Berlin - Gebrannte Mandeln, Glühwein, Christbaumschmuck und Räuchermännchen warten schon - am kommenden Montag werden in Berlin die Weihnachtsmärkte eröffnet, traditionell einen Tag nach Totensonntag. 77 gibt es in der Stadt. Das Angebot reicht von besinnlich und märchenhaft bis trendig und urban.

Einige Märkte sind bis Weihnachten geöffnet, andere werden erst Anfang Januar wieder abgebaut. Zudem gibt es eine ganze Reihe von nichtkommerziellen Weihnachtsmärkten, auf denen gemeinnützige Vereine an einem oder mehreren Wochenenden Selbstgebackenes und Selbstgedrechseltes anbieten, dessen Erlös in die Sozialarbeit fließen soll.

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Der Berliner katholische Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und Berlins Innensenator Frank Henkel (CDU) werden am Montagnachmittag (16 Uhr) amOpernpalais erwartet. Dort ist ein privater Veranstalter um ein nostalgisches Ambiente zwischen den mehr als 150 Marktständen bemüht, wozu auch kleine Karussells in historischem Gewand zählen. Das Motto im Jahr des 300. Geburtstages des Alten Fritz lautet „Preußische Weihnacht“.

Für Musik und Märchenerzählungen gibt es eine große Weihnachtsbühne, und täglich soll der Weihnachtsmann persönlich mit seinem Rentierschlitten hoch über den Markt fliegen, wie es die Veranstalter versprechen. Sie wollen den Widrigkeiten trotzen, die die Bauarbeiten an der Lindenoper mit sich bringen.

Der Berliner Schaustellerverband zeichnet wieder für den Weihnachtsmarkt an der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche verantwortlich, auf dem in diesem Jahr auch wieder ein echter Weihnachtsbaum stehen soll. Von Montag an sollen die Lichter glänzen. Wegen der Sanierungsarbeiten an der Gedächtniskirche hatten die Berliner in den vergangenen Jahren nur einen Lichtkegel aus Plastikplanen oder auch eine Baumskulptur zu sehen bekommen, die ein Künstler aus Schrott-Teilen zusammengeschweißt hatte.

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Größere Weihnachtsmärkte sind unter anderem auf dem Gendarmenmarkt zu finden, wo man in einem Kunsthandwerkerzelt Schnitzern, Gürtlern und Schneidern bei der Arbeit zusehen kann, sowie vor dem Schloss Charlottenburg, in der Spandauer Altstadt und - ab 7. Dezember - am Schlossplatz Köpenick. Für den Alexanderplatz in Mitte ist eine große Erzgebirgspyramide angekündigt.

Auf dem alljährlichen Weihnachtsmarkt zwischen Jannowitzbrücke und Alexanderplatz dominieren hingegen Fahrgeschäfte, darunter eine Anlage, die laut Ankündigung binnen drei Sekunden auf Tempo 100 beschleunigen kann. Der Veranstalter rechnen wie im Vorjahr mit rund zwei Millionen Besuchern auf dem Areal.

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Ein ganz anderes Bild erwartet die Besucher auf dem Alt-Rixdorfer Weihnachtsmarkt vom 7. bis 9. Dezember auf dem Richardplatz in Neukölln. Hier präsentieren Wohlfahrtsorganisationen Produkte aus ihren Werkstätten und Küchen, das reicht von Bienenwachskerzen und Holzspielzeug bis zur Kelle Suppe aus der Gulaschkanone. Auf einer Bühne singen Chöre, und auch hier ist der Weihnachtsmann unterwegs.

Ein kunsthandwerklicher Weihnachtsmarkt ist für den 8. Dezember auf dem Zeltinger Platz in Frohnau angesetzt. Einen weihnachtlichen Umweltmarkt mit Naturwaren verschiedenster Art wird es an den vier Wochenenden vor Heiligabend auf dem Koppenplatz in Mitte geben. Rund um den Kollwitzplatz in Prenzlauer Berg ist für die Wochenenden ein Ökoadventsmarkt angemeldet. Auf Bratwurst, Waffeln, Crepes und Glühwein müssen die Besucher auch hier nicht verzichten. (mit dpa)

Eine Auswahl der schönsten Berliner Märkte finden Sie hier: