Berlin - Er ist wieder in seinem Revier. Weißer Bauhelm auf dem Kopf, Schutzmaske vor Mund und Nase: Nico Wittlief betritt im Blaumann sein Arbeitsreich, einen lichtdurchfluteten Raum mit vielen Computerbildschirmen. Was auf diesen zu sehen ist, würde manchen aus der Ruhe bringen. Nicht aber Wittlief, der, wenn sein Dienst begonnen hat, konzentriert auf ein Wirrwarr von Kästchen und Tabellen mit vielen Zahlen blickt. „Solange alles grün aufleuchtet und die Zahlenwerte stimmen, ist die Welt in Ordnung“, sagt Wittlief. Auch für ihn scheint die Welt fast in Ordnung zu sein, trotz Corona und all den mit der Pandemie verbundenen Widrigkeiten. Er ist endlich an dem Platz, an den er gehört.

Wittlief, 34 Jahre alt, verheiratet, vier Kinder, ist der Leiter des Instandhaltungsteams des Heizkraftwerks des Berliner Energieversorgers BTB GmbH in Adlershof. Der Raum, in dem er sitzt, ist die Schaltzentrale, von der aus er vier gasbetriebene Motoren, eine Turbine und mehrere Kessel mit 100 Grad Celsius heißem Wasser überwacht. In einem mehr als 140 Kilometer langen Verbundnetz mit zwei weiteren Heizkraftwerken sorgen sie dafür, dass über 30.000 Haushalte, Schulen und Krankenhäuser in Treptow, Köpenick und Neukölln mit Fernwärme versorgt werden. An die Unternehmen der benachbarten Wissenschaftsstadt Adlershof wird auch Strom geliefert.

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