Potsdam - Auf einem ehemaligen Militärareal plant die Gemeinde Schenkendöbern (Spree-Neiße) mit mehreren Solarfirmen das mit 250 Megawatt Leistung derzeit größte Photovoltaik-Kraftwerk der Welt – Investitionssumme: 600 Millionen Euro. Allerdings müssten dafür mitten in einem Naturschutzgebiet 650 Hektar Wald gerodet werden. Seit Monaten regt sich massiver Protest von Umweltschützern und Anwohnern.

Auch wenn die Solarenergie begrüßenswert sei, überwiege „in diesem konkreten Einzellfall das öffentliche Interesse am Walderhalt“, sagte Minister Jörg Vogelsänger (SPD), der auch für Forstwirtschaft zuständig ist. Sein Ministerium musste die Bebauungspläne prüfen.

Laut Ministerium lehnt auch die Gemeinsame Landesplanung Berlin-Brandenburg den Solarpark ab. Der Wald befinde sich in einem nach dem Landesentwicklungsplan „besonders zu schützenden Freiraumverbund“. Formal könnte Schenkendöbern das Projekt nun vom Landkreis genehmigen lassen. Der hat sich aber bereits dagegen ausgesprochen.