Unzählige Menschen vor dem Brandenburger Tor.
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Berlin-MitteZehntausende Menschen haben sich schon vor Beginn des offiziellen Bühnenprogramms zum 30. Jahrestag des Mauerfalls am Brandenburger Tor versammelt. Wegen Überfüllung ist ein Zugang zum Platz gesperrt worden. Wie unser Reporter vor Ort berichtet, drängen zu viele Leute zur Festveranstaltung. Der Eingang an der Ebertstraße, zwischen dem Hotel Adlon und dem Denkmal für die ermordeten Juden, wurde geschlossen. Alle Besucher sollen den Zugang am Großen Stern benutzen.

Bereits am späten Nachmittag gab es rund um das Berliner Wahrzeichen und Symbol der deutsch-deutschen Teilung fast kein Durchkommen mehr. Zahlreiche Besucher hatten sich zuvor bereits die Open-Air-Ausstellung zur Geschichte der Friedlichen Revolution und des Mauerfalls unmittelbar neben dem Brandenburger Tor oder die Kunstinstallation Visions in Motion angesehen.

Rund 30.000 verschiedenfarbige Bänder, auf die Berlinerinnen und Berliner in 140 Zeichen ihre Wünsche und Hoffnungen notiert haben, bewegten sich dabei wie eine große Fahne auf einer Länge von 150 Metern über der nahen Straße des 17. Juni. Seit Beginn der Dunkelheit war die Kunstinstallation wie an den Vortagen bunt illuminiert.

Für den frühen Abend war als ein Höhepunkt der Festwoche zum Mauerfall vor genau 30 Jahren ein rund zweistündiges Bühnenprogramm geplant. Als Musiker waren unter anderem die Berliner Band Die Zöllner, der aus Chemnitz stammende Sänger Trettmann, das Rapduo Zugezogen Maskulin und die Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Daniel Barenboim angekündigt sowie eine Tanz-Performance und ein Schauspiel zur Friedlichen Revolution. (BLZ/mit dpa)