Nicht der beste Internetzugang hat entschieden, sondern das Glück. Wenn am kommenden Sonntag auf der schnellsten Marathon-Strecke der Welt 40.004 Läufer an den Start gehen, sind 31.000 von ihnen mit einer Art Glücksfaktor unterwegs. Sie haben ihre Startplätze erstmals durch einen Losentscheid erhalten.

Der Veranstalter SCC Events hat dieses Verfahren eingeführt, weil die verfügbaren Startplätze für den vorherigen Jubiläums-Marathon binnen dreieinhalb Stunden im Internet ausgebucht waren. Bei der Verlosung unter 74707 Bewerbern hatten alle die gleiche Chance, sagt SCC-Geschäftsführer Jürgen Lock.

Die Berliner Sportler schneiden sogar etwas besser ab. Während die Zahl der Starter aus Deutschland mit mehr als 17.000 konstant blieb, ist der Anteil der Berliner auf rund 6500 gestiegen, sonst waren nur etwa 5500 Hauptstädter am Start. Unter den insgesamt 130 Nationen stellen die Dänen mit 3500 Sportlern die zweitstärkste Fraktion, dann folgen die Briten mit 3000.

Erstmals gibt es im Netz auch eine interaktive Karte, auf der die Starter Informationen zum Lauf finden, Zuschauer etwas über die 80 Bands an der Strecke erfahren und die Berliner sehen können, ab wann welche Straße gesperrt ist. Am Donnerstag beginnen die Sperrungen auf der Straße des 17. Juni.