Berlin - Es ist das Ende einer Ära, sagte Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne). „Wir läuten den Anfang vom Ende der Dieselbusse ein“, kündigte sie am Mittwoch im Betriebshof Müllerstraße der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) an. Hinter ihr und den anderen Gästen standen die ersten zwei von 30 neuen Elektrobussen, die das Landesunternehmen 2019 bekommt.

Bis 2021 soll bei der BVG die Zahl der mit Strom betriebenen Busse auf bis zu 225 steigen. Spätestens 2030 wird die gesamte Flotte auf Elektro umgestellt sein – das ist der Plan. „In wenigen Jahren werden Elektrobusse das Berliner Stadtbild prägen“, sagte BVG-Chefin Sigrid Nikutta.

Die neuen Berliner Elektrobusse sind bald im Einsatz auf der Buslinie 142

In diesem Jahr kommen 15 E-Busse vom Typ Urbino 12 electric vom polnischen Hersteller Solaris, Mercedes-Benz steuert 15 eCitaros bei. Die einstöckigen, zwölf Meter langen Fahrzeuge haben Platz für 65 Fahrgäste, wovon knapp 30 im Sitzen reisen können. Die Sitzbezüge tragen das Muster Urban Jungle – das chaotische BVG-Design. Die ersten neuen Elektrobusse geben in Kürze auf der Linie 142, die den Ostbahnhof mit dem Leopoldplatz verbindet, ihr Debüt. Die Fahrzeuge werden nachts per Stecker aufgeladen, danach können sie 150 Kilometer weit fahren.

„Wir unterstützen das Vorhaben mit 13 Millionen Euro“, so Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). Das Bundesumweltministerium steuert 35 Millionen Euro für die Hochlaufphase bei der BVG bei. Bundesweit stehen 300 Millionen Euro bereit, sagte Ministerin Svenja Schulze (SPD): „Damit können wir den Kauf von bis zu 850 Elektrobussen unterstützen.“ Derzeit gebe es in Deutschland 100 solcher Fahrzeuge.

„Wir erleben einen historischen Wandel mit“, so Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne). Ein Wandel, der aber auch notwendig sei: Auch in Berlin nehmen die Kohlendioxidemissionen des Verkehras zu.