Abgas-Skandal: Berliner Polizei fürchtet nach VW-Rückruf keine Engpässe bei Flotte

Die Berliner Polizei hat nach eigenen Angaben trotz des Rückrufs von VW-Dieselfahrzeugen noch genug Autos für ihre Einsätze. „Von Rückrufaktionen sind jedes Jahr Fahrzeuge aller bekannten Hersteller betroffen“, erklärte ein Sprecher auf dpa-Anfrage. „Diese werden grundsätzlich im Rahmen ohnehin durchzuführender Inspektionen abgewickelt.“

Deutschlands größter Autobauer Volkswagen hatte wegen manipulierter Abgastests bundesweit 2,4 Millionen Dieselfahrzeuge zurück in die Werkstätten beordert. Die Zahl der bei der Berliner Polizei betroffenen Fahrzeuge konnte der Sprecher noch nicht nennen.

Zum Fuhrpark der Behörde gehören demnach rund 2500 Landesfahrzeuge - darunter 887 von Volkswagen. Den zweitgrößten Anteil stellen Autos von Mercedes-Benz (432), gefolgt von Opel (381) und Renault (159).
An der Beschaffung ihrer Dienstwagen ändert die Berliner Polizei deswegen aber künftig nichts: Der zuständige Bereich bestelle seit Jahresbeginn ohnehin für den jeweiligen Einsatz „Fahrzeuge mit dem bestmöglichen zulassungsfähigen Abgasstandard“, erklärte der Polizeisprecher.

Elektroautos oder zumindest Hybridfahrzeuge mit zusätzlichem Elektroantrieb sind dort aber noch Mangelware, wie aus der Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Silke Gebel zum Berliner Fuhrpark hervorgeht. Nach Angaben der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt entfallen auf die 2535 Polizeiwagen lediglich 10 E-Autos und 24 Hybride. 30 Dienstwagen werden mit Gas betrieben, und 2471 noch mit Diesel oder Benzin. (dpa)