Die Proteste der Studenten hatten bundesweit für Aufsehen gesorgt und es bis zu Thomas Gottschalk geschafft. Nun ist für die Zukunft der renommierten Berliner Schauspielschule „Ernst Busch“ eine Lösung gefunden. Laut SPD-Fraktionschef Raed Saleh gibt es maximal 33 Millionen Euro für etwaige Bauprojekte. Innerhalb dieser Kosten ist es demnach möglich, alle Standorte zu sanieren oder einen neuen Ort zu schaffen, der alle vier bisherigen integriert. Auch die Planungen für die Chausseestraße könnten angepasst werden.

Der dort seit langem geplante zentrale Campus war wegen Mehrkosten gefährdet. Stattdessen wurde diskutiert, die alten, zum Teil asbestbelasteten Gebäude zu sanieren. Die Studenten gingen daraufhin auf die Barrikaden. Unterstützung bekamen sie von Theaterintendanten sowie von Schauspielern wie Ulrich Matthes und Nina Hoss. Die Deutsche Filmakademie machte sich ebenfalls für den Neubau stark. Regierungschef Klaus Wowereit (SPD) hatte Sympathien für die Pläne gezeigt, aber auf die Haushaltsentscheidung des Parlaments verwiesen.

Am Sonntag hatte einer der Studenten mit lauten Zwischenrufen in der ARD-Talkshow „Günther Jauch“ für Aufregung gesorgt - dadurch wurde der Streit um „die Busch“ bundesweit bekannt. „Seit 15 Jahren ist uns ein Bau versprochen worden“, sagte am Mittwoch eine Studentin in Gottschalks ARD-Sendung. Die bisherigen Standorte der Schule seien marode.

Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses hatte am vergangenen Freitag die bisherige Finanzplanung wegen Mehrkosten abgelehnt. Im Haushaltsentwurf des rot-schwarzen Senats waren nach SPD-Angaben knapp 36,5 Millionen Euro für das Projekt vorgesehen. Die SPD-Fraktion lehnte den Plan in dieser Form ab, weil sie mit einer Kostensteigerung von 2 Millionen Euro verbunden gewesen wäre. (dpa.)