Berlin - Im Hotel Kastanienhof in Prenzlauer Berg haben die Vorbereitungen schon begonnen. Vorige Woche war jemand von einer Schankanlagenreinigungsfirma da, um die Bierleitung wieder anzuschließen. Ein aufwendiges Prozedere samt Desinfektion, Spülungen und Feinjustage. Hotelier Maximilian Hauptmann ist froh, ganz schnell dafür Profis gefunden zu haben. „Das sind zurzeit sehr gefragte Leute“, sagt Hauptmann. Denn es geht wieder los.

Tatsächlich steht die Berliner Beherbergungsbranche vor dem Neustart. Nachdem die Hotels der Stadt sieben Monate und sechs Tage lang nur Dienstreisende empfangen durften, die Zahl der Übernachtungen im ersten Quartal dieses Jahres auf 18 Prozent gefallen war, jedes vierte Hotel in Berlin der Stadt vorübergehend schließen musste und die Bettenauslastung insgesamt noch immer nur bei etwa 16 Prozent liegt, sind die hiesigen Hotels ab kommendem Freitag auch für Touristen wieder offen. So hat es der Senat am vorigen Dienstag beschlossen. Eine sogenannte Belegungshöchstgrenze ist nicht vorgesehen. Kurz zuvor hieß es noch, dass nur 50 Prozent der Zimmer belegt werden dürften. Doch die Hotellobby hatte erfolgreich interveniert, wenngleich sich dieser Erfolg vermutlich schon bald als ziemlich nutzlos erweisen dürfte. In jedem Fall gilt: offen für alle. Alles auf Anfang.

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