Berlin - Die Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern der Berliner Impfzentren reißt nicht ab. Nachdem mehrere pharmazeutisch-technische Assistenten über ihren Unmut in der Berliner Zeitung berichtet hatten, meldete sich nun eine Ärztin zu Wort: „Es ist demütigend und frustrierend, wie mit uns umgegangen wird“, sagt sie. Tamara Henning (Name geändert) arbeitet seit Dezember in einem der Berliner Impfzentren. Ihr Auftraggeber ist die Kassenärztliche Vereinigung (KV), die vom Berliner Senat als eine Art Subunternehmer engagiert wurde. Am Anfang sei der Ton in der Kommunikation im Team noch freundlich gewesen, weil man jeden Mitarbeiter benötigte. Als der Impfstoff dann weniger wurde, sei auch der Umgangston rauer geworden.

„Wir werden bei unseren Diensten von der Leitung zunehmend angehalten, schneller zu arbeiten.“ Sie habe kaum eine Möglichkeit, zwischendurch mal eine Pause zu machen. Das erzeugt in ihr ein ungutes Gefühl, so beschreibt die ausgebildete Medizinerin die Situation in ihrem Job. Ein „Mindestmaß an Anamneseerhebung“ sollte möglich sein. „Ich lasse mich ungern unter Druck setzen, wenn ich entscheiden soll, ob jemand impffähig ist“, sagt Tamara Henning.

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