Potsdam - 25 Jahren nach dem Mauerfall hat Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) an den Mut vieler DDR-Bürger erinnert. «Ohne die mutigen Frauen und Männer der friedlichen Revolution sähe die heutige Gesellschaft anders aus», hob er am Samstag auf einer Diskussionsveranstaltung in der Potsdamer Friedenskirche hervor. Oppositionelle Gruppen hätten damals unter dem Dach der evangelischen Kirche in sogenannten Friedenskreisen einen geschützten Raum gefunden. Von hier aus habe sich ihre Kritik an der DDR-Führung ihren Weg in die Öffentlichkeit gebahnt.

«Die Menschen in der DDR haben ihre Chance beim Schopf gepackt und mit Entschlossenheit etwas Neues aufgebaut.» In diesem Zusammenhang hob Woidke die Vorreiterrolle Polens und Ungarns für die Entwicklung in der DDR in den Jahren 1989/1990 hervor.

«Wenn wir uns an die Zeit vor 25 Jahren erinnern, sollten wir uns auch verpflichtet sehen, den damals politisch Verfolgten alle Hilfen zu ermöglichen, um die Folgen von Benachteiligung und Repression zu mildern», erklärte Brandenburgs Diktatur-Beauftragte Ulrike Poppe an gleicher Stelle. (dpa/bb)