Berlin - Der Berliner Wissenschafts- und Technologiestandort Adlershof will sich trotz der deutschen Solarkrise mit erneuerbarer Energie profilieren. «Wir wollen eines der Labore für die Energiewende werden», sagte der Chef der Betreibergesellschaft Wista Management, Hardy Schmitz, der Nachrichtenagentur dpa. «Die Solarindustrie hat zwar einen Schuss vor den Bug bekommen, aber wir machen weiter.» Es gebe in Adlershof eine stabile Basis von 50 kleinen Betrieben aus dem Bereich erneuerbare Energie.

Auf dem knapp 4,7 Quadratkilometer großen Areal am früheren Flugplatz Johannisthal siedelt sich in Kürze die insgesamt 1000. Firma an. «Wir rechnen damit, dass die Marke Ende Januar erreicht ist», sagte Schmitz. Die Verhandlungen über die nächsten Ansiedlungen stünden vor dem Abschluss. 60 Prozent der Fläche sind damit vergeben.

2013 war die Zahl der Anlieger um 25 auf 996 gestiegen. Die Forschungseinrichtungen und Unternehmen im Kerngebiet, dem Technologiepark, erzielten einen Umsatz von 679 Millionen Euro - ein Plus von 6,4 Prozent. Die Beschäftigtenzahl dort stieg um 3,2 Prozent auf 5455. Die detaillierten Wirtschaftszahlen für Adlershof sollen im Frühling vorgelegt werden.

Insgesamt arbeiten knapp 15 000 Menschen an dem Standort, zu dem auch die Medienstadt und ein Gewerbegebiet zählen. «Im Jahr 2020 wollen wir 20 000 Arbeitsplätze und gut über 1200 Unternehmen haben - bei 3900 Einwohnern und mehr als 10 000 Studenten», beschrieb Schmitz das Ziel.

Die Unternehmen im Technologiepark sind für 2014 optimistisch. Gut die Hälfte glaubt nach einer Wista-Umfrage, dass ihr Umsatz steigt. Nur jede zwanzigste Firma erwartet ein Minus. 39 Prozent wollen die Zahl der Beschäftigten steigern. (dpa/bb)