Was machen 20 Künstler mit 30 Säcken Zellstoff, 100 Fußbällen und 1.000 Flaggen? Diese Frage will die Gruppe Moving Poets beim 7. Festival Kunst am Spreeknie beantworten. Es startet am Donnerstagabend in den Rathenauhallen an der Wilhelminenhofstraße 83–85 in Oberschöneweide. Bis zum Sonntagabend werden an 50 Orten in Ober- und Niederschöneweide 30 Ausstellungen gezeigt, mehr als 100 Ateliers geöffnet, es gibt in sonst leer stehenden Werkshallen Konzerte und zum Abschluss wieder den beliebten Art-Sale, bei dem jeder sein Lieblings-Kunstwerk kaufen kann.

„Wir konzentrieren uns diesmal auf zwei Hauptorte“, sagt Mareike Lemme vom Kreativ Netzwerk Schöneweide. Einer ist das ehemalige Funkhaus Nalepastraße, in dem zahlreiche Künstler tätig sind. In den denkmalgeschützten Häusern auf dem einstigen DDR-Rundfunkgelände werden auch Führungen angeboten. Der andere Ort für die Kunst wird Rathenau 2.0 genannt – es umfasst das einst als Metropolis bekannte Oberschöneweide und den Ortsteil Niederschöneweide jenseits des Kaiserstegs.

In den Spreehöfen findet ein Graffiti-, Streetart- und Musikfest statt, in einigen Ateliers können die Besucher auch Malkurse belegen, und der neue Verein Schöneweide Artists präsentiert einen Mix aus industrielle Spuren und neuen Medien. Auch die Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW, die ihren Campus vor Ort habt, sowie dort ansässige Designer machen mit: Passend zur Fashion Week zeigen sie ihre Modearbeiten. Wie schon im vorigen Jahr bietet die Reederei Riedel Shuttlefahrten vom Anleger an der O2 World an aufs Festgelände an, auf dem auch eine Fahrrad-Rikscha unterwegs ist . Am Sonntag kann man Jazz-Musikern auf den Straßen folgen und abends im Kiki Blofeld das Endspiel zur Fußball-WM sehen.

Kunst am Spreeknie: 7. Artfestival mit Ausstellungen, Führungen, Partys, 11.–13. Juli, Ober- und Niederschöneweide, Infos: www.kunst-am-spreeknie.de