Die evangelische Kirche ist mit zahlreichen Projekten und großem Programm auf der auch Motzstraßenfest genannten Feierlichkeit vertreten. „Kirche ist, wo die Menschen sind“, so die Superintendentin von Schöneberg, Birgit Klostermeier.

Schon am Vorabend zum Fest hatte das Rogate-Kloster mit einem ökumenischen Gottesdienst in der Zwölf-Apostel-Kirche nördlich des Festgeländes zur Einstimmung eingeladen. Aber dabei soll es nicht bleiben. „Willkommen in unseren Gemeinden“ lautet das Motto, mit dem die evangelischen Kirchenkreise Schöneberg und Wilmersdorf sich in diesem Jahr erstmals auf dem Stadtfest präsentieren.

Ein deutliches Zeichen für Akzeptanz will man setzen und auch das eigene Angebot präsentieren, etwa für Regenbogenfamilien sowie die Segnung von Lebenspartnerschaften. Seit 2001 segnen Pfarrer in Schöneberg gleichgeschlechtliche Paare, seit 2002 in Wilmersdorf.

13 queere Theologiestudenten verteilen ein Informationsblatt zum Thema auf dem Festgelände. Inzwischen nehmen Taufen von Kindern aus Regenbogenfamilien zu. Im eigenen Pavillon an der Fuggerstraße wollen täglich ab elf Uhr Kirchenmitarbeiter für Fragen bereit stehen.

Aber das 20. Motzstraßenfest unter dem Motto „Gleiche Rechte für Gleiche“ hat natürlich auch noch anderes zu bieten. So wird die Gender-Komödiantin Ades Zabel mit ihrer Stadtfestrevue klar machen, dass Neukölln überall sein kann. Musik kommt von Natalie Kollo und Luci van Org.

Das Berghain-Label Ostgut schickt die DJs ND Baumecker und Boris nach Schöneberg. Bis Sonntagabend werden mehr als 250.000 Besucher erwartet und traditionell wird es an einem der beiden Tage aus Kübeln schütten. Was aber bei diesem Fest noch niemandem die Laune verdorben hat.

Programm unter: www.regenbogenfonds.de