In Brandenburg haben sich zahlreiche Abiturienten über die Abiturklausur in Mathe beschwert. Sie sei schwierig gewesen, weil Stoff drangekommen sei, der im Unterricht nicht behandelt worden sei, hieß es in Schreiben an das Ministerium und auch in sozialen Netzwerken. Die Mathematikprüfung enthielt Aufgaben zu natürlichen Logarithmusfunktionen. In Berlin schrieben die Abiturienten im Zentralabitur teils dieselben Aufgaben (1.2, 2.2, und 3.2). Beschwerden von Schülern gab es hier nicht.

Das Potsdamer Bildungsministerium bestätigte indes die Vorwürfe. „Es mehren sich die Hinweise, dass dieser Stoff im Unterricht einiger Schulen offenbar nicht gelehrt wurde“, teilte das Ministerium Allerdings enthält der für alle verbindliche Rahmenlehrplan diesen Stoff, er hätte deshalb auch unterrichtet werden müssen.“

Schulleiter müssen Auskunft geben

Um den Sachverhalt aufzuklären, hat das Ministerium an alle Schulen mit gymnasialer Oberstufe einen Fragenbogen geschickt. Die Schulleiter wurden gebeten, bis zum 11. Mai zu beantworten, ob der Stoff der Logarithmusfunktionen Gegenstand des Unterrichts war oder nicht. Das Ministerium wartet das Ergebnis der Befragung ab und entscheidet dann über das weitere Vorgehen.

Berliner Matheaufgaben umfangreicher

Das Fach Mathematik wird in Berlin und Brandenburg nicht im gleichen Stundenumfang gelehrt. Deshalb gab es in den Abiturprüfungen der Länder Berlin und Brandenburg in mehreren Teilen auch unterschiedliche Aufgaben. Die Berliner Aufgaben waren dort umfangreicher und schwieriger. Die Aufgaben waren auf die unterschiedlichen Voraussetzungen zugeschnitten.

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