So kommen wir nicht über den Winter, sagte die Kanzlerin und meinte damit, dass die bisherigen Maßnahmen gegen das Coronavirus nicht ausreichen. An diese Wendung  – über den Winter kommen – musste ich jetzt denken, als wir durch unseren Wald am Rand der Stadt gingen. Seitdem ich im Corona-Heimarbeit bin, machen wir die Runde fast täglich und kommen dabei an einem großen Ameisenhaufen vorbei.

Meine Frau fragt: „Guckst du wieder, was dein Volk so macht?“ Denn ich stand in diesem Jahr oft lange da und kommentierte: „Brav seid ihr. Fleißig! Schleppt lauter Nadeln und Hölzchen herbei. Ein einziges Gewimmel! Und guck mal: Die da, die transportieren sogar eine kleine Raupe. Das gibt ein Festessen!“ Den ganzen Sommer sahen wir, wie der Bau höher und höher wuchs. Als die Herbstwärme langsam verflog, verwaiste er. Längst ist keine Ameise ist mehr zu sehen. Wohin sind sie? Sind sie alle gestorben?

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