Es ist einer der mysteriösesten Kriminalfälle Berlins: Vor 12 Jahren
verschwand die damals 14-jährige Georgine Krüger aus Moabit. Am Mittwochabend wurde der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY“ in der Spezial-Ausgabe „Wo ist mein Kind?“ aufgegriffen.

Nach der Sendung gingen neue Hinweise ein. Zehn verschiedene Anrufe habe es gegeben, wie die Polizei in Berlin am Donnerstagmorgen mitteilte. Den Hinweisen werde jetzt nachgegangen, hieß es.

Haltestelle Perleberger Straße

Es ist der 25. September 2006, als der Teenager nach der Schule nicht nach Hause kommt. Sie hat gegen 13.40 Uhr den Bus M27 genommen, an der Haltestelle Perleberger Straße ist sie ausgestiegen - 200 Meter von ihrem Zuhause entfernt.

Die Oma hatte gekocht und rief, als ihre Enkelin nicht erschien, gegen 14.04 Uhr auf deren Handy an. Erst hörte sie ein Freizeichen, danach war das Handy nur noch besetzt.

Es ist einer der Spuren, die die Polizei seitdem verfolgt. War es der Täter, der an das Handy von Georgine ging?

Polizei geht von Verbrechen aus

Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. Georgines Mutter Vesna Krüger dagegen hofft immer noch, dass ihre Tochter lebt. „Ich glaube fest daran“, sagte sie am Mittwochabend in der TV-Sendung. Nur eins gebe ihr immer noch zu Denken. Zwei Wochen vor ihrem Verschwinden habe Georgine zu ihr gesagt, dass demnächst etwas Schlimmes passiere. Vesta Krüger: „Ich denke oft daran, vielleicht hätte ich etwas verändern können.“

5000 Euro Belohnung

Bei der Polizei gingen bislang mehr als 230 Hinweise ein. Zurzeit sucht die Berliner Polizei nach einem anonymen Anrufer vom 31, März 2018, der den Hinweis gab, Georgines Leiche sei im Brieselanger Wald zu finden. Die Suche verlief erfolglos. Für Hinweise hat der Polizeipräsident inzwischen 5000 Euro Belohnung ausgesetzt. 

Zum Fall Georgine gingen am Abend einige Hinweise bei „Aktenzeichen XY…ungelöst“ ein. Einige Anrufer glaubten, die Stimme des anonymen Anrufers zu kennen.

Neben dem Berliner Fall ging es in der Sendung noch um drei weitere verschwundene Menschen aus Hamburg, Remscheid (Nordrhein-Westfalen) und Burgsinn (Bayern).