Anzeigetafel am Flughafen Berlin-Tegel.
Foto: Christophe Gateau/dpa

Berlin-TegelAm zweiten Streiktag der Flugbegleiter bei der Lufthansa fallen am Freitag insgesamt 35 Flüge von Berlin-Tegel aus. Das teilte der Flughafen am Morgen mit. Auch 36 Landungen auf der Strecke Berlin-Frankfurt und Berlin-München sind betroffen. Deutschlandweit sollen rund 600 Flüge ausfallen.

Bereits am Donnerstag waren sämtliche Lufthansa-Flüge von Berlin-Tegel wegen des Streiks gestrichen worden. 40 Flugzeuge blieben am Boden. Deutschlandweit waren 700 Flüge betroffen. Insgesamt rechnete Lufthansa mit 180.000 betroffenen Passagieren.

Bahn empfiehlt, Plätze zu reservieren

Die Deutsche Bahn rechnet zwischen Berlin und Frankfurt beziehungsweise München am Freitag mit vermehrtem Fahrgastaufkommen und empfiehlt Reisenden, Plätze zu reservieren. Reisende, die bei einer Lufthansa-Tochter gebucht haben, haben Glück: Swissair und Austrian Airlines fliegen planmäßig von und nach Wien und Zürich. Auch die Flüge der Eurowings sind gesetzt. Sie fliegen von Tegel aus hauptsächlich innerdeutsche Ziele an, darunter auch München.

Die Gewerkschaft Ufo hatte zu den 48-stündigen Streiks aufgerufen. Sie fordert im Tarifkonflikt für die rund 21.000 Lufthansa-Flugbegleiter höhere Spesen und Zulagen sowie den besseren Zugang für Saisonkräfte in reguläre Anstellungsverhältnisse.

Streik zeigt bereits Wirkung

Bereits am Donnerstag zeigte der Streik Wirkung: Nach monatelanger Pause erklärte Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr, dass man nun wieder das Gespräch mit der Kabinengewerkschaft Ufo suche. Ufo stimmte dem Vorschlag zu. Mit der Ankündigung neuer Ausstände sei am Freitag nicht zu rechnen, sagte Ufo-Sprecher Nicoley Baublies. Man warte nun die Gespräche mit Lufthansa ab, die am Wochenende stattfinden sollen.

Auch nach dem geplanten Ende der Streiks werden für Samstag noch Flugabsagen erwartet, weil Maschinen und Crews nicht an den richtigen Einsatzorten sind. (kmi/dpa)