deutlich, dass sich die Corona-Lage in Berlin nach einem starken Anstieg der Neuinfektionen in zwei Häuserkomplexen in Neukölln und Friedrichshain-Kreuzberg inzwischen wieder etwas positiver darstelle. Zuletzt sei die Zahl neuer Infektionen wieder moderat zurückgegangen. Die beiden größeren Corona-Ausbrüche in „Problemimmobilien“ mit einer Bewohnerschaft in beengten Wohn- und schwierigen sozialen Verhältnissen seien „eingrenzbar und lokalisierbar“ gewesen: „Wir sehen keine Streuung bei diesen Ereignissen.“ In Friedrichshain-Kreuzberg lag der Altersdurchschnitt der 54 positiv getesteten Hausbewohner laut Kalayci bei 19,5 Jahren.

Am Sonntag war die Zahl bestätigter Corona-Infektionen in Berlin gegenüber dem Vortag um acht auf 8175 gestiegen. 7217 Menschen sind laut Gesundheitsverwaltung genesen und 745 aktuell krank. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben bisher 213 Menschen. (dpa)

Broadway-Theater in New York bleiben bis 2021 geschlossen

Im berühmtesten Theaterviertel der Welt bleiben wegen des Coronavirus in diesem Jahr die Lichter aus: Am New Yorker Broadway wurden am Montag alle Vorstellungen für den Rest des Jahres abgesagt. Bereits gekaufte Tickets bis zum 2. Januar würden erstattet oder umgetauscht, teilte der Branchenverband «The Broadway League» mit. Wegen der Pandemie waren von 12. März an alle Vorstellungen abgesagt worden.

Der Broadway mit seinen rund 40 Theaterstücken und Musicals zählt zu den wichtigsten Touristenmagneten der Millionenmetropole. Im Jahr 2019 wurden 14,7 Millionen Tickets für insgesamt knapp 1,8 Milliarden Dollar verkauft. Das entspricht in etwa dem Anderthalbfachen des Tickets-Umsatzes in allen deutschen Kinos. Zuvor hatte auch bereits das berühmte Konzerthaus Carnegie Hall angekündigt, dass es bis Anfang Januar 2021 keine Auftritte gebe. (dpa)

EU: Einreisebeschränkungen für Menschen aus Drittstaaten sollen bleiben

Die EU-Länder wollen die wegen der Corona-Pandemie verhängten Einreisebeschränkungen für Menschen aus den USA und zahlreichen anderen Drittstaaten vorerst aufrechterhalten. Lediglich Menschen aus 14 Ländern sollen vom 1. Juli an wieder normal in einreisen dürfen, wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag nach Einleitung eines entsprechenden Beschlussverfahrens von EU-Diplomaten erfuhr.

Konkret sind das Algerien, Australien, Georgien, Japan, Kanada, Marokko, Montenegro, Neuseeland, Ruanda, Serbien, Südkorea, Thailand, Tunesien und Uruguay. China soll nur dann berücksichtigt werden, wenn es im Gegenzug auch Einreisebeschränkungen für Europäer aufhebt.

Mit einer offiziellen Bekanntgabe des Beschlusses wird am Dienstag gerechnet. Dass die erforderliche Mehrheit der EU-Staaten zusammenkommt gilt als sicher, weil sonst das schriftliche Verfahren für den Beschluss nicht eingeleitet worden wäre. (dpa)

Laschet: Einschränkungen im Kreis Gütersloh eine Woche verlängert

Nach dem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies bleibt das öffentliche Leben im Kreis Gütersloh für eine weitere Woche eingeschränkt. Für den Nachbarkreis Warendorf dagegen laufen Einschränkungen um 0 Uhr in der Nacht zu Mittwoch aus, wie der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Montag in Düsseldorf sagte. (dpa)

Brandenburg zählt keine neuen Corona-Infektionen

In Brandenburg sind vorerst keine neuen bestätigten Corona-Infektionen hinzugekommen. Von Sonntag bis Montag sei der Stand von bisher 3451 Menschen, die seit März mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert wurden, gleich geblieben, teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Potsdam mit.

Derzeit sind rund 130 Menschen an Covid-19 erkrankt, davon werden neun Patienten im Krankenhaus behandelt. Etwa 3150 Menschen gelten als genesen. Von Samstag auf Sonntag waren drei bestätigte Neuinfektionen in Brandenburg hinzugekommen. Ein neuer Todesfall kam nicht hinzu, seit März kamen 171 Corona-Patienten ums Leben. (dpa)

IWF: Folgen von Corona in Afrika schlimmer als zuvor erwartet

Die Corona-Krise wird die afrikanischen Länder südlich der Sahara laut des Internationalen Währungsfonds noch härter wirtschaftlich treffen als zunächst erwartet. In diesem Jahr drohe der Region ein Schrumpfen der wirtschaftlichen Leistung um 3,2 Prozent, nicht 1,6 Prozent, wie noch im April prognostiziert, teilte der Internationale Währungsfonds (IWF) am Montag mit. Das Einkommen pro Kopf werde im Durchschnitt um sieben Prozent sinken.

Dies liegt demnach unter anderem an den strengen Corona-Maßnahmen, die viele Länder Afrikas verhängten und die teilweise verheerende wirtschaftliche Auswirkungen haben, etwa in Südafrika. Die meisten Länder haben inzwischen begonnen, die Maßnahmen wieder zu lockern - oft aus wirtschaftlichen Gründen. Zudem spielten eine stark gesunkene Nachfrage sowie die unterbrochenen Lieferketten und der globale Rückgang der Wirtschaftsleistung eine Rolle, hieß es.

Das Coronavirus erreichte Afrika recht spät und mit rund 383.000 Fällen hat der Kontinent weniger Infizierungen verzeichnet als andere Regionen der Welt. Allerdings beschleunigt sich inzwischen die Ausbreitung. Die meisten Fälle haben Südafrika, Ägypten, Nigeria und Ghana verzeichnet. Die panafrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC erwartet, dass die Pandemie erst im August oder September ihren Höhepunkt in Afrika erreichen wird. (dpa)

Gesundheitsminister Spahn kritisiert Bayern wegen Testoffensive

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat die von Bayern angekündigten Corona-Tests für alle Bürger kritisiert. „Einfach nur viel testen klingt gut, ist aber ohne systematisches Vorgehen nicht zielführend“, schrieb Spahn am Montag im Kurzbotschaftendienst Twitter. Dies wiege in falscher Sicherheit, erhöhe das Risiko falsch-positiver Ergebnisse und belaste die vorhandene Testkapazität.

Spahn schrieb, „testen, testen, testen - aber gezielt“ sei die mit dem Robert-Koch-Institut entwickelte nationale Teststrategie. Dies beinhalte umfassendes präventives Testen im Gesundheitswesen und bei lokalen Ausbrüchen wie zuletzt in Gütersloh.

Bayern hatte am Wochenende angekündigt, dass sich zeitnah jeder Bürger auch ohne Symptome auf das Coronavirus testen lassen kann. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) verteidigte diese Strategie im ZDF-„Morgenmagazin“, es gebe keine andere Möglichkeit für Sicherheit als zu testen. Bayern mache gezielte Serientests etwa in Pflege- und Erziehungsberufen - dies sei die Basis. Darüber hinaus solle es aber die breite Testmöglichkeit für alle Bürger in Bayern geben. (AFP)

Iran: Über 160 Corona-Tote an einem Tag

Im Iran sind alleine innerhalb von 24 Stunden über 160 Corona-Patienten gestorben. Das ist eine Rekordzahl und führte im Gesundheitsministerium zu ernsthaften Sorgen. Damit liege die Zahl der Toten aktuell bei 10.670 und die der Infizierten bei 225.205, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari am Montag im Staatsfernsehen.

Der erneute Anstieg der Fallzahlen geschah nach Ansicht von Experten wegen der Lockerungen in den letzten Wochen. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang der Infektionswelle Ende Mai, hatte die Regierung von Hassan Ruhani die Anti-Corona-Maßnahmen gelockert und fast allen Branchen die Arbeit wieder erlaubt. Mit den Lockerungen wurden auch die Menschen immer unvorsichtiger. Laut Gesundheitsministerium nehmen nur noch zehn Prozent der 82 Millionen Iraner die Hygienevorschriften ernst. (dpa)

Irische Pubs dürfen nach 15 Wochen Corona-Lockdown wieder öffnen

Nach rund 15 Wochen Schließung wegen der Corona-Pandemie dürfen in Irland seit Montag wieder Kneipen öffnen. Pubs, in denen Essen serviert wird, sowie Restaurants und Hotels nahmen im Zuge einer neuen Lockerungsphase wieder ihren Betrieb auf. Auch Kirchen, Friseurgeschäfte, Kinos sowie Museen durften wieder öffnen. Zudem wurden alle inländischen Reisebeschränkungen aufgehoben. In geschlossenen Räumen dürfen sich künftig 50 Menschen versammeln, im Freien bis zu 200.

Barbetreiber-Organisationen gingen davon aus, dass rund 2000 der insgesamt 7000 irischen Pubs, die seit Mitte März geschlossen waren, wieder ihren Betrieb aufnähmen. In den Bars gelten strenge Abstandsregeln: Die Gäste müssen an Tischen Platz nehmen und dürfen maximal 105 Minuten in den Lokalen verweilen.

In Irland starben nach offiziellen Angaben bislang mehr als 1700 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Angesichts eines Rückgangs der Totenzahlen seit Mitte April entschied die irische Regierung, die Lockerungsmaßnahmen früher als geplant umzusetzen. Nahezu alle verbleibenden Beschränkungen sollen nun im Juli und nicht erst im August aufgehoben werden. (AFP)

Höchste Zahl an Neuinfektionen in Tschechien seit Anfang April

Tschechien hat die höchste tägliche Zahl an Coronavirus-Neuinfektionen seit Anfang April registriert. Am Sonntag wurden 305 bestätigte Erkrankungsfälle gemeldet, während es am Samstag noch 260 gewesen waren. Nach Einschätzung von Gesundheitsminister Adam Vojtech handelt es sich nicht um eine zweite Welle. Grund für den sprunghaften Anstieg sei ein lokaler Infektionsherd in der Industrieregion Mährisch-Schlesien, sagte der 33-Jährige am Montag. Dort finden derzeit Reihenuntersuchungen unter Bergleuten des staatlichen Steinkohleförderers OKD statt.

Während die Corona-Maßnahmen im Rest des Landes weiter gelockert werden, kommt es in der östlichen Region zu Verschärfungen. Unter anderem sind dort bis auf Widerruf nur Versammlungen von bis zu 100 Menschen zulässig. Zudem gilt die Mundschutzpflicht weiter, die im Rest des Landes ab dem 1. Juli bis auf wenige Ausnahmen entfällt. Als stabil schätzt das Gesundheitsministerium die Entwicklung in der Hauptstadt Prag ein, die bei Touristen wegen ihrer historischen Bausubstanz beliebt ist. In Tschechien wurden bisher 348 Todesfälle mit der Lungenkrankheit Covid-19 in Verbindung gebracht. (dpa)

Digitalwirtschaft sieht „Silberstreifen am Horizont“ in Corona-Krise

Die Digitalbranche in Deutschland sieht Lichtblicke in der Corona-Krise. Das geht aus dem Konjunkturbericht des Digitalverbandes Bitkom hervor, der am Montag in Berlin veröffentlicht wurde. Allerdings musste sich die Digitalwirtschaft auch vom ursprünglich ins Auge gefassten Wachstumsziel von plus 1,6 Prozent für das laufende Jahr verabschieden. Nun rechnet der Verband mit einem Umsatzrückgang von 3,3 Prozent auf 163,5 Milliarden Euro.

Über alle Branchen hinweg wird die Krise schmerzhafter ausfallen. Der Sachverständigenrat rechnete zuletzt mit einem Minus der Wirtschaftsleistung von 6,5 Prozent im laufenden Jahr. Der Bitkom geht auch davon aus, dass sich die Digitalbranche schnell erholt. 2021 werde der Digitalsektor um 2 Prozent auf 166,7 Milliarden Euro wachsen. „Die Hoffnungen sind groß, dass der Tiefpunkt der Coronakrise überwunden ist und der allgemeine Digitalisierungsschub die Branche auch wirklich wieder ankurbelt“, sagte Bitkom-Präsident Achim Berg. (dpa)

Kalayci: Mehr Bedarf an Hilfsangeboten für Frauen wegen Gewalt

Im Zuge zunehmender Lockerungen in der Corona- Krise suchen mehr Frauen Hilfe wegen häuslicher Gewalt. Am Anfang der Pandemie sei die Nachfrage nach Hilfsangeboten weniger stark gestiegen, auch während der monatelangen Einschränkungen, berichtete Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag im Gesundheitsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. „Aber jetzt, wo die Lockerung da ist, mit etwas Zeitverzug, sehen wir tatsächlich, dass mehr und mehr unser Hilfesystem (...) stärker in Anspruch genommen wird.“ So sei die Zahl der Anrufe bei der sogenannten Big-Hotline, die Hilfe bei häuslicher Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder bietet, im Zeitraum 1. bis 21. Juni um 12 Prozent gestiegen.

Kalayci wies darauf hin, dass Berlin frühzeitig vorgesorgt habe und der Senat die Situation seit April „engmaschig“ beobachte, um gegebenenfalls neu reagieren zu können. Aktuell seien die Kapazitäten in Frauenhäusern, Zufluchtswohnungen und anderen Schutzräumen zu 78 Prozent ausgelastet. Ein Hotel, in dem zusätzlich 100 Schutzplätze geschaffen worden seien, sei mit mehr als 80 Frauen und Kindern belegt. Geplant sei, ein weiteres Stadthotel anzumieten und dort 145 zusätzliche Plätze zur Verfügung zu stellen. (dpa)

Große Unterschiede bei Kurzarbeit - Tourismusregionen stark betroffen

Kurzarbeit durch die Corona-Krise hat vor allem Regionen mit einem hohen Anteil von Unternehmen aus der Metall- und Elektroindustrie sowie Urlaubsgebiete getroffen. Das hat eine Analyse für die gewerkschaftsnahe Hans-Böckler-Stiftung ergeben.

Insbesondere deutschen Städte und Kreise mit starker Autobranche wiesen hohe Quoten bei der angezeigten Kurzarbeit auf, heißt es in der Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Böckler-Stiftung. So seien im März und April an den VW-Standorten Emden (56,0 Prozent) und Wolfsburg (52,2 Prozent) für mehr als die Hälfte aller dort sozialversicherungspflichtig Beschäftigten Kurzarbeit angezeigt worden. Der bundesweite Durchschnitt habe im April gut 31 Prozent betragen.

Kurzarbeit sei vor allem in Regionen mit unterdurchschnittlichen Beschäftigungsanteilen von Großbetrieben angezeigt worden. Die Krise habe „viele kleinere Betriebe hart getroffen und die haben schnell mit Kurzarbeit reagiert“, betonte WSI-Forscher Helge Emmler. Die Ergebnisse der Untersuchung wiesen damit auf einen bedarfsgerechten Einsatz der Kurzarbeit hin.

Die Forscher hatten Regionaldaten der Bundesagentur für Arbeit (BA) zur angemeldeten Kurzarbeit ausgewertet. Diese Zahlen dürften deutlich höher sein als die der tatsächlich kurzarbeitenden Beschäftigten. Die Unternehmen hätten oft vorsorglich für größere Gruppen Kurzarbeit angemeldet. Regionale Daten zur tatsächlich realisierten Kurzarbeit würden erst in einigen Monaten vorliegen. (dpa)

250 Millionen für Biontech - Daten zu Covid-Impfstoff bald erwartet

Das Mainzer Biopharma-Unternehmen Biontech bekommt unter anderem durch eine Investition von Singapurs Staatsfonds Temasek frisches Geld. Insgesamt bringe eine Privatplatzierung von Aktien bei Temasek und anderen Investoren 250 Millionen US-Dollar (222 Mio Euro), teilte Biontech am Montag in Mainz mit. Die Summe teile sich auf in rund 139 Millionen Dollar an Stammaktien sowie 112 Millionen Euro an vierjährigen Pflichtwandelanleihen. Der Abschluss der Investition sei für Anfang bis Mitte August geplant.

„Wir freuen uns, Temasek als neuen Aktionär an Bord begrüßen zu dürfen“, sagte Biontech-Mitbegründer und -Chef Ugur Sahin nach einer Mitteilung. Temasek zeichne sich durch einen langfristigen Investitionsansatz, globale Präsenz und Erfahrung in der Biotechnologie aus und passe daher gut zur Vision von Biontech, ein weltweit führendes biopharmazeutisches Unternehmen aufzubauen. Biontech ist an der US-Technologiebörse Nasdaq notiert.

Wie viele andere Unternehmen sucht auch Biontech nach einem Impfstoff gegen die Lungenerkrankung Covid-19. Die Mainzer hatten Ende April als erstes Unternehmen in Deutschland vom Paul-Ehrlich-Institut die Genehmigung erhalten, einen Wirkstoff an gesunden Freiwilligen zu testen. Erste Ergebnisse werden Ende Juni oder Anfang Juli erwartet. (dpa)

Corona-Pandemie lässt Toyotas Produktion im Mai einbrechen

Bei Japans größtem Autobauer Toyota sind die globale Produktion und der Absatz im Mai wegen der Corona-Pandemie eingebrochen. Wie der Volkswagen-Rivale am Montag bekanntgab, sank der Ausstoß weltweit um 54,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 365 909 Fahrzeuge. Das ist der stärkste Rückgang seit Beginn der Erfassung vergleichbarer Daten 2004.

Damit ist Toyotas Produktion seit nunmehr fünf Monaten in Folge rückläufig. Der weltweite Absatz sank im Berichtsmonat zugleich um 31,8 Prozent auf 576 508 Fahrzeuge, wie der Konzern weiter bekanntgab. Im Vormonat war der globale Absatz bei Toyota allerdings noch stärker um 46,3 Prozent eingebrochen. (dpa)

Söder verteidigt Bayerns Strategie der Tests für alle 

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat die Strategie des Freistaats zur Abwehr des Coronavirus mit Tests für jedermann verteidigt. Es gebe im Kampf gegen das Virus keine Alternative, als zum einen zu testen und zum anderen Abstand zu halten, sagte Söder am Montag im ZDF-„Morgenmagazin“. „Testen ist die Grundvoraussetzung für alles: um zu wissen, wer ist infiziert, um Infektionsketten zu ermitteln, diese dann auch letztlich zu verfolgen und brechen zu können“.

Bayern biete auch eine 24-Stunden-Garantie für alle, die Symptome zeigten, damit diese nicht lange auf ihr Testergebnis warten müssten, sagte der CSU-Chef. Darüber hinaus werde denen ein Angebot gemacht, die für sich einfach Sicherheit haben wollten. „Das wird nicht so sein, dass alle es sofort annehmen. Aber das ist ein Angebot für die Menschen, und ich glaube ein sehr, sehr gutes.“ Sicherheit sei zudem „der wichtigste Konjunkturimpuls “zur Wiederbelebung der Wirtschaft, fügte Söder mit Blick auf die Abstimmung von Bundestag und Bundesrat über das Konjunkturpaket der Bundesregierung an diesem Montag hinzu.

Die bayerische Strategie steht nach Söders Darstellung auch nicht im Widerspruch zum Anspruch, fokussiert dort zu testen, wo Menschen besonders gefährdet sind. Es gebe Serientests in Alten- und Behindertenheimen, in Krankenhäusern und nach den Ferien auch in Schulen für Lehrer und Erzieher, erklärte er. (dpa)

Gedenken an Corona-Opfer bei Zeremonie in Bergamo

Italien hat der tausenden Todesopfer des Coronavirus in der Provinz Bergamo gedacht. Das Land habe durch die Pandemie „unauslöschliche Narben“ bekommen, sagte Staatschef Sergio Mattarella am Sonntagabend bei einer Zeremonie in der gleichnamigen Provinzhauptstadt. Es sei das ganze Land, das in Bergamo „gelitten hat, das verletzt worden ist, das geweint hat“.

Bergamo und andere nördliche Provinzen waren die am schlimmsten von dem neuartigen Virus heimgesuchten Regionen Italiens. Mehr als 6000 Menschen starben allein in der Provinz Bergamo an den Folgen der Infektion. Die dramatischen Bilder von dutzenden sich aufreihenden Särgen am Friedhof oder von Militärkonvois zum Transport von Corona-Toten gingen um die Welt. In der schlimmsten Phase der Krise fanden in Bergamo Bestattungen unter Ausschluss der Familien statt.

Auch an der Gedenkzeremonie am Sonntag am Friedhof Monumentale durften die Hinterbliebenen nicht teilnehmen. Ihre Zahl ist zu groß, als dass die Abstandsregeln zum Schutz vor dem Virus hätten eingehalten werden können. Nach einer Schweigeminute legte Mattarella einen Kranz ab. „Die Epidemie hat unsere Leben verändert“, sagte der Staatschef. Alle Bürger hätten Bilder im Kopf, die sie nicht mehr vergessen könnten. (AFP)

Infektions-Kennziffer im Kreis Gütersloh noch deutlich über 50

Unmittelbar vor einer möglichen Verlängerung des regionalen Lockdowns im Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen liegt die Zahl der Corona-Neuinfektionen noch deutlich über einer kritischen Marke. Laut am Montag vom Robert-Koch-Institut veröffentlichten Daten gab es in dem Kreis 112,6 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Die kritische Marke liegt bei 50. Am Sonntag hatte die sogenannte 7-Tage-Inzidenz noch 132,9, am vergangenen Dienstag noch 270,2 betragen.

Der Kreis Gütersloh ist nach den RKI-Zahlen weiterhin der einzige Kreis in ganz Deutschland oberhalb der wichtigen Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage. Hintergrund ist der massive Ausbruch des Coronavirus beim Fleischwerk von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück.

Bis Dienstag muss entschieden werden, ob die regionalen Einschränkungen des Alltagslebens in den NRW-Kreisen Gütersloh und Warendorf ausläuft oder verlängert wird. Der seit Mittwoch geltende Lockdown ist bis zum 30. Juni befristet. Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz spielt bei der Beurteilung des Infektionsgeschehens eine große Rolle. (dpa)

FDP kritisiert Mehrwertsteuersenkung als „Strohfeuer“

Die FDP hat die geplante Mehrwertsteuersenkung zur Eindämmung der Corona-Folgen als „Strohfeuer“ kritisiert. „Das ist so ein bisschen toller Wumms, aber ankommen tut halt sehr wenig, weil es nicht effektiv ist“, sagte der FDP-Haushaltsexperte Otto Fricke am Montag im „Frühstart“ von RTL und ntv. Die große Frage sei, ob Verbraucherinnen und Verbraucher dadurch wirklich ihre Umsätze vorziehen würden, wenn die Senkung ab dem ersten Juli für sechs Monate in Kraft tritt.

Man sehe zwar in Geschäften bereits niedrigere Preise, sagte Fricke. Er bezweifle jedoch, dass das bei den Menschen wirklich für Zuversicht und Mut sorge. „Das sehe ich bei dieser Mehrwertsteuer nicht.“ Es höre sich erstmal toll an, aber darum gehe es nicht bei Marktwirtschaft. „Da geht es darum, dass man Sicherheit fühlt, dass man Vertrauen hat, dass es vorangeht.“

Die Mehrwertsteuerabsenkung, die ab Mittwoch für den Rest des Jahres gelten soll, ist zentraler Bestandteil des Konjunkturpakets zur Corona-Krise, über das Bundestag und Bundesrat am Montag entscheiden wollen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hatte das Konjunkturpaket als „Wumms“ für die deutsche Wirtschaft gelobt. Der volle Satz soll für ein halbes Jahr von 19 auf 16 und der ermäßigte Satz von sieben auf fünf Prozent reduziert werden. Weitere Elemente sind der Kinderbonus von 300 Euro und Unterstützung für Unternehmen. (AFP)

Peking testet acht Millionen Menschen auf Coronavirus

Infolge des neuen Coronavirus-Ausbruchs in Peking hat die chinesische Hauptstadt millionenfach Coronatests durchgeführt. Wie die Lokalbehörden mitteilten, wurden bis Sonntag 8,3 Millionen Proben gesammelt und 7,7 Millionen Tests in der 20-Millionen-Metropole abgeschlossen. Als Reaktion auf den Ausbruch auf einem Pekinger Großmarkt hatten die Behörden vor zwei Wochen die zweithöchste Sicherheitsstufe ausgerufen, womit die chinesische Stadt teilweise abgeriegelt wurde, berichtet dpa. 

+++ 28. Juni +++

Erneut Rekord bei Neuinfektionen: 189.000 Fälle in 24 Stunden

Die Zahl der täglichen gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) auf einen neuen Rekordwert geklettert. Binnen 24 Stunden seien weltweit 189.000 neue Fälle registriert worden, teilte die WHO am Sonntagabend mit. Auch in einigen Ländern sei der Anstieg auf Rekordhöhe. Unter den Ländern mit besonders vielen Neuinfektionen ragen erneut Brasilien und die USA heraus. In Brasilien wurden laut WHO 46.860 neue Fälle verzeichnet. In den USA seien es 44.458 gewesen. Den weltweit dritthöchsten Anstieg in der jüngsten Tabelle hatte Indien mit 19.906 Fällen.

Deutlich positiver schneidet nach der WHO-Tabelle Deutschland mit 256 registrierten Neuinfektionen binnen eines Tages ab. Für Italien liegt der Wert bei 175, für Spanien bei 569. In Großbritannien steckten sich binnen 24 Stunden mindestens 890 Menschen mit dem Coronavirus an.

Die WHO hat mehrfach eindringlich darauf hingewiesen, dass die Pandemie nichts von ihrer Dynamik eingebüßt habe. Die Organisation rechnet nach ihrer Zählung in Kürze mit einem Überschreiten der Zehn-Millionen-Marke. Die Tabelle vom Sonntagabend weist 9,84 Millionen Corona-Fälle weltweit aus. (dpa)

Corona-Ampel in Berlin weiter grün

Die Zahl bestätigter Corona-Infektionen ist in Berlin am Sonntag gegenüber dem Vortag um 8 auf 8175 gestiegen. 7217 Menschen seien genesen, teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Abend mit. In den Krankenhäusern würden gegenwärtig 121 Patienten isoliert behandelt, 30 von ihnen auf einer Intensivstation. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben bisher 213 Menschen. Diese Zahl blieb damit seit Freitag unverändert.

Die von der Gesundheitsverwaltung als Gradmesser für die Pandemie gebrauchte Ampel mit ihren drei Indikatoren blieb auch am Sonntag durchgehend grün. Die Reproduktionszahl (R-Wert) stieg mit 0,57 im Vergleich zum Vortag nochmal etwas an (0,54). Sie gibt die Dynamik des Infektionsgeschehens an und sollte möglichst unter 1,1 liegen.

Ebenfalls im grünen Bereich blieb die Zahl der Neuinfektionen pro Woche im Verhältnis zur Einwohnerzahl (13,55) und der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden (2,3 Prozent).

Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen dann Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen. (dpa)

Patientenschützer fordert Corona-Reihentests in Pflegeheimen 

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat vorbeugende Corona-Reihentests in Pflegeheimen gefordert. „Es ist jetzt überfällig, dass alle Bundesländer für die 11.200 Pflegeheime verbindliche vorbeugende Reihentests festschreiben“, erklärte Stiftungsvorstand Eugen Brysch am Sonntag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Mit den über 800.000 Pflegebedürftigen lebe in den Heimen genau die Hochriskogruppe auf engsten Raum zusammen.

Brysch erklärte, „so kann auch das Infektionsgeschehen der hunderttausenden Altenpflegekräfte schnell in den Blick genommen werden. Covid-19 rasch erkennen, heißt die Gefahr zu minimieren.“ Der Patientenschützer reagierte auf die Ankündigung Bayerns, das allen Bürgern unabhängig von Symptomen Coronatests ermöglichen will - zu dem in Bayern geplanten Ausbau der Tests gehören auch mehr freiwillige Tests in Alten- und Pflegeheimen. (afp)

Deutschland sagt weitere 383 Millionen Euro für Kampf gegen Corona zu

Zur globalen Bewältigung der Corona-Pandemie will Deutschland zusätzlich 383 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Das kündigte Bundeskanzlerin Merkel in ihrer Videobotschaft zur virtuellen Geberkonferenz „Global Goal – Unite for Our Future“ an. „Ich bin der festen Überzeugung: Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit verfügbar, bezahlbar und zugänglich sein. Dieses Ziel müssen wir gemeinsam verfolgen“, sagte Merkel.

Bereits am 4. Mai hatte die Kanzlerin als deutschen Beitrag 525 Millionen Euro für die Impfstoffallianz CEPI, die Globale Impfallianz GAVI, die Weltgesundheitsorganisation WHO und verschiedene Produktentwicklungspartnerschaften zugesagt. Mit den zusätzlichen 383 Millionen Euro werde Deutschland den Krisenreaktionsmechanismus des Globalen Fonds (150 Millionen Euro) und das „Resilience and Relief Response Network“ von Global Citizen (233 Millionen Euro) unterstützen, teilte die Bundesregierung mit. (dpa)

Bayern will Corona-Tests „massiv“ ausweiten

In Bayern soll sich künftig jeder auf das Corona-Virus testen lassen können - ganz unabhängig davon, ob er Symptome hat. Die Tests sollen „massiv“ ausgeweitet werden, wie Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) am Sonntag in München erklärte. Sie kündigte eine „Corona-Testoffensive“ an.

„Ein Eckpunkt unseres Bayerischen Testkonzepts ist, dass alle Personen, die auf eine Infektion auf SARS-CoV-2 getestet werden wollen, Gewissheit darüber erhalten sollen, ob sie sich infiziert haben“, betonte Huml. „Allen Bürgerinnen und Bürgern Bayerns wird deshalb zeitnah angeboten, sich bei einem niedergelassenen Vertragsarzt auch ohne Symptome testen zu lassen.“

Menschen mit Symptomen, bei denen ein Verdacht auf eine Covid-19-Erkrankung besteht, sollen allerdings Vorrang haben. Ein Schwerpunkt der Tests soll auf Schlachthöfen und Fleischverarbeitungsbetrieben liegen. Ziel sei, „größeren Ausbruchsgeschehen wie in Gütersloh vorzubeugen“, sagte die Gesundheitsministerin.

In 33 weiteren ausgewählten Fleischbetrieben, darunter 9 Schlachthöfe, 12 Zerlegebetriebe und 12 Betriebe, die Fleisch- oder Wurstwaren herstellen, sollen die Mitarbeiter reihenweise getestet werden. „Dabei wollen wir auch herausfinden, ob die hohe körperliche Belastung oder die Arbeit bei ungünstigen Klimabedingungen mögliche weitere Risikofaktoren für eine Corona-Infektion darstellen“, sagte Huml. (dpa)

Corona-Krise erschwert Arbeit von Sozialverbänden

Die Corona-Krise hat zahlreiche Angebote im sozialen Bereich in Brandenburg wegbrechen lassen. Nach und nach greifen aber auch hier die Lockerungen und Einrichtungen öffnen wieder, wie eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab.  „Während der Pandemie und den damit einhergehenden Eindämmungsverordnungen standen unsere Kreisverbände und die Einrichtungen vor großen Herausforderungen“, sagt die Sprecherin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Brandenburg, Marie-Christin Lux. Angebote wie etwa Kleiderkammern hätten vorübergehend schließen müssen, in Pflegeeinrichtungen galten Besuchsverbote. Erfreulich sei zwar die Zahl gestiegener Kleiderspenden gewesen. Die Lager seien aber an ihre Grenzen gestoßen. Mancherorts musste die Sammlung eingestellt werden. (dpa)

256 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 256 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 193 499 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Sonntagmorgen meldete (Datenstand 28.06., 0.00 Uhr).

8957 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 3 im Vergleich zum Vortag. Etwa 177 700 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 200 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 27.6., 0.00 Uhr, bei 0,62 (Vortag: 0,57). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen sank dieser Wert mit Datenstand 27.6., 0.00 Uhr, auf 0,83 (Vortag: 1,02). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (dpa)

Grafik: BLZ/Galanty; Quelle: RKI, AFP

Mehr als 2,5 Millionen Corona-Fälle in den USA gemeldet 

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus infizierten Menschen in den USA hat am Samstag die Marke von 2,5 Millionen überschritten. Das geht aus Daten der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Mehr als 125.000 Menschen in den USA sind demnach bereits infolge einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Weltweit steuert die Zahl der Infizierungen auf die 10-Millionen-Marke zu. Die Zahl der Todesopfer in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 weltweit nähert sich einer halben Million.

In den USA hatte die Zahl der innerhalb eines Tages neu gemeldeten Infektionen zuletzt einen neuen Höchststand erreicht: Für Freitag meldeten örtliche Behörden mehr als 45.000 bestätigte Neuinfektionen, wie die „New York Times“ am Samstag berichtete. Daten der Universität Johns Hopkins zufolge waren es 45.255 Neuinfektionen. Bereits am Donnerstag war mit mehr als 40.000 Fällen ein Rekord erreicht worden. (dpa)

+++ 27. Juni +++

Kreis Gütersloh: Mehr positive Tests bei Menschen ohne Tönnies-Bezug

Im Kreis Gütersloh ist die Zahl nachgewiesener Sars-CoV-2-Infektionen in der Bevölkerung ohne direkten Bezug zur Tönnies-Belegschaft «merklich» gestiegen. Grund dafür seien wohl vor allem die deutlich umfangreicheren Tests, viele der Infizierten zeigten aber keine Symptome, erklärte der Kreis in einer Mitteilung am Samstagabend. In den sieben Tagen bis einschließlich Freitag (20. bis 26. Juni) seien 75 Fälle ohne Bezug zur Fleischfirma Tönnies bekannt geworden. Das waren den Angaben zufolge 28 mehr als im Vergleichszeitraum einen Tag zuvor.

Wenige Stunden zuvor hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) nach dem Besuch eines Testzentrums in Gütersloh davon berichtet, dass bei rund 4100 Tests in der Allgemeinbevölkerung nur 9 Infektionen nachgewiesen worden seien. Dabei nannte er allerdings keinen Zeitraum für diese Daten. Ein Ministeriumssprecher verwies darauf, dass den Kreisen häufig früher Daten vorliegen als auf Landesebene.

Nach Angaben des Kreises, ist die Zunahme vermutlich durch die starke Ausweitung der Tests unter anderen in den sechs Diagnosezentren bedingt. Ein Sprecher des Kreises verwies auf Nachfrage auf die Dunkelziffer bei den Infektionen, die auch bei Corona vermutet wird. Ein gutes Zeichen sei, dass es keinen Anstieg der an Covid-19 Erkrankten gebe. (dpa)

Corona-Ampel in Berlin weiter grün

Die Zahl bestätigter Corona-Infektionen ist in Berlin am Samstag gegenüber dem Vortag um 23 auf 8167 gestiegen. In den Krankenhäusern würden gegenwärtig 121 Patienten isoliert behandelt, 31 von ihnen auf einer Intensivstation, teilte die Senatsgesundheitsverwaltung am Abend mit. Im Zusammenhang mit dem Coronavirus starben bisher 213 Menschen. Diese Zahl blieb damit seit Freitag unverändert.

Die von der Gesundheitsverwaltung als Gradmesser für die Pandemie gebrauchte Ampel mit ihren drei Indikatoren blieb auch am Samstag durchgehend grün. Die Reproduktionszahl (R-Wert) stieg mit 0,54 im Vergleich zum Vortag etwas an (0,48). Sie gibt die Dynamik des Infektionsgeschehens an und sollte möglichst unter 1,1 liegen.

Ebenfalls im grünen Bereich bleiben die Zahl der Neuinfektionen pro Woche im Verhältnis zur Einwohnerzahl (13,58) und der Anteil der Plätze, die auf Intensivstationen für Covid-19-Patienten benötigt werden (2,4 Prozent).

Nach der dreiteiligen Berliner Corona-Ampel müssen dann Maßnahmen erörtert und vorbereitet werden, wenn zwei der drei Indikatoren gelb sind. Stehen zwei von drei Indikatoren auf Rot, sind Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen umzusetzen. (dpa)

Die Welt gegen Corona: Staaten sagen weiteren Milliardenbetrag zu

Beim internationalen Spendenmarathon für Impfstoffe und Behandlungen gegen die Lungenkrankheit Covid-19 sind neue Hilfszusagen in Höhe von 6,15 Milliarden Euro zusammengekommen. Allein die EU-Kommission und Deutschland sagten am Samstag bei einer virtuellen Geberkonferenz zusammen knapp 5,3 Milliarden Euro zu. Weitere Großspenden kamen zum Beispiel aus den USA und Kanada.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach von einem unglaublichen Ergebnis. Sie hatte die Geberkonferenz zusammen mit der New Yorker Nichtregierungsorganisation organisiert. Zum Abschluss sollte es am Abend noch ein großes Online-Konzert mit Künstlern wie Miley Cyrus, Shakira und Justin Bieber geben.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte bei der Konferenz konkret zusätzliche 383 Millionen Euro zu, während von der Leyen weitere 4,9 Milliarden Euro an EU-Mitteln ankündigte. «Ich bin der festen Überzeugung: Impfstoffe, Tests und Medikamente müssen weltweit verfügbar, bezahlbar und zugänglich sein», erklärte Merkel in ihrer Videobotschaft zum deutschen Beitrag.

Bereits am 4. Mai hatte Deutschland einen Beitrag von 525 Millionen Euro für die Impfstoffallianz CEPI, die Globale Impfallianz GAVI, die Weltgesundheitsorganisation WHO und verschiedene Produktentwicklungspartnerschaften zugesagt. Insgesamt waren bei dem Spendenmarathon schon vor der Konferenz am Samstag knapp zehn Milliarden Euro zusammengekommen. Die nun von der EU-Kommission zugesagten Mittel sollen als Kredite und Garantien fließen. (dpa)

Corona-Infektionen erreichen in den USA neuen Höchststand

In den USA ist die Zahl neu gemeldeter Coronavirus-Infektionen auf einen neuen Höchststand geklettert. Für Freitag meldeten die Behörden mehr als 45 255 bestätigte Neuinfektionen, wie am Samstag aus Daten der Universität Johns Hopkins hervorging. Das entsprach auch dem Ergebnis der Zählungen von US-Medien wie der «New York Times». Am Donnerstag war die Zahl der Neuinfektion bereits etwa um rekordverdächtige 40 000 angestiegen.

Vor allem in südlichen Bundesstaaten wie Florida, Texas, Kalifornien und Arizona stieg die Zahl bekannter Infektionen zuletzt innerhalb weniger Tage deutlich an. In Florida allein gab es am Freitag 9 636 bestätigte Neuinfektionen. Damit hat sich die Zahl in dem Bundesstaat innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt. In Arizona stieg die Zahl der Neuinfektionen am Freitag um fast 3600 an.

In den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, gibt es Johns Hopkins zufolge inzwischen fast 2,5 Millionen bekannte Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2. Mehr als 125 000 Menschen sind nach einer Infektion gestorben.

Der bisherige Höchststand der Neuinfektionen in den USA war dem CDC zufolge am 6. April mit rund 43 000 Fällen erreicht worden. Der Tag war allerdings ein Montag, weswegen an dem Tag auch Infektionen des Wochenendes nachgemeldet worden waren, was zu einer deutlich höheren Gesamtzahl geführt haben dürfte. (dpa)

Söder warnt vor früher zweiter Corona-Welle

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) warnt vor einer zweiten Corona-Welle. „Wir müssen wirklich aufpassen“, sagte er in einer am Samstag veröffentlichten Videobotschaft. „Wir dürfen nicht riskieren, dass wir sogar noch schneller als befürchtet, vor dem Herbst, eine zweite Welle bekommen, eine schleichende Welle, und überall regionale Lockdowns bekommen.“ In der vergangenen Woche sei „unglaublich viel passiert“, sagte er mit Blick auf Ausbrüche im Kreis Gütersloh, in Niedersachsen oder Berlin. Darum sei es unangebracht, darüber zu streiten, „ob diese Maßnahmen zuviel oder zu wenig sind“ - sondern man müsse „handeln und entscheiden“.

Bayern habe darum entschieden, dass Touristen aus Risikogebieten zwar in bayerischen Hotels übernachten dürfen - aber nur mit einem negativen Corona-Test. Bayern sei damit „ein Vorreiter in Deutschland“. Wer einen negativen Test habe, dürfe im Freistaat Urlaub machen, alle anderen sollten sich erstmal auskurieren. „Ich gönn' allen ihre Ferien“, sagte Söder. „Aber auch da müssen wir aufpassen.“ Er betonte: „Corona bleibt tödlich.“

Pünktlich zum Ferienbeginn im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen hatten die Chefs von Bundeskanzleramt und Staats- und Senatskanzleien der Länder am Freitag diesen Weg als einheitliches Vorgehen beschlossen.

Reisenden aus einem Kreis mit hohem Infektionsgeschehen dürfen nur dann in Hotels und Ferienwohnungen untergebracht werden oder ohne Quarantänemaßnahme in ein Land einreisen, wenn sie mit einem ärztlichen Attest nachweisen, dass sie keine Infektion haben. (dpa)

687 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 687 Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 193 243 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Samstagmorgen meldete (Datenstand 27.06., 0.00 Uhr).

8954 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 6 im Vergleich zum Vortag. Etwa 177 500 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind etwa 400 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 26.6., 0.00 Uhr, bei 0,57 (Vortag: 0,59). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen sank dieser Wert mit Datenstand 25.6., 0.00 Uhr, auf 1,02 (Vortag: 1,11). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (dpa)

Tokio meldet höchste Zahl an Corona-Infektionen seit Notstandsende

Japans Hauptstadt Tokio hat am Samstag die höchste Zahl an Corona-Neuinfektionen seit Aufhebung des nationalen Notstands Ende Mai registriert. Demnach wurden 57 Menschen binnen eines Tages positiv auf das Coronavirus getestet, wie der japanische Fernsehsender NHK berichtete. Damit bewegt sich die Zahl der täglichen Neuinfektionen seit nunmehr vier Tagen um die Marke von 50 Fällen. Als Cluster wurden unter anderem Tokios nächtliche Amüsierviertel ausgemacht. Landesweit stieg die Zahl am Vortag erstmals seit Anfang Mai wieder auf mehr als 100 Fälle.

Der Trend der Neuinfektionen zeigte bis Ende Mai nach unten, doch nach Aufhebung des Notstands am 25. Mai begann die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Tokio wieder zu steigen. Die Millionen-Hauptstadt will im Sommer nächsten Jahres die wegen der globalen Pandemie verschobenen Olympischen Spiele ausrichten. Japan hatte vergangenen Monat den Notstand im ganzen Land aufgehoben, da die Krise so gut wie unter Kontrolle gebracht worden sei. Während des Notstands waren die Bürger gebeten, möglichst zu Hause zu bleiben. Ausgangssperren wie in Europa sind rechtlich nicht möglich. (dpa)

Mehr als eine halbe Million Corona-Infektionen in Indien

In Indien ist die Marke von einer halben Million Corona-Infektionsfällen überschritten worden. Wie aus am Samstag von der Regierung in Neu Delhi vorgelegten Statistiken hervorging, wurde zuletzt binnen eines Tages ein Rekord von 18.500 Neuinfektionen verzeichnet, die Gesamtzahl der landesweit registrierten Infektionen stieg damit auf 509.000. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich der Statistik zufolge um 385 auf 15.685.

Experten gehen davon aus, dass der Höhepunkt der Pandemie in Indien erst in mehreren Wochen erreicht sein wird. Demnach könnte sich die Zahl der Infektionsfälle bis Ende Juli auf eine Million erhöhen. (AFP)

+++ 26. Juni +++

„R“-Wert deutlich gesunken: Coronavirus in Berlin auf dem Rückzug

Ausbrüche in mehreren Berliner Bezirken haben in den vergangenen Tagen zu steigenden Neuinfektionen geführt. Dennoch stehen alle drei Corona-Warnampeln derzeit auf Grün. Bemerkenswert: Die Reproduktionszahl „R“ ist deutlich gesunken und steht nur noch auf einem Wert von 0,48. Dies bedeutet, dass auf zwei Corona-Patienten weniger als eine neuinfizierte Person kommt. Das Coronavirus ist also nach den aktuellen Zahlen der Gesundheitsverwaltung des Senats auf dem Rückzug.

Da der „R“-Wert bei niedriger Neuinfektions-Inzidenz häufig schwankt, berechnet die Gesundheitsverwaltung auch einen sogenannten 7-Tages-„R“-Wert. Auch dieser liegt mit 0,93 unter 1: Selbst unter Einbeziehung der jüngsten Corona-Ausbrüche und gestiegenen Neuinfektionen der vergangenen Tage bleibt das Infektionsgeschehen in Berlin rückläufig.

Derzeit kommen auf 100.000 Berliner 13,58 Infizierte. Die Lage auf den Intensivstationen ist entspannt. 49 neue Corona-Fälle wurden am seit Donnerstag bekannt - damit sind einschließlich aller genesenen Patienten in der Hauptstadt 8144 Fälle offiziell. 128 Corona-Patienten werden derzeit in Berliner Krankenhäusern behandelt, davon 32 intensivmedizinisch. Ein neuer Corona-Todesfall wurde gemeldet, damit beläuft sich die Gesamtzahl der Corona-Toten in der Hauptstadt auf 213. (BLZ)

Rekord bei Corona-Neuinfektionen in USA - Pence sieht dennoch „bemerkenswerte Fortschritte“

Trotz Rekordzahlen bei Corona-Neuinfektionen in den USA sieht US-Vizepräsident Mike Pence deutliche Erfolge im Kampf gegen das Virus. „Wir haben wirklich bemerkenswerte Fortschritte gemacht“, sagte Pence am Freitag in Washington beim ersten Briefing der Coronavirus-Taskforce des Weißen Hauses seit fast zwei Monaten. Zwar steige die Zahl der bestätigten Neuinfektionen besonders in südlichen Bundesstaaten. Die Zahl der Todesopfer sinke aber landesweit. Die Lage sei daher deutlich besser als vor zwei Monaten.

Mit fast 40 000 gemeldeten Fällen hatte die Zahl der Corona-Neuinfektionen in den USA am Donnerstag nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität einen neuen Höchststand erreicht. Pence - der der Coronavirus-Taskforce im Weißen Haus vorsteht - sagte: „Wir haben mehr als 126 000 unserer Landsleute an die Krankheit verloren. “Seit Beginn der Pandemie hätten sich mehr als 2,5 Millionen Menschen in den USA nachgewiesenermaßen mit Sars-CoV-2 infiziert - das ist mehr als in jedem anderen Land der Welt. (dpa)

Quarantäne für 1100 Schlachthof-Mitarbeiter und Kontakte in Oldenburg

Nach den Reihentests in einem Putenschlachthof in Wildeshausen im niedersächsischen Kreis Oldenburg ist für alle rund 1100 Mitarbeiter sowie deren Kontaktpersonen eine Quarantäne von zwei Wochen angeordnet worden. Das teilte der Landkreis am Freitag mit. „Die primäre Aufgabe ist es, die Bevölkerung vor weiteren Infektionen zu schützen“, sagte Landrat Carsten Harings. Insgesamt gibt es in dem Schlachtbetrieb bei 1183 vorliegenden Testergebnissen 46 positive Fälle einer Covid-19-Infektion. Der Schlachthof Geestland Putenspezialitäten in Wildeshausen fährt nun schrittweise den Betrieb herunter, er wird für zwei Wochen geschlossen. (dpa)

Kein Mundschutz in Tegel: Kretschmann entschuldigt sich via Youtube

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat sich dafür entschuldigt, dass er trotz der Corona-Vorschriften am Berliner Flughafen Tegel kurz keinen Mundschutz trug. „Es war ein Fehler, und das tut mir leid. Bitte nehmen Sie das nicht als Vorbild“, sagte er in seinem am Freitag auf YouTube veröffentlichten Statement. Journalisten und viele Bürger hätten ihn über die Social-Media-Kanäle erinnert, dass er im Flughafen einmal die Atemmaske abgenommen habe. „Das stimmt. Ich habe in der Wartehalle schnell ein paar Süßigkeiten gegessen und dabei meine Maske abgenommen.“ (dpa)

Britischer Gesundheitsminister droht mit Schließung von Stränden

Der britische Gesundheitsminister Matt Hancock hat wegen Missachtung von Corona-Vorschriften mit der Schließung von Stränden gedroht. „Das Letzte, was die Leute wollen, ist, dass das Virus wiederkommt“, sagte Hancock dem Sender TalkRadio. Die Vorschriften zur sozialen Distanz müssten eingehalten und eine zweite Pandemie-Welle verhindert werden. Sollten die Fallzahlen wieder steigen, dann werde die Regierung handeln. „Wir dürfen nicht rückwärts gehen. (...) Wir müssen diese Krankheit stoppen.“

Großbritannien ist am schlimmsten in Europa von der Corona-Krise betroffen. Jeder Landesteil hat eigene Vorschriften im Kampf gegen die Pandemie. Premier Boris Johnson hatte schon vor Wochen Tagesausflüge in England erlaubt und war damit auf Kritik gestoßen. (dpa)

Hygieneschutz: Italien verbietet Benutzung von Handgepäckfächern in Flugzeugen

Auf Flugreisen von oder nach Italien ist angesichts der Corona-Pandemie künftig die Benutzung von Handgepäckfächern verboten. Italienische Nachrichtenagenturen veröffentlichten am Freitag eine entsprechende Bestimmung der italienischen Zivilluftfahrtbehörde Enac. Die neue Regelung, die den Fluggesellschaften am Donnerstag angekündigt wurde, ist demnach das Ergebnis einer Regierungsanordnung, der zufolge Passagiere nur noch mit einer kleinen Tasche einsteigen dürfen, die unter den Sitz vor ihnen verstaut werden soll.

Durch das Verbot sollten ein enger Kontakt zwischen den Passagieren und zu viele Bewegungsabläufe in den Flugzeugkabinen vermieden werden. Die Fluggesellschaften dürften von den Reisenden zudem keine zusätzlichen Gebühren verlangen, wenn sie ihre Gepäckstücke im Frachtraum des Flugzeugs verstauen lassen wollen, erklärte Enac weiter. (AFP)

Kostenbescheide: Zurückgeholte Urlauber müssen zwischen 200 und 1000 Euro zahlen

Das Auswärtige Amt hat die ersten tausend Kostenbescheide an Urlauber verschickt, die wegen der Corona-Krise aus dem Ausland zurückgeholt werden mussten. Für die Reisenden gelte eine vierteilige Preisstaffel je nach Reiseland zwischen 200 und 1000 Euro, hieß es am Freitag aus dem Außenministerium. Insgesamt sollen demnach in den kommenden Monaten 67.000 Reisende solche Bescheide erhalten, damit sie sich an den Kosten der Rückholaktion beteiligen.

Darunter seien etwa 56.000 Deutsche und gut 11.000 Bürger anderer Staaten vorwiegend der EU, hieß es weiter. Ausschlaggebend für die stark pauschalisierte Berechnung seien die ungefähren Durchschnittskosten für ein Economy-Ticket sowie die Kosten vergleichbarer Rückholaktionen anderer EU-Staaten. (AFP)

Schlachthof in Niedersachsen wird nach größerem Corona-Ausbruch geschlossen

Nach einem größeren Corona-Ausbruch in einem Schlachthof im niedersächsischen Wildeshausen haben hat der Landkreis Oldenburg am Freitag eine Schließung des Betriebs und eine zweiwöchige Quarantäne für die 1100 Mitarbeiter angeordnet. Es sei eine "harte Entscheidung", die nach ausführlichen Abwägungen zum Schutz der Gesundheit der Menschen in der Region getroffen worden sei, sagte Landrat Carsten Harings (parteilos) am Freitag in Wildeshausen. In der Belegschaft gebe es 46 Corona-Fälle. (AFP)

Polizei will Maskenpflicht in U-Bahnen und Bussen kontrollieren

Wegen der möglichen Bußgelder für Verstöße gegen die Maskenpflicht in U-Bahnen und Bussen will die Berliner Polizei künftig auch dort kontrollieren. Man werde im öffentlichen Personennahverkehr, in Geschäften, Restaurants und Kneipen auf die Einhaltung der Corona-Regeln achten, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Polizisten sollen dazu auch in Bussen und U-Bahnen unterwegs sein. Für die S-Bahnen sei die Bundespolizei zuständig. Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) wollen die Fahrgäste mit Aufklebern an allen Türen ihrer Fahrzeuge noch mal auf die Maskenpflicht hinweisen. (dpa)

Umfrage: Jeder vierte Deutsche will Corona-Warn-App auch im Urlaub nutzen

Auch während des Sommerurlaubs haben viele Deutsche die Corona-Pandemie auf dem Schirm: Wie aus einer am Freitag veröffentlichten Umfrage im Auftrag der E-Mail-Anbieter GMX und web.de hervorgehen, will fast jeder vierte Bundesbürger (24 Prozent) die Corona-Warn-App des Robert-Koch-Instituts in den Ferien nutzen. Die App des Auswärtigen Amts, um Reisewarnungen zu erhalten, würde jeder Sechste herunterladen. (AFP)

Berlin erweitert Einreise-Bestimmungen aus Corona-Risikoregionen

Berlin erweitert die Bestimmungen für Einreisende aus Corona-Risikoregionen auf innerdeutsche Gebiete. Das verkündete der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) nach einer Sondersitzung des Senats am Freitag. Das bedeutet, dass Einreisende aus Regionen wie Gütersloh genauso behandelt werden sollen wie Einreisende aus Risikoregionen im Ausland: Entweder sie begeben sich sofort nach der Einreise in Berlin 14 Tage in Quarantäne, oder sie legen einem Gesundheitsamt einen negativen Test vor, der nicht älter als 48 Stunden sein darf. 

Als Corona-Risikoregion gelten Landkreise, in denen es in den sieben Tage vor der Einreise pro 100.000 Einwohner 50 oder mehr Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben hatte. Dazu zählen derzeit Gütersloh und Warendorf in Nordrhein-Westfalen und Göttingen in Niedersachen.

Ähnliche Regelungen haben nach dem Ausbruch bei Tönnies in Gütersloh bereits mehrere andere Bundesländer erlassen. In Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Hessen und Saarland dürfen Menschen aus Corona-Risikogebieten nur einreisen, wenn sie belegen können, dass sie innerhalb von 48 Stunden vor der Einreise einen Corona-Test gemacht haben.

Ausnahmen gelten oft für Gäste, deren Aufenthalt aus medizinischen und beruflichen Gründen zwingend notwendig und unaufschiebbar ist oder die einen engen Familienangehörigen oder Lebenspartner besuchen. In Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz gilt die Test-oder-Quarantäneregelung, die auch in Berlin gelten soll. (mgh)

Auch Brandenburg beschließt Beherbergungsverbot

Auch Brandenburg hat ein Verbot für die Unterbringung von Menschen aus Corona-Risikogebieten beschlossen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verständigte sich das Kabinett am Freitag auf ein Beherbergungsverbot für Menschen aus Gebieten mit mehr als 50 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche. Der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hatte zuvor darüber berichtet. Nach einem Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies im Kreis Gütersloh hatten mehrere Bundesländer Beherbergungsverbote für Gäste aus bestimmten Risikogebieten beschlossen. (dpa)

Nach Corona-Pause: Filmpark Babelsberg öffnet wieder

Mit gut drei Monaten Verspätung wegen der Corona-Krise startet der Filmpark Babelsberg in die Sommersaison. Von diesem Samstag an können Besucher wieder die Stuntshow in der Arena des Vulkans, die Westernshow und das Filmtiertraining erleben, wie Filmparksprecherin Liane Nowak am Freitag mitteilte. Angeboten werde auch wieder die Filmset-Tour durch die Kulissen für die RTL-Fernsehserie „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“, der Besuch des Military Camps, der Kulisse Berliner Mauer und des Sets der Insel Lummerland, in dem die „Jim Knopf“-Filme gedreht wurden.

Für den Besuch müssten Tickets möglichst vorab online bestellt werden, weil die Besucherzahl wegen der Abstandsregeln beschränkt sei, sagte Filmparkchef Friedhelm Schatz. „Normalerweise haben wir rund 3000 Besucher täglich im Sommer, nun dürfen maximal 1500 am Tag in den Park.“ Bei der Buchung werden auch Angaben zur Person erfasst, um eine mögliche Kontaktnachverfolgung zu gewährleisten. Für Spontanbesucher sei es aber auch möglich, Karten an der Kasse zu kaufen, wenn es noch Kapazitäten gebe, erklärte Schatz. Bei den Shows gilt für Zuschauer die Maskenpflicht. (dpa)

Senat beschließt weiteres Corona-Hilfsprogramm für Wirtschaft

Die Berliner Wirtschaft, aber auch Vereine und Kulturinstitutionen können mit weiteren Staatshilfen in der Corona-Krise rechnen. Der Senat beschloss am Freitag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ein entsprechendes Programm. Es umfasst unter anderem Zuschüsse und andere Unterstützung für Unternehmen mit mehr als 10 und bis zu 250 Beschäftigten. So sollen Firmen etwa bei den Mietzahlungen unterstützt werden. Das Gesamtpaket umfasst etwa 500 Millionen Euro Landesgeld sowie Mittel vom Bund. In den vergangenen Monaten hatte der Senat bereits diverse Hilfsprogramme aufgelegt. (dpa)

Zeitpunkt der Anreise entscheidend für Übernachtungsverbot in Bayern

Wer eine Reise nach Bayern plant und aus einem Corona-Hotspot kommt, muss den Tag seiner Anreise genau beachten. Seit Donnerstag gilt im Freistaat ein Beherbergungsverbot für Menschen aus besonders betroffenen Regionen. Betroffen sind Kreise und kreisfreie Städte mit binnen sieben Tagen mehr als 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern.

„Wenn der maßgebliche Inzidenzwert unter 50 gefallen ist, dürfen Bürger aus dem betreffenden Landkreis von bayerischen Beherbergungsbetrieben wieder aufgenommen werden“, erklärte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums in München am Freitag. «Sie dürfen dann auch unabhängig von der weiteren Entwicklung der Inzidenz bleiben. Maßgeblich ist insoweit der Zeitpunkt der Anreise.»

Neben Bayern haben auch andere Länder wie Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Baden-Württemberg ein Beherbergungsverbot oder andere Beschränkungen für Menschen aus Corona-Risikogebieten festgelegt. Von dem Verbot im Freistaat ausgenommen sind Menschen, die über einen negativen Corona-Test verfügen und ein ärztliches Attest vorweisen können sowie Gäste, „die zwingend notwendig und unaufschiebbar beruflich oder medizinisch veranlasst anreisen“ oder die „einen sonstigen triftigen Reisegrund“ nachweisen können wie den Besuch bei Familienangehörigen oder zur Pflege Schutzbedürftiger. (dpa)

„Deutschlandtrend“: Angst vor Corona-Infektion hat deutlich abgenommen

Die Furcht der Deutschen vor einer Infektion mit dem Coronavirus hat einer Umfrage zufolge deutlich abgenommen. Lediglich noch 24 Prozent der Befragten im neuen ARD-„Deutschlandtrend“ machten sich ernsthaft Sorge wegen einer Ansteckung, wie der WDR in der Nacht zum Freitag mitteilte. Ende März hatten demnach noch 55 Prozent der Befragten gesagt, sie seien in Sorge, dass sie selbst oder ein Familienmitglied sich anstecke.

Vor dem Hintergrund der Pandemie wollen der Erhebung zufolge viele Bürger ihren Urlaub daheim verbringen. 87 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, sie hätten schon über ihre Urlaubspläne entschieden. Davon sagten wiederum 51 Prozent, sie wollten dieses Mal zu Hause bleiben. 35 Prozent wollen demnach innerhalb Deutschlands verreisen, 17 Prozent ins europäische Ausland und lediglich zwei Prozent in ein Land außerhalb Europas. Bei den Reisezielen waren Mehrfachnennungen möglich. (AFP)

Studie: Nur sehr wenige Kinder sterben an Coronavirus-Infektion

Die Sterblichkeitsrate unter mit dem Coronavirus infizierten Kindern ist laut einer europaweiten Studie sehr gering. Weniger als ein Prozent der infizierten Kinder und Jugendlichen sterben an den Folgen der Infektion, geht aus der am Donnerstag von der Fachzeitschrift „The Lancet Child & Adolescent Health“ veröffentlichten Untersuchung hervor.

Bei der großen Mehrheit der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Kinder und Jugendlichen nehme die Erkrankung nur einen „milden“ Verlauf, erklärte der Leiter der Studie, Marc Tebruegge vom University College London.

Für die Untersuchung hatte das europäische Forscherteam die Krankheitsverläufe von 582 Minderjährigen im Alter zwischen drei und 18 Jahren ausgewertet, die in 82 Gesundheitseinrichtungen versorgt worden waren. Alle diese Kinder und Jugendlichen waren positiv auf das Coronavirus getestet worden. Nur vier von ihnen starben. Zwei der Verstorbenen hatten Vorerkrankungen. (AFP)

477 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert Koch-Institut 477 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 192.556 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Freitagmorgen meldete (Datenstand 26.06., 0.00 Uhr).
8948 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland - das bedeutet ein Plus von 21 im Vergleich zum Vortag. Etwa 177.100 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 300 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 25.6., 0.00 Uhr, bei 0,59 (Vortag: 0,72). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen sank dieser Wert mit Datenstand 25.6., 0.00 Uhr, auf 1,11 (Vortag: 1,17). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (dpa)

+++ 25. Juni +++

75 neue Corona-Fälle in Berlin, alle Ampeln wieder auf Grün

Die Zahl der in Berlin gemeldeten Corona-Patienten ist um weitere 75 Fälle gewachsen, dennoch ist die Reproduktionszahl R deutlich gefallen. 8095 Corona-Fälle meldet Berlins Gesundheitsverwaltung des Senats. Es bleibt bei 212 Todesfällen. Derzeit werden 135 Corona-Patienten im Krankenhaus behandelt, davon 34 intensivmedizinisch.

Nachdem die Reproduktionszahl R mehrere Tage hintereinander in Berlin den Wert von 1,2 überschritten hatte, steht sie nunmehr bei 0,76. Das bedeutet, dass ein Erkrankter derzeit weniger als eine weitere Person ansteckt. Trotz Corona-Ausbrüchen in mehreren Bezirken ist das Virus also derzeit im Rückzug. Allerdings liegt der 7-Tage-R-Wert etwas höher, bei 1,05. Die entsprechende Warnampel steht nun wieder auf Grün, ebenso wie die anderen beiden Warnampeln. Die eine bezieht sich auf die Inzidenz bei Neuinfektionen: Diese steht nunmehr bei 13,63 Fällen auf 100.000 Einwohner. Würde die Zahl 20 überschreiten, spränge die Warnampel auf Gelb, bei 30 Fällen auf Rot. Sehr entspannt bleibt die Auslastung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten: Auch diese Warnampel bleibt somit grün. (BLZ)

CDC: Zehnmal mehr Amerikaner mit Corona infiziert als bekannt

In den USA haben sich nach Schätzungen der Gesundheitsbehörde CDC wohl rund zehnmal mehr Menschen mit dem Coronavirus infiziert als bislang bekannt. „Für jeden Fall, den wir verzeichnet haben, gab es wahrscheinlich zehn weitere Infektionen“, sagte CDC-Direktor Robert Redfield bei einer telefonischen Pressekonferenz am Donnerstag. Das sei vor allem auf asymptomatische Infektionen zurückzuführen und darauf, dass in den USA in den ersten Monaten des Ausbruchs deutlich weniger getestet worden sei als jetzt. „Mit den Methoden, die wir im April und Mai benutzt haben, haben wir wahrscheinlich rund zehn Prozent der Infektionen verzeichnet.“ (dpa)

Norwegen und Dänemark wollen Reise-Beschränkungen lockern

Norwegen und Dänemark haben weitere Lockerungen ihrer Reise-Beschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie angekündigt. Ab Samstag dürfen die Dänen wieder in die meisten europäischen Länder reisen, wie die Regierung in Kopenhagen am Donnerstag mitteilte. Voraussetzung für die Aufhebung der Reisewarnung ist vor allem, dass die Zahl der Neuinfektionen im jeweiligen Land unter 20 pro 100.000 Einwohner liegt.

Abgeraten wird den Dänen weiterhin von Reisen nach Großbritannien, Irland, Malta, Portugal, Rumänien und in fast alle Regionen Schwedens. Am 15. Juni hatte Dänemark seine Grenzen bereits wieder für Deutsche, Norweger und Isländer geöffnet. Die erneute Lockerung zeige, dass die Situation in großen Teilen Europas besser sei als noch vor kurzem gedacht, erklärte Außenminister Jeppe Kofod. (AFP)

Drei positive Befunde bei 1655 vorliegenden Corona-Tests im Kreis Güterloh

Nach dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischbetrieb Tönnies im Landkreis Gütersloh haben die Behörden einen weiteren Zwischenstand der freiwilligen Tests bei Bürgern des Kreises bekannt gegeben. Von zunächst 1655 vorliegenden Befunden waren drei positiv, wie ein Kreissprecher auf AFP-Anfrage mitteilte. Insgesamt wurden demnach bislang 2521 Abstriche bei den Testungen genommen, die aber noch nicht alle ausgewertet sind. Zwei der drei positiven Testergebnisse werden demnach als schwach positiv eingestuft. In Abstimmung mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) und dem Landeszentrum für Gesundheit würden diese Fälle zu den positiven gezählt, erklärte die Kreisverwaltung. (AFP)

Gemeinden des Großraums Lissabon müssen wieder in den Lockdown

Wegen einer Zunahme der Corona-Infektionen müssen weite Teile des Großraums Lissabon am 1. Juli zwei Wochen lang wieder in den Lockdown. Das gab der portugiesische Ministerpräsident António Costa am Donnerstag bekannt. Die Bewohner der 19 betroffenen Gemeinden im Großraum der Hauptstadt werden demnach nur noch aus dem Haus gehen dürfen, um Einkäufe zu tätigen, zur Arbeit zu fahren oder einen Arzt aufzusuchen. In dieser Zeit werden dort nur Versammlungen von maximal fünf Personen zulässig sein. Die Bezirke im Zentrum Lissabons sind nicht betroffen. (dpa)

USA: 1,4 Milliarden Dollar Corona-Direkthilfe gingen an Verstorbene

Die US-Regierung hat in der Corona-Krise Direkthilfen in Milliardenhöhe an fast 1,1 Millionen Verstorbene ausgestellt. Die Summe der Zahlungen belaufe sich für die Monate März und April auf annähernd 1,4 Milliarden US-Dollar (1,2 Mrd Euro), erklärte der Rechnungshof des US-Kongresses (GAO) am Donnerstag. Die Direkthilfen sind Teil eines Konjunkturpakets, das Schecks über 1200 Dollar für Millionen Amerikaner vorsah. Insgesamt seien 160,4 Millionen Zahlungen im Gesamtwert von 269 Milliarden US-Dollar gemacht worden, berichtete die überparteiliche Kontrollbehörde. (dpa)

Hans: Reisen für Menschen aus Corona-Hotspots bundesweit verbieten

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat sich für ein Verbot von Reisen für Menschen aus Landkreisen mit hohen Corona-Infektionszahlen ausgesprochen. Eine „bundesweit einheitliche Verfahrensweise“ gegenüber „Reisenden aus betroffenen Gebieten“ sei nötig, teilte er am Donnerstag in Saarbrücken mit. „Damit lokal begrenzte Lockdowns funktionieren, sollten Reisen aus Landkreisen mit hohem Infektionsgeschehen nicht möglich sein.“ Zuvor hatten Medien darüber berichtet.

Hans habe dem Vorsitzenden der Ministerpräsidentenkonferenz, Markus Söder (CSU), in einem Schreiben vorgeschlagen, „dass Bund und Länder gemeinsam Kriterien und daraus abzuleitende Maßnahmen festlegen“. Damit solle „ein Flickenteppich verschiedener Regelungen“ vermieden werden. Die Saar-Regierung erwäge „im Geleitzug anderer Länder“ einen entsprechenden Passus in einer neuen Verordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, die am Montag in Kraft treten solle. (dpa)

Hamburger Senat prüft Quarantäneregel für deutsche Corona-Hotspots

Besucher aus deutschen Corona-Hotspots wie dem Kreis Gütersloh in Nordrhein-Westfalen müssen eventuell in Hamburg künftig mit einer Quarantäne rechnen. Wie ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur sagte, wird eine entsprechende Anpassung der Verordnung zur Eindämmung der Pandemie derzeit im Senat geprüft. Eine Entscheidung soll am kommenden Dienstag fallen.

Die Corona-Verordnung der Stadt sieht Quarantäneregelungen derzeit ausschließlich für Einreisende aus dem Ausland vor. Wer sich zu einem beliebigen Zeitpunkt innerhalb von 14 Tagen vor Einreise in die Hansestadt in einem vom Robert-Koch-Institut (RKI) eingestuften Risikogebiet aufgehalten hat, ist verpflichtet, sich direkt in eine zweiwöchige häusliche Quarantäne zu begeben. Zudem müssen die Behörden unverzüglich informiert werden. (dpa)

SPD lehnt Immunitätsnachweis weiter ab

Die SPD lehnt einen Immunitätsnachweis für das Coronavirus vorerst weiter ab. Dies sei „völlig undenkbar“, solange eine Immunität wissenschaftlich nicht gesichert sei und auch nicht anders als durch gezielte Ansteckung erlangt werden könne, schrieb Parteichefin Saskia Esken am Donnerstag bei Twitter. Fraktionsvize Bärbel Bas sagte: „Eine Immunität ist nach wie vor nicht nachweisbar, sie kann und darf daher auch nicht dokumentiert werden. Alles andere wäre leichtsinnig.“

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte Pläne für einen Corona-Immunitätsnachweis im Mai auch nach Protesten der SPD vorerst zurückgezogen. Er hat den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme dazu gebeten, der nach einem Bericht der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Donnerstag erstmals darüber beraten wollte. (dpa)

EU: Corona verändert Drogenkonsum – mehr Schnaps und weniger Kokain

Während der Corona-Krise sind europäische Drogenkonsumenten in vielen Ländern von illegalen Rauschmitteln auf Alkohol und auch andere, gefährlichere Substanzen umgestiegen. Die Drogenproduktion sei jedoch in etwa gleich hoch geblieben, sodass Zwischenhändler auf großen Mengen sitzen dürften, berichtete die EU-Drogenbeobachtungsstelle mit Sitz in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon am Donnerstag.

Auch habe sich der Handel stärker ins Internet verlagert, und Dealer hätten die Drogen nach Hause geliefert. Am stärksten sei der Konsum von Kokain und synthetischen Drogen wie Ecstasy zurückgegangen, schrieben die Autoren des 24-seitigen Berichts. Wegen der Ausgehbeschränkungen habe es kein Nachtleben mehr gegeben, wo solche Aufputschmittel am ehesten konsumiert werden. Auch sei der Straßenverkauf kaum noch möglich gewesen. (dpa)

Zahlreiche Polizisten bei illegaler Party in London verletzt

Mindestens 22 Polizisten sind in London verletzt worden, als sie eine illegale Straßenparty auflösen wollten. Auch Fahrzeuge der Einsatzkräfte wurden bei dem Vorfall in Brixton im Süden der britischen Hauptstadt beschädigt. Die Besucher der Party bewarfen die eintreffenden Polizisten am späten Mittwochabend unter anderem mit Flaschen. Vier Partygäste wurden festgenommen. Anwohner hatten sich zuvor über das Musikfest beschwert. Innenministerin Priti Patel bezeichnete die Eskalation am Donnerstag als „abscheulich“. Londons Bürgermeister Sadiq Khan nannte solche illegalen Versammlungen in der Corona-Krise unverantwortlich. (dpa)

Stopp bei Tönnies: Brandenburger Bauern werden Schweine nicht los

Der Stopp der Produktion nach dem Corona-Ausbruch in einem Werk des Branchenriesen Tönnies in Nordrhein-Westfalen bringt auch Brandenburger Schweinehaltern Probleme. „Tiere müssen länger in den Ställen stehen, ehe sie zur Schlachtung kommen“, sagte Heiko Terno, stellvertretender Präsident des Landesbauernverbandes, am Donnerstag auf Anfrage. Die Schweine müssten länger gefüttert werden und brächten mehr Gewicht auf die Waage. Das zahle sich für den Mäster aber nicht aus. Kunden wollten mageres Fleisch, sagte er. (dpa)

EU-Arzneimittelbehörde empfiehlt Remdesivir-Zulassung für Covid-19-Behandlung

Die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) empfiehlt die Zulassung des Medikaments Remdesivir für die Behandlung von Covid-19-Patienten. Das Medikament solle für Europa eine Marktzulassung unter Auflagen erhalten, teilte die Behörde am Donnerstag in Den Haag mit. Es sei damit „das erste Arzneimittel gegen Covid-19, dessen Zulassung in der EU empfohlen wird“. Die Europäische Kommission muss der Zulassung noch zustimmen. Remdesivir wurde von dem US-Hersteller Gilead eigentlich zur Behandlung von Ebola entwickelt. In den USA und Japan erhielt das Medikament bereits Ausnahmegenehmigungen für die Behandlung von Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus. (AFP)

Corona-Effekt: Im Mai deutlich weniger Krankmeldungen

Die Kontaktbeschränkungen in der Corona-Pandemie haben nach einer Analyse der Krankenkasse AOK Nordost in diesem Jahr einen Achterbahn-Effekt auf Krankmeldungen gehabt. Schnellten die Zahlen für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern von Mitte März bis Mitte April weit über den Durchschnitt in die Höhe, fielen sie im Mai weit unter die üblichen Mittelwerte. Soziale Distanz habe damit nicht allein die Ausbreitung des Coronavirus stark eingedämmt, sondern auch andere Infektionskrankheiten in Schach gehalten, folgert die Kasse. (dpa)

Corona-Krise in den USA spitzt sich wieder zu

Die Corona-Krise in den USA verschärft sich erneut dramatisch. Nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität vom Mittwoch wurden binnen 24 Stunden 35.900 neue Infektionsfälle verzeichnet – fast so viele wie zum bisherigen Höhepunkt der Krise im April. Besonders deutlich ist der Anstieg der Zahlen im Süden des Landes. Die Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut ordneten deshalb an, dass aus mehreren Staaten des Südens kommende Reisende in Quarantäne müssen.

Die Gesamtzahl der registrierten Infektionen in den USA liegt nach Angaben der Universität bei knapp 2,4 Millionen. Die Zahl der verzeichneten Todesopfer stieg um weitere 756 Fälle auf etwa 121.900. Die Vereinigten Staaten sind das mit Abstand am härtesten von der Pandemie betroffene Land der Welt. Seit zwei Wochen verzeichnen sie in rund der Hälfte ihrer 50 Bundesstaaten deutlich steigende Ansteckungsraten. (AFP)

Steinmeier: Bewegen uns bei Corona noch „auf sehr dünnem Eis“

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat angesichts der weiter bestehenden Gefahren durch das Coronavirus vor leichtsinnigem Verhalten gewarnt. „Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei“, sagte er am Donnerstag bei einer Veranstaltung im Schloss Bellevue. „Die Entwicklung in den Hotspots zeigt, dass wir uns immer noch auf sehr, sehr dünnem Eis bewegen.“ Jeder, nicht nur er, habe natürlich die Befürchtung, „dass sich die Zahl der Hotspots vermehrt und dass die Ansteckungsrate wieder nach oben geht“.

Die Behörden und Landesregierungen seien daher bemüht, die Zahl der Hotspots einzudämmen und Maßnahmen zu treffen, „die die Ausbreitung des Infektionsgeschehens im Griff behalten“, sagte Steinmeier.

Zuletzt hatte es einen massiven Corona-Ausbruch im Kreis Gütersloh beim Fleischkonzern Tönnies mit mehr als 1500 infizierten Arbeitern gegeben. Größere Infektionsgeschehen kamen aber auch in anderen Städten wie Göttingen und Berlin vor.

Erstmals seit dem Ausbruch der Pandemie hatten der Bundespräsident und seine Frau Elke Büdenbender zu einer Veranstaltung in der Gesprächsreihe „Kaffeetafel“ eingeladen. Aus Sicherheitsgründen fand diese im Park von Schloss Bellevue statt. Steinmeier und Büdenbender diskutierten mit ihren Gästen über das Thema „Beschränkungen in der Corona-Krise: Schattenseiten und Lichtblicke“.

Steinmeier sagte im Anschluss, es sei deutlich geworden, „wie sehr sich die Menschen doch wünschen, dass wir vieles von den guten Erfahrungen, die wir in der Corona-Krise gemacht haben, auch in die Zeit nach Corona hinüberretten“.

630 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

Die lokalen Behörden haben dem Robert-Koch-Institut 630 Corona-Infektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 192.079 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-CoV-2 angesteckt, wie das RKI am frühen Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 25.6., 0 Uhr).
8927 mit dem Virus infizierte Menschen starben nach RKI-Angaben in Deutschland – das bedeutet ein Plus von 13 im Vergleich zum Vortag. Etwa 176.800 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Das sind 500 mehr als noch einen Tag zuvor.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 24.6., 0 Uhr, bei 0,72 (Vortag: 2,02). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Seit Mitte Mai gibt das RKI zudem ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen sank dieser Wert mit Datenstand 24.6., 0 Uhr, auf 1,17 (Vortag: 1,67). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen. (dpa)