Charakteristisch für die Schutzkleidung der Ärzte war die Haube, deren typische Schnabel mit Essigschwämmen und Kräutern gefüllt war. Diese für das Stadtmuseum nach historischen Vorlagen rekonstruierte Pestarzt-Bekleidung wird demnächst wieder in der Ausstellung "BerlinZEIT" im Märkischen Museum zu sehen sein.
Foto: Stiftung Stadtmuseum

Berlin - „Fliehe schnell, fliehe weit, mit der Rückkehr lass' dir Zeit.“ Das empfahl der griechische Arzt Hippokrates (um 460 - um 370 v. u. Z.), wenn die Pest nahte. Anders wusste sich auch der Berliner Hof nicht zu helfen, als sich 1576 ein neuer Seuchenzug bevorstand - kaum zehn Jahre waren vergangen, dass die Pest über die Doppelstadt Berlin-Cölln und ihre Nachbarorte hergefallen war, zum fünften Mal seit Jahrhundertbeginn. Die Leute wussten, welche Schrecken sie erwarteten. Wie sie sich wehren könnten, wussten sie nicht. Seit der Antike war das Wissen um den Schwarzen Tod nicht wesentlich vorangekommen.

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