Berlin - Mit einer Laserkamera schufen Spezialisten eine Rundum-Animation des Bauwerkes samt Quadriga. Das gespeicherte Material umfasst eine Datenmenge von einem Terabyte, das sind 1024 Gigabyte. „Wir haben jetzt ein originalgetreues Modell des Tores auf unseren Rechnern“, sagt Sven Pannicke von der Kreuzberger Firma Rise FX, die sich auf Computeranimationen im Film spezialisiert hat.

Rise FX war jüngst an der Produktion des Tom-Tykwer-Films „Wolkenatlas“ mit Susan Sarandon, Tom Hanks und Hugh Grant beteiligt. Das Scannen des Brandenburger Tores gehört zur aktuellen Produktion des dreiteiligen Films über die mehr als 100-jährige Geschichte des Hotels Adlon am Pariser Platz. Regie führt Uli Edel („Der Baader-Meinhof-Komplex“).

Animation statt Filmmaterial

Weil es keine Dreharbeiten am Brandenburger Tor geben wird – heute sieht dort nichts mehr aus wie vor 100 Jahren – fertigen Spezialisten eine Animation vom Pariser Platz und vom Brandenburger Tor an. Auf dem Filmgelände der Bavaria in München steht eine 30 Meter lange und sechs Meter hohe Nachbildung der Fassade des Adlon, das komplette Haus sowie der Pariser Platz und das Brandenburger Tor werden aber erst nach Ende der Dreharbeiten am Computer in den Film eingearbeitet.

Die Bilder können den jeweiligen Epochen angepasst werden. Die Schauspieler agieren beim Dreh vor einer grünen Wand. Das ZDF zeigt den Film über das Hotel Adlon im kommenden Jahr.