Der Potsdamer Platz wurde mit dem Bau der Mauer  1961 für 28 lange Jahre geteilt und zum Grenzgebiet mit dem breitesten Todesstreifen Berlins. Fast alle Gebäude, die innerhalb des Niemandslandes standen, wurden abgerissen. Die Brache war an manchen Stellen mehreren Hundert Meter breit.

Die Aufnahme entstand nicht lange nach dem Mauerbau. Die Westseite der Mauer zeigt noch keine Graffiti, die Pappeln im hier gut zuerkennenden Achteck des Leipziger Platzes wurden später mit dem immer weiteren Ausbau der Grenzanlagen gefällt. 

Die zwischen  den Leipziger Platz und dem noch als Halbkreis  erkennbaren Form originalen Potsdamer Platz  erkennbare Doppelreihe der Panzersperren verläuft fast genau auf der Linie der alten Akzisemauer, zwischen beiden Plätzen stand das von Schinkel entworfene Potsdamer Tor. Die alte Straßenführung ist noch auszumachen.

U-Bahnhof im Niemandsland

In den Mauer-Jahren konnten Touristen und Staatsgäste von einer Aussichtsplattform über den dann bunt bemalten Betonwall und den Todesstreifen schauen. Auf der anderen Seite reihen sich Ministerialgebäude der NS-Regierung aneinander. Von der Neuen Reichskanzlei und dem Führerbunker ist noch  ein unscheinbarer Hügel übrig. Der Leipziger Platz lag genauso wie der U-Bahnhof im Niemandsland.

Ab 1987 wurden auf der Brache entlang der Wilhelmstraße Plattenbauten mit 1000 Wohnungen errichtet.  Nach Westen Richtung Todesstreifen entstand in diesem Zusammenhang eine zweite Mauer.

Die Ruinen auf der westlichen Seite der Mauer wurden vom Berliner Senat aufgekauft und nach und nach abgetragen. So wurden unter anderem die Überreste des Prinz-Albrecht-Palais, des Vox-Hauses, des Völkerkundemuseums, des Hauses Vaterland oder auch des etwas weiter südlich gelegenen Anhalter Bahnhofs entfernt.

Zu jener Zeit war geplant, das Gelände für den Bau einer Stadtautobahn zu nutzen, welche letztendlich erst nach der Wende in Form des Tunnels Tiergarten Spreebogen gebaut wurde.

Die Straßenbahnlinie, die hier an der Mauer endet, soll nach dem Willen des Senats in einigen Jahren wieder von der Potsdamer Straße durch die Leipziger bis zum Alexanderplatz führen.