Berlin - Gerade erst ist in Berlin mit der Absenkung überhöhter Mieten die zweite Stufe des Mietendeckels in Kraft getreten, da werden die Pläne für den nächsten Eingriff in den Immobilienmarkt konkreter. Die Initiative „Deutsche Wohnen und Co enteignen“ erklärte am Montag, dass die von ihr angestrebte Vergesellschaftung von rund 243.000 Wohnungen privater Unternehmen in Berlin den Landeshaushalt nicht belasten würde. Die notwendige Entschädigung für die Vergesellschaftung könne „allein aus Mieteinnahmen refinanziert“ werden.

Die Initiative schlägt zur Berechnung der Entschädigung ein „Faire-Mieten-Modell“ mit einem Mietpreis von nur noch 3,70 Euro je Quadratmeter vor. Damit kommt sie auf eine Entschädigung von höchstens acht Milliarden Euro, die über Kredite finanziert werden soll. Zum Vergleich: Zum Ende des dritten Quartals belief sich die Miete in den 111.528 Wohnungen der Deutsche Wohnen in Berlin auf 6,91 Euro je Quadratmeter kalt. Bei der Berechnung der Entschädigung setzt die Initiative also eine deutlich niedrigere Miete an.

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