In Werder wurde eine Frau in einem Gartenteich getötet. (Symbolbild)
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WerderIn Werder (Havel) ist am Montagabend eine 40-jährige Frau getötet worden. Die Staatsanwaltschaft Potsdam beantragte am Dienstag gegen den 67-jährigen Ehemann Haftbefehl wegen Totschlags. Zum Motiv der Tat sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft: „Es gab einen Streit, der daraus resultierte, dass sich die Eheleute getrennt haben.“ Dieser Streit sei dann eskaliert.

Das Verhältnis zwischen dem Ehepaar soll nach Angaben von Nachbarn schon seit ein paar Wochen zerrüttet gewesen sein. Die Frau  war zu Hause ausgezogen. Im Ortsteil Elisabethhöhe kam sie im Haus ihrer Freunde unter. Dort suchte sie der Mann am Montagabend auf. Als es zu erneutem Streit kam, flüchtete die Frau  in den Garten. Dort soll Wolfgang L. weiter auf die Frau eingeschlagen und sie schließlich in den Gartenteich gestoßen haben, wo er ihren Kopf unter Wasser drückte.  Als der Besitzer des Hauses einschritt, flüchtete der 64-Jährige. Er raste in einem Auto davon. Der Hausbesitzer alarmierte die Polizei. Ein Notarzt versuchte vergeblich, die Frau wiederzubeleben.

Derweil löste die Polizei eine Großfahndung nach dem Tatverdächtigen aus. Auch mit einem Hubschrauber suchte sie die Umgebung ab.

Etwa eine Stunde nach der Tat wurde der Polizei im nahe gelegenen Plötzin ein Verkehrsunfall gemeldet. Hinter dem Steuer des Unfallwagens saß Wolfgang L., der mit großem Tempo gegen eine Hauswand geprallt war. Die Staatsanwaltschaft Potsdam vermutet, dass der 64-Jährige auf diese Weise Suizid begehen wollte. „Der Mann konnte noch nicht befragt werden, er ist nicht vernehmungsfähig“, sagte ein Sprecher der Behörde.