Berlin - Die Farbe irritiert. Dieses knallige Rot ist ungewöhnlich in dieser Umgebung, wo alles weiß und daher etwas unwirklich erscheint. Bei unseren letzten beiden Treffen im Mai und November vergangenen Jahres war Hans-Joachim Janssen so gekleidet, wie man es von einem Oberarzt kennt: strahlend weiße Hose, weißer Kittel, sogar die Schuhe hatten diese sterile Farblosigkeit. Nun also rote Hose, rote Jacke. Die Montur sitzt bei Janssen wie angegossen. Sie ist auch nicht von der Stange. Ein wenig wirkt der Mediziner in diesem Outfit wie ein Biker, der sein Motorrad kurz vor dem Haus abgestellt hat, weil er einen Kumpel besuchen will. Nur das Stethoskop, das Janssen um den Hals trägt, stört dieses Bild. Es führt zurück in das Hier und Jetzt, ins zweite Jahr der Corona-Pandemie in der Hauptstadt: Unfallkrankenhaus Berlin, zweites Obergeschoss, Station F2.

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