Berlin - Diese Bilder gingen durch die Stadt: Eine leicht bekleidete 18-Jährige steht in der Tür einer Villa in Grunewald, daneben gibt ihr betrunkener Liebhaber Harald Juhnke im Bademantel Interviews zu dieser Mesalliance. Das ist jetzt 17 Jahre her. Die damals 18-Jährige ist längst aus der Öffentlichkeit verschwunden, der Entertainer seit sieben Jahren tot. Jetzt steht auch das Haus samt seiner Eingangstür nicht mehr. Die Juhnke-Villa in der Lassenstraße 1 wurde abgerissen.

Jenes Haus, dessen Adresse damals angeblich jeder Taxifahrer kannte. Schließlich konnte es jederzeit passieren, dass der Dauerfahrgast Juhnke irgendwo in der Stadt zustieg und dem Fahrer nur zurief: „Fahr mich nach Hause.“

Juhnkes Hinterbliebene hatten das Haus 2008 an einen Münchner Rechtsanwalt verkauft. Der wollte das Anwesen sanieren lassen. Unter anderem war von einem Tunnel die Rede, der von der Villa zur Garage führen sollte. Dabei sei alles ins Rutschen geraten, hieß es. Das Haus galt seitdem als unbewohnbare Ruine. Nun wurde das übrigens nicht denkmalgeschützte Gebäude dem Erdboden gleichgemacht.