Berlin - Am Anfang war ein Faxgerät. Es stand im Haus der Demokratie und mit diesem kleinen Kasten wollten ein paar junge Männer die Welt verändern. Seit 20 Jahren gibt es in Berlin nun einen Lesben- und Schwulenverband. Der LSVD ist heute eine feste Größe, wird selbstverständlich angehört, wenn es um neue Gesetze geht oder Bündnisse gegen Homophobie geschmiedet werden. Am Dienstag wurde das Jubiläum mit viel Pomp und über 400 Gästen im Roten Rathaus gefeiert. Der Anfang war eher unspektakulär.

Bodo Mende lacht, wenn er heute über die Anfänge spricht. Er ist 56 Jahre alt, Gründungsmitglied des Landesverbands und längst verheiratet – natürlich mit einem Mann. Dass das heute möglich ist, hätten die jungen Männer im Haus der Demokratie vor 20 Jahren nicht für möglich gehalten. „Davon haben wir nicht mal geträumt“, sagt Mende. Es sind zwar erst 20 Jahre vergangen, aber es fällt ihm heute schwer, sich noch zurückzuversetzen. Schließlich gibt es inzwischen einen Regierenden Bürgermeister, der öffentlich von sich sagt, er sei schwul. Homosexuelle können ihre Partnerschaft heutzutage ordentlich beurkunden lassen, und ein Diskriminierungsverbot ist sogar in der Landesverfassung verankert.

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