1900 Anzeigen bei Kontrollaktion zum Fahrradfahrer-Schutz

Berlin - Während einer Kontrollaktion der Berliner Polizei zum Schutz von Fahrradfahrern sind 1913 Autofahrer und Lkw-Fahrer angezeigt worden. Das teilten die Sicherheitskräfte am Montag mit. Demnach nahmen Beamte vom 9. bis 20. April gefährliche Abbiegemanöver ins Visier. Sie registrierten den Angaben zufolge 418 Verstöße beim Abbiegen sowie 179 Autos und Lastwagen, die über eine rote Ampel fuhren. Dazu kamen verbotene Handynutzung, nicht angeschnallte Fahrer und Abbiegen ohne Blinker.

Gleichzeitig seien auch die Radfahrer überwacht worden, hieß es. Dabei kam es zu 850 Anzeigen, unter anderem wegen Rotlichtverstößen (482) und wegen Fahrens über den Gehweg (265 mal). Die Polizisten hatten sich vor allem an Straßen und Kreuzungen in Berlin positioniert, wo es häufiger Unfälle beim Rechtsabbiegen mit Radfahrern gibt.

Im Frühjahr 2017 waren während einer ähnlichen Kontrollaktion 1947 Autofahrer und Lkw-Fahrer angezeigt worden. Problematisches Abbiegen von Autos und Lastwagen zog im vergangenen Jahr nach Polizeiangaben 874 Unfälle nach sich, bei denen 4 Radfahrer getötet, 53 schwer und 657 leicht verletzt wurden. (dpa/bb)