Berlin - Sie endet an „Europas größter ökologischer Erlebnismeile“: auf dem 17. Umweltfestival der Grünen Liga am Brandenburger Tor, zu dem etwa 100 000 Besucher erwartet werden.

Auf 19 Routen werden Radfahrer aus dem Umland auf die Siegessäule zuradeln. Dabei geht es ihnen nicht nur darum, Autofahrer für ein paar Stunden von der Avus und dem Autobahn-Südring zu vertreiben. Unter dem Motto „Berlin auf der Radspur“ demonstrieren sie auch dafür, dass mehr Radspuren an Hauptverkehrsstraßen eingerichtet werden. „Außerdem wollen wir darauf aufmerksam machen, dass viele Radwege immer wieder zum Parken missbraucht werden, woraus Situationen entstehen, die für Radfahrer mitunter tödlich enden“, sagt Philipp Poll, Landesgeschäftsführer des ADFC Berlin.

Das Tempo ist eher gemächlich. Für besonders schnelle Radfahrer gibt es eine Expressstrecke zwischen Frankfurt (Oder) und Fürstenwalde, für Kinder eine Route zwischen Jannowitzbrücke und Großem Stern. Gegen 14 Uhr werden die Radler auf dem Umweltfestival erwartet, wo bewachte Fahrradparkplätze bereit stehen.

Das Fest auf der Straße des 17. Juni steht in diesem Jahr unter dem Motto „Rio+20 – Zukunft leben!“ Von 11 bis 19 Uhr präsentieren über 200 Aussteller Projekte des Umwelt- und Naturschutzes. Im Vorfeld des UN-Gipfels für nachhaltige Entwicklung in Rio de Janeiro will man in Berlin zeigen, wie nachhaltiger Konsum und klimafreundliche Innovationen aussehen können: vom Biowürstchen über das Erdgasauto bis zur Kleinstenergiehybridstation, die einige Aussteller mit vor Ort erzeugten Strom versorgt. Das Umweltfestival geht schließlich als abfallfreie Großveranstaltung mit gutem Beispiel voran: Anstelle von Papptellern wird von Geschirr gegessen, der Ketchup kommt aus dem Spender, Gläser werden im Spülmobil gewaschen.

Auf zwei Bühnen spielen Bands, Experten debattieren über Umweltthemen. Ein Biospitzenkoch beweist, dass man Essen gesund und trotzdem schnell zubereiten kann, und Jungpoeten versuchen sich beim „Ökoslam“, dem Poetry Slam des Umweltfestivals. Für Kinder gibt es Clowns, einen Verkehrsgarten und Heu zum Toben.

Weitere Informationen im Internet unter:

www.adfc-berlin.de

www.umweltfestival.de