Berlin - Zu viele Schulabbrecher, zu geringe Lernerfolge und immer noch zu viele Problemschulen, an denen wie jüngst in Gesundbrunnen Lehrer und Schüler sogar körperlich aneinandergeraten. Nach den ernüchternden Ergebnissen der Berlin-Studie über die Wirkung der Schulreform 2010 debattierte das Abgeordnetenhaus am Donnerstag über die Frage, wie tief (und ob überhaupt) Berlin tatsächlich in einer Bildungsmisere steckt – und wie die Lage verbessert werden kann.

Opposition und Regierungsfraktionen waren dabei völlig gespalten. Es kam zu einer bildungspolitischen Blockbildung. CDU, FDP und AfD warnten vor weiteren Schulexperimenten, hielten den Leistungsgedanken hoch und tendierten dazu, Schüler je nach Lernniveau wieder stärker voneinander trennen zu wollen. Sie sind weiter dem gegliederten Schulsystem verhaftet. „Chancengleichheit für Kinder und Jugendliche bedeutet nicht Ergebnisgleichheit“, sagte etwa Paul Fresdorf, bildungspolitischer Sprecher der FDP-Fraktion. „Gleichmacherei allein nützt nichts.“ Das Elternhaus des Kindes spiele nun mal eine Rolle.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.