Berlin - Sunderiya Tsolmonpurev ist alleinerziehende Mutter, ihre drei Kinder sind fünf, zwölf und sechzehn Jahre alt. Maya ist in der Kita-Notbetreuung, Nemuukhuslen hat Wechselunterricht, da er bereits in der elften Klasse ist. Nur Tengis muss ganz zu Hause bleiben. Er ist in der siebten Klasse und hatte nur zu Anfang seines ersten Gymnasialjahres Präsenzunterricht. Seitdem findet der Unterricht für ihn und seinen Mitschüler und Mitschülerinnen ausschließlich online statt. 

Er lernt unter seinem Hochbett an einem von der Schule gestellten Tablet – jeden Tag mehr als sechs Stunden. Oben auf dem Bett spielt gerade seine kleine Schwester. Man merkt, dass Tengis sich große Mühe gibt, wenn er dort sitzt, an seinem schmalen Schreibtisch. Und man sieht auch, wie schwer es ist, täglich stundenlang dem Unterricht auf einem Tablet zu folgen. Bald wird Tengis erlöst. Ab Montag sollen in Berlin auch die Schülerinnen und Schüler der Klassen 7 bis 9 in den Wechselunterricht kommen.

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