Berlin - Kaum ein Thema erhitzt die Gemüter gerade so sehr wie der Urlaub auf Malle in Corona-Zeiten. Einen regt das besonders auf. Den Berliner Rentner Hans-Joachim Stiebenz, der vor acht Jahren ins deutsche Urlaubsparadies auswanderte. Der 72-jährige erklärt in der Berliner Zeitung, warum der Tourismus für die beliebte Ferieninsel gerade jetzt so wichtig ist und warum die Aufhebung der Reisewarnung in seinen Augen statt eines Fluches eher ein Segen ist.

„Hört endlich auf mit dem Mallorca-Bashing. Das ist unter aller Kanone“, sagt Stiebenz. Es rege ihn richtig auf, wie in den sozialen Netzwerken gerade gegen die Malle-Urlauber gehetzt würde. Diese Leute hätten einfach keine Ahnung, wie die Situation vor Ort aussehe. Auch von der Bundesregierung sei er sehr enttäuscht, dass sie im Hinblick auf diese Situation derart arrogant reagierten. Die Äußerung von Rheinland-Pfalz‘ Ministerpräsidentin Malu Dreyer, vor Ort Möglichkeiten zu schaffen, dass die Menschen in den Osterferien lieber wanderten und in einem Gartenlokal einkehrten statt nach Mallorca zu fliegen, fände er total daneben. Es zeige, dass deutsche Politiker nichts aus der Krise gelernt hätten.

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