Ein 80-Jähriger, der im Verdacht steht, seinen 94 Jahre alten Zimmernachbarn in einem Berliner Seniorenheim getötet zu haben, ist in den Maßregelvollzug gebracht worden. Die Tat sei vermutlich auf den Gesundheitszustand des Verdächtigen zurückzuführen, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag. Im Maßregelvollzug werden unter anderem psychisch kranke und demente Straftäter untergebracht.

Eine Nachtschwester hatte das stark am Kopf blutende Opfer in der Nacht zum Samstag in seinem Zimmer gefunden. Sie habe daraufhin Feuerwehr und Polizei zu dem Seniorenheim in der Dominicussstraße in Berlin-Schöneberg gerufen, teilte die Polizei mit.

Nachdem Wiederbelebungsversuche der zuerst eingetroffenen Polizisten gescheitert waren, starb der 94-Jährige später im Krankenhaus. Ein Ersthelfer unter den Beamten habe einen Schock erlitten und seinen Dienst nach ambulanter Behandlung im Krankenhaus beenden müssen. (dpa)